Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Honig – wer isst ihn nicht gerne, den gesündesten und natürlichsten Süßstoff? Doch trotz der Liebe zu dem süßen Erzeugnis ist nur wenigen bewusst, wie ökologisch bedeutsam sein Produzent, die Honigbiene, ist. Wird die Biene von Parasiten befallen, hat dies zum Teil dramatische Auswirkungen zur Folge. So etwa bei der sogenannten “Varroatose”, einer Parasitose der erwachsenen Bienen, Larven und Puppen, die durch die Milbe Varroa destructor (zuvor jacobsoni) verursacht wird. Sie stellt zur Zeit wel
Der Zitronenfalter ist das Insekt des Jahres 2002. Der leuchtend gelbe Falter ist das Männchen, das im Frühjahr als erster Schmetterling auffällt. An Waldrändern patrouilliert er auf Brautschau und wirbelt dann in wilder Jagd hinter den blass weißlichgrün gefärbten Weibchen her. Die Eier werden an Waldsäumen abgelegt. Die Raupen des Schmetterlings leben vor allem an zwei Baumarten, dem Faulbaum und dem Kreuzdorn. Gartenbesitzer, deren Gärten in Waldnähe liegen, und besonders Förster könn
Erstmalig hat die Kaufmännische Krankenkasse – KKH heute in Berlin ihren mit 55.000 Mark dotierten Innovationspreis Diagnostik vergeben. Ausgezeichnet wurden vier Arbeiten. Alle stellen neue, verbesserte Verfahren zur Früherkennung von Krankheiten dar. Der erste Preis geht an Dr. med. Carsten Goessl (35) von der Freien Universität Berlin. Am Klinikum Benjamin Franklin widmet sich der Urologe dem Thema der Früherkennung des Prostatakarzinoms. Mit einer einfachen Probe Körperflüssigkeit (Urin ode
Jomaa Pharmaka isoliert erstmalig den Immunmodulator “HMB-PP” In ihren Forschungen zur Entwicklung neuer Immunmodulatoren ist der Jomaa Pharmaka GmbH ein wichtiger wissenschaftlicher Durchbruch gelungen. In Zusammenarbeit mit den Universitäten und den Universitätskliniken in Gießen, Marburg und Frankfurt konnte ein hochaktiver Stoff aus Bakterien isoliert werden, mit dem pathogene Mikroorganismen in der Lage sind, das menschliche Immunsystem zu unterwandern und chronische Infektionen zu etablie
Den Gesundheitswesen aller westlichen Länder stehen große Veränderungen bevor, und über die notwendigen Reformen müssen die Gesellschaften einen Konsens herstellen. Der Tübinger Medizinethiker Prof. Urban Wiesing möchte eine offene und transparente Diskussion über die ethischen Grundüberzeugungen, die medizinischen und gesundheitspolitischen Entscheidungen zugrunde liegen, anregen. Gerechtigkeit im Gesundheitswesen Tübinger Ethiker über moralische Grundlagen von medizinischen Entschei
Am 22.11.2001 begann in Magdeburg eine Fachtagung zu aktuellen Themen der Gynäkologie und Reproduktionsmedizin. Hormone sind wahre Tausendsassas. Direkt oder indirekt beeinflussen sie alle Körperfunktionen inklusive der Fortpflanzung. In den vergangenen 20 Jahren lernten die Wissenschaftler die hormonellen Regulationen immer besser verstehen und gezielt in sie einzugreifen. Einige neue Ergebnisse der Behandlung der weiblichen Unfruchtbarkeit und der Beschwerden als Folge der Wechseljahre wurden
BioRegion Rhein-Neckar-Dreieck hat Konkurrenten München und Berlin-Brandenburg bereits überholt – Aus der Mitgliederversammlung des BioRegion Rhein-Neckar-Dreieck e.V. Heidelberg ist nicht nur wegen seines Codex Manesse oder der Universität weltbekannt. Von vielen Einheimischen gar nicht so recht registriert, von internationalen Forschungsinstituten dafür um so mehr, blühen und wachsen Im Neuenheimer Feld und anderen “Randbezirken” der Stadt Biotech-Firmen, die Heidelberg in Kürze zu ein
Am Bremer Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie wird am 26. November 2001 die neue Abteilung Molekulare Ökologie eröffnet. Das Bremer Max-Planck-Institut beschäftigt sich mit Mikroorganismen aus dem Meer, deren Rolle im globalen Zyklus der Elemente im Vordergrund steht. Mit seinem jungen Team von derzeit mehr als 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern versucht Prof. Dr. Amann Einblick in die Geheimnisse der Verteilung und Funktion von Mikroorganismen zu bekommen Am Breme
Im Rahmen des MEDICA-Kongresses “Innovationen in der Medizintechnik” wurden heute in Düsseldorf die Siegerinnen und Sieger des “Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik” vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) prämiert. Mit diesem Wettbewerb bietet das BMBF innovativen Forschungsansätzen in der Medizintechnik die Chance zur Verwirklichung. So soll jeweils in einem Schlüsselexperiment die Machbarkeit eines neuen Verfahrens oder einer neuen Technik nachgewiesen werden.
