Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Wissenschaftlern am Heidelberger Max-Planck-Institut für medizinische Forschung gelingt direkte Beobachtung und Regulierung neuronaler Verschaltungen zwischen Gehirnzellen Eine Wissenschaftlergruppe um Rolf Sprengel und Volker Mack am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg ist es gelungen, die synaptische Plastizität von Gehirnzellen im Hippocampus von Mäusen sichtbar zu machen und durch die Gabe von Antibiotika zu regulieren (Science, 29. Juni 2001). Di
Deutschland zählt europaweit zu den Ländern mit der höchsten Selbstmordrate; jährlich 12.000 Menschen scheiden hierzulande freiwillig aus dem Leben. Besonders gefährdet sind Personen, die an einer psychischen Erkrankung wie einer Depression leiden; etwa 15% aller Patienten mit einer solchen “affektiven Störung” begehen Selbstmord. In jüngster Zeit mehren sich Hinweise, dass durch die Gabe von Lithiumsalzen Selbstmordversuche verhindert werden können. Das Bundesforschungsministerium fördert nun e
Arzneistoffe, die eiweißspaltende Enzyme bei ihrer Arbeit behindern, haben sich in der Vergangenheit schon mehrfach bewährt: Vor 20 Jahren stellten sie ein neues Konzept für die Therapie des Bluthochdrucks dar. 1996 brachten sie einen entscheidenden Durchbruch bei der Behandlung von AIDS. Weil in solchen Arzneistoffen aber ein noch größeres Potenzial steckt, stehen sie im Mittelpunkt eines Forschungsprojekts an der Uni Würzburg.
Die Arbeitsgruppe der Pharmazeutin Prof. Dr. Tanja Schirmeister be
Bei den so genannten Glaukomerkrankungen gehen im Auge Sehnerven zugrunde. Das kann zum Verlust der Sehkraft bis hin zur Erblindung führen. Fatal dabei ist, dass die Betroffenen meist keinerlei Beschwerden verspüren – bis es zu spät ist. Früherkennung und Vorsorge sind darum bei dieser Erkrankung äußerst wichtig.
Im Rahmen des europaweiten Projekts GLAUCAD, an dem die Augenklinik der Universität Würzburg beteiligt ist, soll ein computergestütztes Früherkennungssystem für Glaukomerkr
Der grüne Star ist eine leise schleichende Krankheit: Der Patient hat zunächst weder Beschwerden noch Schmerzen. Ein zu hoher Druck im Auge vermindert jedoch die Blutversorgung der Netzhaut und schädigt den Sehnerv irreversibel. Wird die Erkrankung nicht früh genug erkannt, fällt sie schließlich durch ein eingeschränktes Gesichtsfeld auf. Dieser »Tunnelblick« verengt sich im Laufe von Jahren immer weiter – bis zur völligen Erblindung. Um die Krankheit erfolgreich zu behandeln, müssen die exakten Dru
Rheumakranke in Deutschland sind medizinisch unterversorgt. Aktuelle Zahlen aus der bundesweiten Kerndokumentation, der Datenbasis der Arbeitsgemeinschaft der regionalen kooperativen Rheumazentren, zeigen erschreckende Defizite.
