Die Bioinformatiker Prof. Martin Vingron aus Berlin und Prof. Eugene W. Myers aus Berkeley/USA erhalten den diesjährigen Max-Planck-Forschungspreis. Er wird von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung und der Max-Planck-Gesellschaft verliehen. Martin Vingron ist Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin und Honorarprofessor für Bioinformatik an der Freien Universität Berlin. Er erforscht die Expression von Genen, das heißt die Umsetzung genetischer Information in Genprodukte, sowie die Regulation der Genaktivität. Viele Krankheiten und Krankheitsstadien können durch das spezifische Aktivitätsmuster der rund 30.000 Gene des menschlichen Organismus charakterisiert werden. Durch die Analyse dieser Daten soll die medizinische Diagnostik und Prognostik verbessert werden. Eugene W. Myers ist Professor für Informatik und Molekularbiologie an der University of California in Berkeley/USA. Die Auszeichnung soll die gemeinsame Forschung von deutschen und ausländischen Wissenschaftlern fördern und internationale Kooperationen vertiefen. Die Verleihung des jeweils mit 750.000 Euro dotierten Preises erfolgt am 24. Juni 2004 bei der Jahresversammlung der Max-Planck-Gesellschaft in Stuttgart.



