Erhöhte Cholesterin- und Hämoglobinwerte (roter Blutfarbstoff) im Blut bewirken ähnlich wie das Rauchen bei Männern ein im Verhältnis zum tatsächlichen Alter deutlich älteres Aussehen.
Frauen dagegen sehen eher bei erniedrigten Bilirubinwerten (gelber Gallenfarbstoff) und erhöhten Eiweißmengen im Blutplasma gealtert aus. Dies berichtete die BBC am Montag. Die Altersforscher des Londoner Imperial College unter der Leitung von Prof. Dr. Chris Bulpitt hatten in ihrer Studie das Alter von 447 Verwaltungsangestellten zwischen 38 und 57 Jahren von zwei Krankenschwestern und einem Arzt schätzen lassen. Ihre Beurteilung war generell richtig. Männer sahen jedoch den Schätzungen zufolge eher vier Monate älter aus, Frauen rund sechs Monate jünger.
Studienleiter Bulpitt erklärte zu diesen Ergebnissen, dass man sicherlich erwartet habe, dass graue Haare und Glatzköpfigkeit mit einem älteren Aussehen in Verbindung gebracht werden. Wirklich überrascht habe die Forscher allerdings der Zusammenhang von Aussehen und Hämoglobin- sowie Cholesterinwerten im Blut. Die neuen Erkenntnisse führen bei den Experten zu der Annahme, dass es eine Verbindung mit dem Blutgefäßsystem gibt. So könnten etwa die kleinen Blutgefäße in der Haut durch Cholesterin oder Rauchen geschädigt werden und in der Folge zu einem älteren Aussehen führen. In der Untersuchung fanden die Forscher keinen Zusammenhang zwischen dem Aussehen und Alkoholkonsum oder der Arbeitsplatzsituation einer Person.