Gesichtsfeldeinschränkungen wie Hemianopsie, Skotome, Quadrantenanopsie, “Tunnelblick” sind die häufigsten visuellen Wahrnehmungsstörungen infolge einer zerebralen Verursachung. Bisher galten Gesichtsfelddefekte dieser Art als nicht therapierbar. Mittels eines erstmals von NovaVision (Magdeburg) entwickelten computergestützten Trainingsprogramms erzielen 95 Prozent der Patienten einen Zugewinn an Sehfähigkeit. NovaVision entwickelte ein weltweit innovatives computergestütztes Trainingspr
Wenn Schwangere so genannte nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) einnehmen, gefährdet dies das Ungeborene nicht. Fehlbildungen oder ein reduziertes Geburtsgewicht sind nicht häufiger als bei Frauen, die solche Medikamente nicht benötigen. Allerdings ist die Zahl von Fehlgeburten bei den Frauen, die NSARs einnehmen, etwas erhöht. Dies belegt eine große Untersuchung in Dänemark, über die Experten in der Fachzeitschrift InFo Neurologie & Psychiatrie berichten. Schmerzmittel wie nichtsteroi
Bis zu einem Viertel der Patienten, die sich einer Bypass-Operation, leidet nach sechs Monaten noch unter operationsbedingten neuropsychologischen Defiziten. “Wenn Patienten bereits vor dem Eingriff solche Störungen haben, wären sie daher – falls dieses möglich ist – eher Kandidaten für eine Stent-Implantation als für eine Bypass-Operation”, betonen Experten der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in der Fachzeitschrift InFo Neurologie&Psychiatrie. Rund 75000 Patienten unterziehen sich
Interdisziplinäre Zusammenarbeit verbessert Heilungschancen Mit 890.000 Mark unterstützt die Deutsche Krebshilfe an der Technischen Universität München die Gründung eines interdisziplinären Tumortherapie-Zentrums. Mit modernster Kommunikationstechnik wollen Ärzte verschiedenster Fachrichtungen gemeinsam individuelle Behandlungskonzepte für ihre Krebspatienten entwickeln. Kernstück ist eine tägliche Tumor-Board-Konferenz, eine Konsiliarrunde, bei der Patientenbefunde zusammengeführt und disku
Seit mehr als 40 Jahren besteht an der Universität Rostock ein Rehabilitationszentrum für Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und Gesichtsfehlbildungen. In dieses Zentrum sind verschiedene Fachgebiete der Zahnmedizin und Medizin integriert, wie Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Kieferorthopädie, Prothetische und Konservierende Zahnheilkunde, Logopädie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Kinderheilkunde. In diesem Zentrum wurde bisher mehr als 2000 Patienten interdisziplinär betreut.
Forschungsteam der Universität Bielefeld fordert bessere Koordination von Familien-, Jugend- und Drogenhilfe mit der ärztlichen Versorgung – Hilfe für drogengefährdete Jugendliche kommt meist zu spät Der Konsum von legalen und illegalen psychoaktiven Substanzen setzt immer früher ein. Schon im Grundschulalter haben Medikamente mit schmerzstillender oder leistungssteigernder Wirkung große Verbreitung. Im Alter von sieben Jahren gibt es die ersten Probierer von Zigaretten, im Alter von neun die er
Erhöhte Cholesterin- und Hämoglobinwerte (roter Blutfarbstoff) im Blut bewirken ähnlich wie das Rauchen bei Männern ein im Verhältnis zum tatsächlichen Alter deutlich älteres Aussehen. Frauen dagegen sehen eher bei erniedrigten Bilirubinwerten (gelber Gallenfarbstoff) und erhöhten Eiweißmengen im Blutplasma gealtert aus. Dies berichtete die BBC am Montag. Die Altersforscher des Londoner Imperial College unter der Leitung von Prof. Dr. Chris Bulpitt hatten in ihrer Studie das Alter von 447 Verwa