Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Biowissenschaftler der Universität Witten/Herdecke finden einen der Hauptauslöser der Krankheit und mögliche Ansätze für Therapie Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem künftigen Medikament zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit ist den Witten/Herdecker Biochemikern Barbara und Christian Kaltschmidt gelungen. Schätzungen zufolge leiden allein in Deutschland 1,4 Millionen, meist ältere Menschen, an der tückischen Gehirnerkrankung, die mit dem schleichenden Verlust der Persönlichkei
Um die ökologische Bedeutung von Wirk- und Signalstoffen bei Insekten, die Ermittlung von deren Struktur bis hin zur Funktion geht es bei dem neuen Bayreuther Graduiertenkollege 678, das am kommenden Samstag (14. Juli 2001) eröffnet wird. Eröffnung des Graduiertenkollegs 678 am 14. Juli Untersuchung der öklogische Bedeutung von Wirk- und Signalstoffen bei Insekten durch Doktoranden 1,5 Millionen DM für erste Förderperiode – Drei Gastredner zur Eröffnung Bayreuth (UBT). Um die ö
Tübinger Biochemiker an Firmenprojekt zur Entwicklung von Krebsmedikamenten beteiligt Bei der Entwicklung von neuen Wirkstoffen gegen Krebs arbeiten Dr. Frank Madeo und Prof. Kai-Uwe Fröhlich vom Physiologisch-Chemischen Institut der Universität Tübingen seit Anfang Juli für drei Jahre in einem neuen Projekt mit der Firma Xantos Biomedicine in Martinsried zusammen. Die Firma hat für das Forschungsprojekt “Entwicklung neuer Wirkstoffe für die Induktion von Zelltod bei der Therapie von Tum
Die Lähmung nach einem Schlaganfall ist kein unabänderliches Schicksal. Selbst Jahre nach dem Ereignis lernen Patienten wieder, “mit den Muskeln zu spielen”. Dank des Taubschen Bewegungstrainings, das Jenaer Psychologen um Prof. Dr. Wolfgang H. R. Miltner gemeinsam mit amerikanischen Kollegen entwickelt haben, kehrt Leben zurück in die matten Gliedmaßen. Rund die Hälfte der Schlaganfallopfer in Deutschland hält Miltner noch für therapierbar – selbst Jahre nach dem Ereignis. Morgen fliegt er in
Eine Enzymsalbe und ein täglich gewechselter Spezialverband sollen offene Beine schneller heilen lassen. Bochumer Mediziner suchen Patienten als Teilnehmer. Mit täglich gewechselten Spezialverbänden und einer Enzymsalbe versuchen Mediziner der Dermatologischen Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum im St. Josef Hospital (Direktor: Prof. Dr. Peter Altmeyer, Oberarzt: Dr. Markus Stücker) offenen Beinen besser beizukommen. Eine Studie soll nun zeigen, ob die chronischen Wunden mit d
Manche Patienten, die bei einer Infektion der Harnwege erfolgreich mit Antibiotika behandelt wurden, erleiden schon bald nach der Genesung wieder dieselbe Infektion. Töten also die verwendeten Antibiotika auch wirklich alle Bakterien zuverlässig ab? Diese Frage soll bei einem Forschungsprojekt an der Universität Würzburg geklärt werden. Harnwegsinfektionen sind, nach den Infektionen der Atemwege, die zweithäufigste Form von Infektionskrankheiten in Deutschland. Die Mehrheit der Harnwegsin
EU-Chemikalienpolitik: Risikoanalysen stärken Gesundheits- und Umweltschutz Ergebnisse eines Vergleichs: EU, Japan, USA In den USA werden jährlich etwa dreimal soviel neue chemische Stoffe angemeldet wie in der EU. Das europäische System der Chemikalienkontrolle ist zu bürokratisch und zu starr, denn die Testanforderungen für Chemikalien hängen hier in erster Linie vom Produktionsvolumen bzw. der Einfuhrmenge und nicht vom Risiko ab. Diese geringe Flexibilität führt auch z
Ein Merkmal lebender Zellen ist der Transport von Eiweißen (Proteinen) und anderen Zellbestandteilen zwischen verschiedenen Bereichen der Zelle. Dazu werden die Proteine in Bläschen oder röhrenähnliche Strukturen sortiert, die das Ziel des Transportes bestimmen. Arbeitsgruppen in der ganzen Welt untersuchen derzeit diesen zellinternen Sortierungsprozess. Wissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen und der Universität Cambridge (England) ist es jetzt erstmals
Die Sektion Schilddrüse der Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie warnt vor den Folgen einer zu geringen Schilddrüsenhormonsubstitution Mehr als 2% aller Frauen (ca. 500.000 bundesweit) müssen in Deutschland wegen Funktionsstörungen der Schilddrüse lebenslang Schilddrüsenhormon einnehmen. Eine aktuelle Untersuchung (1) zeigt, dass bei gleichzeitiger Anwendung von Östrogenen, z.B. zur Empfängnisverhütung oder als Hormonersatzbehandlung, sich eine Unterfunktion der Schilddrüse entwickeln kann.