Darüber hinaus zeichnen sich bereits weitere Versorgungslücken ab: Weil die niedergelassenen internistischen Rheumatologen unter den derzeitigen Vergütungsbedingungen Probleme haben, mit ihren Praxen wirtschaftlich zu überleben, wandern viele in die hausärzt
Neues Krankheitskonzept sollte Behandlung und Abfindungspraxis verändern Die Behandlung der leichten, oft aber sehr hartnäckigen und langwierigen Form des so genannten Schleudertraumas mit einer Halskrause sowie die großzügige Abfindungspraxis der Haftpflichtversicherer könnte nach Meinung von Experten bald der Vergangenheit angehören. Da es sich in der Regel wohl nicht um eine Verletzung im Sinne einer strukurellen Schädigung, sondern um eine Muskelfunktionsstörung – eine Überlastung d
Computer der übernächsten Generation: Moleküle statt Schaltkreise? So wie wir heute über “vorsintflutige” Rechner schmunzeln, die noch mit Röhren arbeiteten, werden unsere Kinder oder Enkel für unsere heutigen Computer nur ein Kopfschütteln übrig haben. Denn soviel ist klar: Der Siliziumchip als Baueinheit stößt langsam an seine Grenzen. Eine signifikante Steigerung der Rechenleistung ist nur mit anderen Technologien möglich. Eine der Zukunftsvisionen ist der Rechner auf Basis von Molekülen, die
Giftige Schwermetalle wie Uran, Cadmium und Blei stören bereits in geringen Konzentrationen den Stoffwechsel von Pflanzen erheblich. Sie reagieren “gestresst”, bilden mehr spezifische Aminosäuren und Folgeprodukte als Schutz und haben ein geringeres Wachstum und verminderte Erträge. Diese Prozesse haben nun Ernährungswissenschaftler um Prof. Dr. Hans Bergmann an der Universität Jena an Gerste, Weizen sowie weiteren Nahrungs- und Wildpflanzen näher untersucht. Die Forscher stellten fest, dass auc
In ihrer aktuellen Ausgabe vom 28. Juni 2001 veröffentlicht die renommierte amerikanische Fachzeitschrift Nature Forschungsergebnisse eines Projekts, das unter maßgeblicher Beteiligung von Prof. Erwin Grill, Ordinarius für Botanik an der TUM, durchgeführt wurde. Zwei Forschungsgruppen von TU München und University of California San Diego (UCSD) gelang ein einzigartiger Einblick in die intrazelluläre Kommunikation an der Modellpflanze Arabidopsis. Die Oszillation von Calciumionen innerhalb der Ze
Nicht nur Frauen in den Wechseljahren, sondern auch viele Männer leiden mit fortschreitendem Lebensalter unter den Folgen einer nachlassenden Hormonproduktion. Im Gegensatz zu Frauen, denen mit der Hormonersatztherapie seit vielen Jahren eine etablierte Behandlungsmöglichkleit zur Verfügung steht, hat die Medizin den Problemen des alternden Mannes bislang erst sehr wenig Beachtung geschenkt. Dabei besteht auch bei Männern die Möglichkeit, den Symptomen eines mit fortschreitendem Alter zunehmenden H
Sicherer – Einfacher – Atraumatischer Die neu entwickelte Goldenberg Knochenmarkpunktionsnadel bedeutet einen wesentlichen Fortschritt in der Biopsie sowohl für den Arzt als auch den Patienten, denn jetzt ist die Knochenmarksprobe leichter zu entnehmen. Das punktierte Knochenmark wird durch die patentierte “Snarecoil-Technik” sicher festgehalten. Durch einfaches Umlegen des grauen
Kaum noch Kompromisse Kompromisse limitierten bis jetzt die Leistungsfähigkeit der Computertomographie: Das Akquirieren großer Volumen schließt dünne Schichten aus, lange Scanzeiten verursachen Bewegungsartefakte und damit schlechte Bildqualitäten. Wir haben die Herausforderung angenommen, Geschwindigkeit, Volumendarstellung und Detailtreue in Einklang zu bringen. Unsere Lösung: d
MARS Endouro wurde für endoskopische und urologische Anwendungen entwickelt, bei denen eine unmittelbare Röntgenkontrolle notwendig ist. Anwendungen mit Lithotriptern wurden gemeinsam mit der Firma Storz erprobt und die Eigenschaften des OP-Tisches entsprechend angepasst. Hervorragende Platzverhältnisse und Bewegungsfreiheit für den C-Bogen – diese Eigenschaften sind mit höchster Priorität rea
An vorderste Stelle rückt eine der international führenden Fachzeitschriften für Chemiker Ergebnisse der Grundlagenforschung am Institut für Organische Chemie der Universität Erlangen-Nürnberg. Die Juli-Ausgabe von “Inorganic Chemistry”, herausgegeben von der American Chemical Society, zeigt auf ihrem Titelblatt Aufnahmen der längsten linearen Kohlenstoffkette, die bisher strukturell charakterisiert werden konnte, und der am stärksten gebogenen Kohlenstoffkette, die derzeit bekannt ist. Die Beschre
Eine finnische Studie kommt zu dem Schluss, dass das Trinken von Cranberry-Saft diejenigen, die chronisch unter Harnwegsinfekten leiden, vor einem Rückfall zu schützen scheint Mehr denn je haben nun häufig unter Harnwegsinfekten Leidende einen wissenschaftlich belegten Grund, die Cranberry zu einem Bestandteil ihres Präventions-Programmes zu machen. Eine neue, am 29. Juni 2001 im British Medical Journal veröffentlichte Studie zeigt, dass bei regelmäßigem Genuss von Cranberry-Säften anscheinend