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Gesundheit & Leben

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Entdeckung: Ganzkörper-Gehirn bei Seeigeln Identifiziert

Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…

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Biowissenschaften Chemie

Pfeilgiftfrösche: Der Charakter bestimmt die Fortpflanzung

Pfeilgiftfrösche der Spezies Allobates femoralis sind zwar im Gegensatz zu ihren Verwandten nicht giftig, bestechen aber durch ihre verschiedenen Charakterzüge: je nachdem, ob sie mutig, aggressiv oder entdeckungsfreudig sind, haben sie mit unterschiedlichen Strategien Erfolg bei der Fortpflanzung. Zudem sind bestimmte Charaktereigenschaften schon im Kaulquappenstadium der Amphibien vorhanden. Dies zeigen zwei kürzlich publizierte Studien der Universität Bern. Pfeilgiftfrösche der Spezies Allobates femoralis sind in den tropischen Regenwäldern Südamerikas weit verbreitet. Ihre hochgiftigen Verwandten, wie in etwa Frösche der Gattung Phyllobates,…

Biowissenschaften Chemie

Es ist nicht egal, wo eine Zelle altert

Leberzellen altern unterschiedlich, je nachdem, wo sie sich im Organ befinden. Wenn wir uns umschauen, sehen wir, dass die Menschen unterschiedlich schnell altern. Aber wie sieht es im Inneren aus? Altern alle Zellen gleich? Und spielt es für den Alterungsprozess eine Rolle, wo sich eine Zelle im Organ befindet? In der Leber von Mäusen haben Forschende vom Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns in Köln und Alternsforschungs-Exzellenzclusters CECAD der Universität zu Köln jetzt gezeigt: Leberzellen altern unterschiedlich, je nachdem, wo sie…

Medizin Gesundheit

Rostocker Forschungen an Grundlagen und Therapie von Parkinson

Von der Parkinson-Erkrankung sind Schätzungen der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen zufolge in Deutschland rund 400 000 Menschen betroffen. Sie ist damit die häufigste Bewegungsstörung. Es ist eines der Ziele des Sonderforschungsbereichs 1270 „ELektrisch Aktive ImplaNtatE – ELAINE“ der Universität Rostock, Erkenntnisse zu dieser Krankheit und deren Therapie zu gewinnen. Obwohl weltweit Tausende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Parkinson-Erkrankung erforschen, ist ein Durchbruch bei der Ursachenbehandlung kaum in Sicht. „Es gibt Medikamente, mit denen sich die Symptome, unter anderem das…

Biowissenschaften Chemie

Forschen für Kohlenstoffquellen der Zukunft

Wissenschaftler entwickeln neue Ansätze für eine chemische Kreislaufwirtschaft. Ein Forschungsverbund der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg arbeitet daran, Ansätze und Verfahren für eine künftig nachhaltige kohlenstoffbasierte Chemieproduktion zu entwickeln. Im Rahmen des Forschungsclusters „Smart Process Systems for a Green Carbon-based Chemical Production in a Sustainable Society“, kurz SmartProSys, wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fossile Rohstoffe durch erneuerbare Kohlenstoffquellen ersetzen und energieintensive Prozessketten in vollständig geschlossene Kreisläufe umgestalten. Langfristiges Ziel ist eine chemische Industrie, die auf biogenen Rest- und Abfallstoffen sowie auf recycelten Kunststoffen…

Biowissenschaften Chemie

Stoffwechsel von Bakterien

Neue Methode enthüllt Interaktionen von Wirt und Mikrobe. Gemeinsame Pressemeldung von CAU und dem Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie: Norddeutsche Forscher entwickeln eine Methode, die die chemische Verständigung von Mikroben und ihrem Wirt aufzeigt. Die faszinierende Welt der Bakterien, die als Symbionten oder Parasiten in tierischen Wirten leben, bleibt für Forschende oft ein Rätsel. Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und das Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen tragen mit ihrer Forschung im Bereich der Interaktionen zwischen Mikroben und ihrem Wirt ein…

