Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Erstmals ist es möglich, nicht mehr nur die Symptome der Herzrhythmusstörung zu behandeln, sondern einige Formen der Krankheit zu heilen. Die in den USA und Europa entwickelte Katheterablation ist seit einiger Zeit auch in Deutschland im Vormarsch, kann hier aber nur an wenigen Zentren durchgeführt werden. Knackpunkt der Katheterablation ist die Unterbrechung der als Impulsleiter fungierenden überflüssigen Leitungsbahnen. Unser Herz schlägt in einem bestimmten Rhythmus. 70 bis 80 mal in
AWI-Wissenschaftler und US-Kollegen entdecken Bestandskontrolle bei Planktonkrebsen durch Auffressen der Nachkommen, veröffentlicht im Wissenschaftsmagazin Nature vom 9. August (Density-dependent mortality in an oceanic copepod population, Nature vom 9.8.2001, M. D. Ohman, Scripps Institution of Oceanography, San Diego, USA und H.-J. Hirche, Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven) Anhand intensiver Probenahmen in der Norwegischen See und der Anwendung einer n
Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried haben ein neues Verfahren entwickelt, das zum schnelleren Nachweis von BSE (bovine spongiforme Encephalopathie) bei Rindern geeignet ist. Sowohl die BSE-Erkrankung bei Rindern als auch die verwandte Creutzfeldt-Jacob-Krankheit beim Menschen werden durch Prionen übertragen. Infektiöse Prionen bestehen aus einem fehlgefalteten Protein, dem Scrapie-Prionprotein (PrP-Sc). PrPSc entsteht aus dem zellulären, nicht krank machend
Bis heute gibt es noch kein Therapieverfahren zur Heilung von Querschnittlähmungen. Düsseldorfer Wissenschaftler haben jetzt im Tierexperiment gezeigt, dass Hoffnung besteht: Die Faserbahnen im Zentralnervensystem können regenerieren. Wird eine Nervenfaser (Axon) durchtrennt, so führt das unweigerlich zum Untergang des abgetrennten Axonsegments. Die genauen Gründe für dieses Reparaturdefizit im Zentralnervensystem (ZNS) sind derzeit noch wenig erforscht. Die Suche nach den molekularen Urs
Die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN e. V.) hat Ihren Service für Patienten und interessierte Bürger erweitert. Auf der DGN-Homepage (http://www.nuklearmedizin.de) steht im DGN-Infoservice mit der “Patienten-Info” eine neue Rubrik zur Verfügung: Sie beinhaltet eine umfangreiche Online-Information zu nuklearmedizinischen Verfahren und eine Datenbank aller Radioiodtherapiezentren (Schilddrüsentherapie) in Deutschland. “Nuklearmedizin-Online” bietet allgemeinverständliche Informationen
Weltweit größte Datenbank zur Kontaktallergie an der Uni Göttingen – Bereich Humanmedizin
5,7 Millionen Deutsche, das sind sieben Prozent der Bevölkerung, erkranken jährlich an einem allergischen Kontaktekzem. 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung sind gegen Stoffe des täglichen Bedarfs, mit denen die Haut in Berührung kommt, sensibilisiert. Bei diesen kann jeder Kontakt erneut zum Ausbruch der Krankheit führen. Prävention steht deshalb beim Thema “Kontaktekzem” an erster Stelle: “Im Gegensat
Bonner Mediziner haben weltweit erstmalig einen Patienten operiert, bei dem ein neuartiges Kathetersystem zum Einsatz gekommen ist. Zur Behandlung eines 49 Jahre alten Patienten, der unter Vorhofflimmern litt, verwendeten Priv.-Doz. Dr. med. Thorsten Lewalter und Prof. Dr. Berndt Lüderitz von der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums Bonn das neue System, bei dem ein einzelner Katheter zum erkrankten Vorhof des Herzens vorgeschoben wird. Mit dem Mikrokatheter können di
Ungewöhnliche Silber-Fluor-Verbindungen sollen potenzielle Hochtemperatur-Supraleiter sein Bereits vor fast hundert Jahren wurde das Phänomen der Supraleitung entdeckt – und hat bis heute nichts von seiner Faszination verloren. In den Bann dieser Faszination sind auch Roald Hoffmann (Nobelpreis für Chemie 1981 zusammen mit K. Fukui) und Wojciech Grochala geraten. Anhand von theoretischen Betrachtungen sagen die beiden Chemiker nun vorher, dass eine ausgefallene Verbindungsklasse, so genannte Flu
