In einer Gala-Nacht mit mehr als 3000 Gästen ist am Samstagabend in der Alten Oper in Frankfurt der 24. Innovationspreis der deutschen Wirtschaft vergeben worden. Sieger sind die Firmen BMW, Schollglas aus Niedersachsen und NaWoTec aus Hessen. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) überreichte die Auszeichnungen – eine Skulptur, in der die Namen aller Preisträger seit 1980 eingraviert sind.
Die Münchner BMW AG erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Großunternehmen für die Entwicklung einer Aktivlenkung, die Fahrsicherheit und Komfort erhöht. Die Schollglas GmbH aus Isernhagen wurde als Mittelstands-Unternehmen für einen einfach und sicher zu öffnenden Notausstieg für Schienenfahrzeuge und Busse geehrt. Das Unternehmen hatte die Fenster nach eigenen Angaben nach der ICE-Katastrophe von Eschede mit 101 Toten entwickelt.
Die Nano World Technologies (NaWoTec) GmbH aus Roßdorf bei Darmstadt wurde in der Kategorie Start-up-Unternehmen für die Entwicklung eines Geräts zur Reparatur von Masken geehrt, die zur Herstellung von Halbleiter-Chips notwendig sind. Mit einem Elektronenstrahl können die extrem teuren Bauteile im Falle von Fehlern nachgebessert werden.
Der Wirtschaftsclub Rhein-Main e.V. hatte den Innovationspreis erstmals 1980 verliehen. Seit 1983 wird der Preis gemeinsam mit der «WirtschaftsWoche» ausgeschrieben.