Biowissenschaften Chemie

Phosphor mal anderes

Bakterien nutzen organischen Phosphor und setzen dabei Methan frei. Vor Barbados untersuchten Bremer Forschende, wie Bakterien unbeabsichtigt Methan freisetzen, um an Phosphor zu kommen – mit erheblichen Auswirkungen auf Treibhausgase in der Atmosphäre. Methan als Abfallprodukt der Phosphorgewinnung Aus dem Meer dringt unentwegt das potente Treibhausgas Methan in die Atmosphäre und trägt erheblich zur Erderwärmung bei. Dieses Methan wird vor allem von Mikroorganismen produziert und meistens dort, wo kein Sauerstoff vorhanden ist. Vor wenigen Jahren allerdings entdeckten Forschende Bakterien, die…

Medizintechnik

Erweiterter OP-Trainingssimulator besteht klinischen Praxistest

Wissenschaftler der Professur Produktionssysteme und -prozesse der TU Chemnitz haben mit Chirurginnen und Chirurgen ihre weiterentwickelte Virtual-Reality-Simulation für Hüftoperationen erfolgreich erprobt – Einsatz von Hüftprothesen in der chirurgischen Ausbildung kann gefahrlos und beliebig oft trainiert werden. Bei Hüftoperationen müssen Ärztinnen und Ärzte oft große Kräfte aufwenden. Gleichzeitig kommt es am OP-Tisch darauf an, so präzise wie möglich zu arbeiten. Dr. Mario Lorenz und Sebastian Knopp, Wissenschaftliche Mitarbeiter der Professur Produktionssysteme und -prozesse (Leitung: Prof. Dr. Martin Dix) der Technischen Universität…

Biowissenschaften Chemie

Katalysatoren aus dem Labor helfen, Treibhausgase in den Griff zu bekommen

Forscherinnen und Forscher vom Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion und Max-Planck-Institut für Kohlenforschung veröffentlichen ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift „Science“. Erdgas, das viele von uns zum Heizen, Kochen oder Betanken des eigenen PKW nutzen, besteht aus leichten Kohlenwasserstoffen wie Methan und Ethan. Diese Gase sind stärkere Treibhausgase als CO2 es ist. Sie werden bei Erdgasbohrungen ständig in die Atmosphäre freigesetzt und sind deutlich schwieriger zu lagern als z. B. die entsprechenden Alkohole wie Methanol oder Ethanol. Es gibt zwar Großanlagen,…

Biowissenschaften Chemie

Hodgkin-Lymphom: Klein(st)e Ursache – große Wirkung

Der Austausch einer einzelnen Aminosäure trägt entscheidend dazu bei, dass gesunde B-Zellen zu Krebszellen werden. Wie die Punktmutation an einem Transkriptionsfaktor die Genregulation tiefgreifend verändert, beschreibt ein internationales Team um ECRC-Forscher Stephan Mathas in „Nature Communications“. Das Hodgkin-Lymphom ist eine der häufigsten Formen von Lymphdrüsenkrebs bei jungen Erwachsenen. Es ist gekennzeichnet durch B-Lymphozyten, die stark vergrößert sind und, sehr ungewöhnlich für B-Zellen: Auf ihrer Oberfläche tragen sie die Erkennungszeichen vieler anderer Immunzellen – zum Beispiel von Fresszellen, dendritischen Zellen oder…

Biowissenschaften Chemie

Ein potenzielles Ziel für neue Wirkstoffe gegen Krebs

Bei vielen Krebsarten spielen MYC-Proteine eine wichtige Rolle. Einem Forschungsteam der Universität Würzburg ist es jetzt gelungen, diese Proteine indirekt zu beeinflussen – mit deutlichen Folgen für den Tumor. Gene aus der MYC-Familie sind für den menschlichen Organismus essenziell. Nach derzeitigen Erkenntnissen regulieren sie die Expression der meisten zellulären Gene. Eine Fehlsteuerung von MYC-Proteinen trägt wesentlich zur Entstehung vieler Arten von Krebs bei. Kein Wunder, dass MYC-Proteine im Fokus der Krebsforschung weltweit stehen. Aus Sicht der Wissenschaft könnten sie das…

Biowissenschaften Chemie

Krebsimmuntherapie mit veränderten CAR-T-Zellen noch wirksamer machen

Freiburger Forschende erzielten im präklinischen Modell eine deutlich verbesserte Anti-Tumor-Wirkung von CAR-T-Zellen. Die CAR-T-Zell-Therapie ist für viele Erkrankte mit Blut-, Knochenmark- oder Lymphdrüsenkrebs eine letzte Hoffnung, wenn andere Behandlungen wie Chemotherapie erfolglos bleiben. Ein limitierender Faktor der sonst sehr wirksamen und sicheren Therapie ist, dass die dabei eingesetzten Zellen schnell einen Erschöpfungszustand erreichen. Forschende der Universität Freiburg konnten diese Erschöpfung nun verhindern und so die Wirkung der Therapie im präklinischen Tiermodell deutlich verbessern. Die neuen Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature…