Die Natur hat Heilkraft – um ihr zum Wohle der Menschen auf die Sprünge zu helfen, forschen Wissenschaftler momentan daran, das wirksame Antikrebsmittel Taxol aus der Eibe zu gewinnen. An diesem vielversprechenden Ansatz sind auch Forscher der TU Berlin beteiligt, die zunächst Gene für bestimmte Enzyme aus der Eibe isolieren und anschließend in einen Wirtsorganismus übertragen. Das Ziel ist eine schnelle und kostengünstige Herstellung von Taxol. Sie sind immergrün, tragen im Herbst leuch
Wissenschaftlern des Instituts für Biotechnologie der TU Berlin gelang es, ein ungewöhnliches Bakterium aus dem Schlamm der Saale zu isolieren. Das Isolat “Stamm CBDB1” ist auf die Veratmung von Chlorbenzolen angewiesen, so wie Säugetiere von Sauerstoff abhängig sind. Es ist das erste Bakterium der neu beschriebenen Dehalococcoides-Gruppe, das auf einem rein synthetischen Medium wächst. Die bei der Isolierung von Stamm CBDB1 entwickelten Methoden werden die Kultivierung, Isolierung und Charakter
Gentechnik im Spannungsfeld von Naturwissenschaft und Ethik Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses Weltweit bekannte Wissenschaftler tauschen ihre Forschungsergebnisse an der RUB aus: Vom 9.-12. September findet in Bochum die Herbsttagung der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) statt. Die Nobelpreisträger Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard (Tübingen, Entdeckungen über die genetische Kontrolle der frühen Embry
Schon wieder knapp vier Milliarden Mark Mehrausgaben wegen ernähungsbedingter Krankheiten im Vergleich zum Vorjahr, erläuterte Professor Dr. rer. nat. Rudolf Schmitz, Präsident des Deutschen Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in Bad Aachen aus Anlass der diesjährigen Jahrespressekonferenz des Instituts. Für dieses Jahr bezifferte er die Kosten auf 148,575 Milliarden Mark. Trotz der Bemühungen verschiedener Institutionen (DIET e.V., DGE e.V., VFED e.V., AID e.V.) auf ernähr
Die digitale Welt hat auch in Arztpraxen und Krankenhäusern Einzug gehalten. Statt mit alten Röntgenfilmen oder Fotos werden Bilder vom Inneren des Körpers zunehmend digital aufgenommen, bearbeitet, übermittelt und archiviert. Die Vorteile liegen auf der Hand: Patienten werden mit weniger Strahlung belastet und sie erhalten eine schnellere und genauere Diagnose. Denn die Fachleute können Aufnahmen verschiedener Verfahren miteinander kombinieren, sie bearbeiten und schneller aus einem Berg von Patie
MHH-Professor Michael P. Manns ist Sprecher des bundesweiten Netzes Am vergangenen Freitag fiel die Entscheidung: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit 25 Millionen Mark das “Kompetenznetz Hepatitis” (HEP-NET). Damit sollen ab dem Spätsommer 2001 über fünf Jahre die bundesweite Erforschung der Leberentzündungen durch Viren unterstützt sowie einheitliche Diagnose- und Therapiestandards entwickelt werden. Auch epidemiologische Daten werden im HEP-NET gesammelt.
RUB-Neurophysiologen haben jetzt herausgefunden, dass Nachbarzellen die Aufgabe von zerstörten Gehirnbereiche mit übernehmen können. Doch nur für kurze Zeit nach der Schädigung erhält das Gehirn die Regenerationsfähigkeiten jugendlicher Zellen zurück. Gehirn wird wieder jung Nervenzellen lernen nach Verletzung MedRUBIN: Zweites RUBIN-Sonderheft erschienen Verletzungen im Gehirn oder ein Schlaganfall können einen blinden Fleck im Gesicht
Zahnersatz zu optimieren, ist das Ziel der neuen interdisziplinären Forschungsgruppe “Zahnmedizinische Biotechnologie”. Wissenschaftler der Fridericiana sowie Zahnmediziner aus Karlsruhe und Freiburg beschäftigen sich in dieser Gruppe vor allem mit Zahnimplantaten und ihrer Belastung über Brücken und Prothesen.
Seit etwa drei Jahren befassen sich in zwei von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekten Dr. Jürgen Lenz vom Institut für Wissenschaftliches Rechnen und Math