Dr. Ulrich Hengge, Privatdozent an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Universitätsklinikums Essen, entwickelt derzeit eine Creme, die Erbinformationen in den Körper transportiert. Durch diese Gencreme wird es möglich, verschiedene Eiweiße (Proteine) im Körper herzustellen, wobei die dafür notwendigen Erbinformationen in spezielle Fettkügelchen – sogenannte Liposomen – verpackt werden. Diese transportieren die Erbinformationen und verschmelzen mit der Haut
Mit 3-D-Ganzkörper-Laserscannern ermittelten Forscher des Bekleidungsphysiologischen Instituts Hohenstein in Bönnigheim im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen “Otto von Guericke” (AiF) die aktuellen Körperdaten von Frauen für die Bekleidungsindustrie. Aus dieser berührungslosen Reihenvermessung wurden Körpermaß- und Marktanteiltabellen abgeleitet und Konstruktionsgrundlagen für die Entwicklung von Miederbekleidung erarbeitet. Im Vergleich zur manuellen Maßerfassung
Die Operation war erfolgreich: Engstellen in den Herzkranzgefäßen sind beseitigt, die akute Gefahr eines Infarkts ist gebannt. Doch einige Monate oder auch ein Jahr später wird die Blutzufuhr an genau denselben Stellen wieder abgeschnürt. Neue Risikofaktoren entstehen zugleich mit dem Eingriff, der Abhilfe schafft. Bis zur Hälfte der Patienten haben deshalb mit einem Rückfall zu rechnen, wenn Koronararterien geweitet werden müssen. Eine Strahlenquelle, die in die Blutgefäße eingeführt werden ka
Anlässlich der 500. Lebertransplantation haben Ärzte des Klinikum der Universität München einen Überblick über die Entwicklung der Transplantationsmedizin, hier vor allem in der Hepatologie, gegeben. 1963 wurde erstmals eine Leber durch Thomas Starzl in den Vereinigten Staaten transplantiert. Die Verbesserung der Konservierungsmöglichkeiten explantierter Organe sowie die Entwicklung neuer Immunsuppressiva verbesserten die Sicherheit der Lebertransplantation stetig. 1985 wurde dieses Ther
Stellungnahme der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften zur Frage des reproduktiven Klonierens von Menschen Die öffentliche Diskussion zum Thema Klonierung von Menschen verläuft gegenwärtig sehr plakativ und unstrukturiert. Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ist der Ansicht, dass eine Differenzierung der Argumente unverzichtbar ist. Vor diesem Hintergrund gibt die Akademie folgende Erklärung zum reproduktiven Klonieren von Menschen ab. In dem hier d
Mit ihren Barthaaren (Vibrissen) können Robben sich in trüben Gewässern orientieren: Sie sind in der Lage, winzige Wasserbewegungen, die von bewegten Körpern unter Wasser ausgehen, über Distanzen bis zu 40 Metern zu verfolgen. Diese erstaunliche Fähigkeit der marinen Säugetiere wiesen Biologen der Ruhr-Universität (PD Dr. Guido Dehnhardt, Allgemeine Zoologie und Neurobiologie) in Zusammenarbeit mit Forschern der Universität Bonn (Prof. Dr. Horst Bleckmann, Abteilung für Vergleichende Neurobiolog
Vogelfedermilben stehen im Mittelpunkt der Arbeit eines internationalen Wissenschaftlerteams in Vechta. Mit ihrer Hilfe lassen sich Verwandschaftsbeziehungen der von den Milben besiedelten Vögel klären. Im Verlauf der Arbeit konnten bereits über 40 bislang unbekannte Arten der Spinnentiere wissenschaftlich beschrieben werden. VECHTA. Vogelfedermilben sind nur knapp 0,5 mm klein und leben im Gefieder der Vögel – dies macht die kleinen Spinnentiere, von denen bislang etwa 2.000 Arten bekan