Biowissenschaften Chemie

Proteinvorrat für den Anfang eines neuen Lebens

Ein Säugetier-Embryo kann sich nicht von allein entwickeln. Bevor er sich in der Gebärmutter einnistet, versorgt die Eizelle den frühen Embryo mit allem Lebenswichtigen. Sie stellt unter anderem wichtige Proteine bereit. Forschende um Melina Schuh am Max-Planck-Institut (MPI) für Multidisziplinäre Naturwissenschaften haben nun gemeinsam mit Göttinger Kolleg*innen aufgeklärt, wie Eizellen Proteine auf Vorrat halten. Ihre Experimente liefern auch wertvolle Erkenntnisse dazu, wie Fehler bei der Proteinspeicherung zu Unfruchtbarkeit führen können. Eine entscheidende Rolle dabei spielen Strukturen der Eizelle, die Wissenschaftler*innen…

Medizin Gesundheit

Parkinson: Neue Hoffnung für „austherapierte“ Betroffene

Bei fortschreitender Parkinson-Erkrankung kommen Therapien zum Einsatz, die beispielsweise Operationen am Gehirn erfordern. Obwohl mehrere Optionen existieren, wird selten mehr als eine angewandt. Hilft diese nicht mehr, gelten Erkrankte meist als austherapiert. Eine Studie unter der Leitung von Forschenden der Technischen Universität München (TUM) zeigt nun, dass auch vermeintlich hoffnungslose Fälle noch von einem Therapiewechsel profitieren können. Parkinson ist nach Alzheimer weltweit die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Bislang ist die Erkrankung nicht heilbar, es können lediglich die Symptome behandelt werden. In…

Medizintechnik

Medizinische Bilddaten mit neuer Technologie einfacher und sicher analysieren und visualisieren

Medica 2023: In der Medizin fallen viele Daten an, etwa bei der Computertomographie. Auf dem Weg zur personalisierten Medizin sind sie wichtig. Verfahren der Künstlichen Intelligenz, wie zum Beispiel das maschinelle Lernen, lernen mit ihnen dazu und helfen, Diagnosen und Therapien künftig individuell zu zuschneiden. Solche Techniken sind aber noch mit Unsicherheiten behaftet. Ein Forscherteam aus Kaiserslautern und Leipzig arbeitet an einem System, das medizinische Daten automatisch analysiert und visualisiert, auch deren Unsicherheiten. Auf der Medizintechnikmesse Medica in Düsseldorf stellt…

Biowissenschaften Chemie

Atherosklerose: RNA-Schnipsel eröffnet Perspektive für neue Therapien

LMU-Forschende konnten erstmals zeigen, welche Rolle eine spezielle Mikro-RNA bei Atherosklerose spielt – und wie es gelingt, in diesen Signalweg einzugreifen. Atherosklerose gilt als Wegbereiter für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle. Trotz medizinischer Fortschritte steigen die Fallzahlen stetig; neue, spezifische Therapieansätze sind daher wichtiger denn je. Ein internationales Team um Professor Christian Weber, Direktor des Instituts für Prophylaxe und Epidemiologie der Kreislaufkrankheiten (IPEK) am Klinikum der LMU, und Professor Donato Santovito, Leiter der Forschergruppe „Translational Vascular Therapy“ am IPEK, hat nun ein…

Biowissenschaften Chemie

Geladene „Molekül-Bestien“ als Basis für neue Bindungen

Massenspektrometer sind High-Tech-Maschinen, die in unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle spielen. Als hochempfindliche Analysegeräte sind sie in Bereichen wie der medizinischen Diagnostik, der Qualitätskontrolle von Lebensmitteln oder dem Nachweis gefährlicher chemischer Substanzen unverzichtbar. Die Forschergruppe um Dr. Jonas Warneke am Wilhelm-Ostwald-Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Leipzig arbeitet daran, Massenspektrometer so zu modifizieren, dass sie für einen ganz anderen Zweck eingesetzt werden können: die chemische Synthese neuer Moleküle. Mit diesen so genannten „präparativen Massenspektrometern“ lassen sich chemische Verbindungen…

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