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260.000 Euro für die Prothesenforschung: Iserlohner Professoren erhalten Fördermittel für Forschungsprojekt

Das Projekt nimmt die Zell- und Gewebeverträglichkeit von Implantatwerkstoffen in den Blick. Bevor ein Werkstoff für Hüft- oder Knieprothesen eingesetzt wird, muss dieser auf seine Zelleigenschaften hin untersucht werden, um beim späteren Einsatz im Körper des Patienten die bestmögliche Verträglichkeit zu erzielen. Analysiert wird dabei die Wechselwirkung des Werkstoffs mit darauf wachsenden Zellen. Bislang erfolgt die Beurteilung der Zelleigenschaften durch speziell geschulte Laborfachkräfte. Der Nachteil dieser personalen Zellanalyse ist der große Zeitaufwand sowie die geringe Vergleichbarkeit der Ergebnisse beim Einsatz verschiedener Laborfachkräfte.

„ Wir möchten das bisherige Verfahren ersetzen durch moderne Verfahren der digitalen Bildverarbeitung“, umreißt Projektleiter Prof. Dr.Burkhard Neumann vom hochschuleigenen Institut für Computer Science, Vision und Computational Intelligence das Ziel des Forschungsprojektes, „mit einer speziellen Bildverarbeitungssoftware wird die Prüfung erst wirklich zuverlässig und durch die schnellere Durchführung auch kostengünstiger“. Geforscht wird im Team. Prof. Ulrich Lehmann nimmt die Klassifikation der Zellen mit Hilfe von Neuronalen Netzen vor. Sie werden an Hand von Beispielen trainiert. Die hierfür notwendigen Zellpräparationen werden im Labor für Biotechnologie und Biomaterialien unter der Leitung von Prof. Dr. Eva Eisenbarth durchgeführt.

Profitieren sollen davon insbesondere klein- und mittelständische Unternehmen der Medizintechnik-Branche, die dadurch bessere Ergebnisse zu Fragen der Qualitätskontrolle erhalten. Projektpartner der Fachhochschule Südwestfalen sind die Heinz Meise GmbH in Schalksmühle, die Olympus Soft Imaging Solutions GmbH in Münster sowie die Fa. Dr. Licht GmbH in Nümbrecht.



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