Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Perkutane Vertebroplastie bei vorerst 23 Patienten erfolgversprechend Mediziner der Sunnybrook Regional Cancer Centre in Toronto (TSRCC) haben Krebspatienten erfolgreich eine knochenzementartige Substanz gegen Schmerzen injiziert. Der lähmende Schmerz wurde durch die Ausbreitung des Tumors auf die Wirbelsäule oder durch Osteoporose ausgelöst. Bisher wurde die Behandlung bei 23 Patienten durchgeführt. Der Fachausdruck dafür heißt perkutane Vertebroplastie. Dabei wird Knochenzement wir
Creosote-Strauch in Palm Springs Wüste bis 11.700 Jahre alt Amerikanische Wissenschaftler haben in der Palm Springs Wüste das älteste Lebewesen der Erde entdeckt: der Creosote-Strauch (Larrea tridentata) wird auf mindestens 11.000 Jahre geschätzt. Das verdörrte Buschwerk verfügt über erstaunliche Fähigkeiten und kann bis zu zwei Jahre ohne Wasser auskommen. In der Wüste von Palm Springs herrschen häufig Temperaturen bis zu 45 Grad Celsius und heftige Stürme bis zu 160 Stundenkilometer fe
Die zunehmende Widerstandsfähigkeit (Resistenz) von Bakterien gegen Antibiotika macht den Ärzten derzeit große Probleme. Dies berichtet Prof. Dr. Volker Schuster von der Universitätskinderpoliklinik Leipzig im Hinblick auf eine bevorstehende Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie. So wirken zum Beispiel früher gut wirksame Antibiotika gegen schädliche Keime auf Intensivstationen nicht mehr. Bestimmte Eitererreger (Staphylokokken) gelten sogar als multiresistent
Das erste Institut für Multiple-Sklerose-Forschung in der Bundesrepublik soll in Göttingen errichtet werden. Die Vertragsunterzeichnung zwischen der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und dem Bereich Humanmedizin der Georg-August-Universität fand heute, am 6. März 2002, in Anwesenheit des Niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kultur, Thomas Oppermann, im Universitätsklinikum Göttingen statt. “Der Zuschlag der Hertie-Stiftung ist eine hohe Anerkennung für die Exzellenz der hier arbeitenden Wi
Chemiker der Universität Göttingen und des Boston College in Massachusetts (USA) haben eine neue Methode zur gezielten Erzeugung stabiler kugelförmiger Kohlenstoffmoleküle – so genannter Fullerene oder auch “Buckyballs” – entwickelt. Die Forschungsergebnisse werden in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science vorgestellt. Die symmetrisch aus fünf- und sechsgliedrigen Ringen von Kohlenstoffatomen aufgebauten millionstel Millimeter kleinen Moleküle können, chemisch leicht verändert,
Es gibt doch eine Rheumadiät! DIET: Eine arachidonsäurearme Kost und Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl reduzieren den Rheumaschmerz Jahrzehntelang galt, dass keine “Rheumadiät” existiert, doch eine arachidonsäurearme, mit Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl angereicherte Ernährungsweise hilft Menschen, die unter Rheuma leiden, erklärt heute Sven-David Müller vom Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in Bad Aachen. Neben der medikamentösen, chirurgischen und physikalis
Die Kosten chronischer Rückenschmerzen vermindern Über ein Modell des Gesundheitsmanagements Die Gesundheit ist uns teuer. Teuer kommt ihre Wiederherstellung gegebenenfalls zu stehen, diejenigen, bei denen wir sie versichert haben, und im Endeffekt uns selbst. Das Geld, das dafür aufzuwenden ist, fehlt in zunehmendem Maße. Das führt zu Überlegungen darüber, in welcher Weise sich auf den Prozess der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und damit der Wiederherstellung von Gesundheit
Ärzte haben immer größere Probleme, Patienten mit Magengeschwüren schnell zu helfen. Denn Helicobacter-Keime, die Magenkrankheiten auslösen können, sprechen seltener auf Antibiotika an als früher. «Der Erreger ist in den vergangenen Jahren unempfindlicher gegen die eingesetzten Medikamente geworden», sagte Manfred Kist vom Nationalen Referenzzentrum für Helicobacter am Montag bei einer Tagung des Robert Koch-Instituts in Berlin. «Blindtherapien helfen oft nicht mehr.» In Deutschland
Studie erforscht Mechanismus der Abwehrreaktion von Pflanzen Pflanzen können sich effektiv gegen Bakterien und Pilze schützen. Um zu erfahren, wie sich Resistenzen bei Pflanzen bilden wurde die molekulare Basis der Abwehrreaktion genauer untersucht. Dabei identifizierten Forscher einen speziellen Mechanismus, der bei der Infektion eingeleitet wird. Diese Erkenntnisse sollen genutzt werden, um Pflanzen mit hoher Resistenz zu züchten. Die National Science Foundation (NSF) und das U.S. Landw
Zellen wandeln sich zu funktionsfähigen Neuronen Forscher des Salk Institute for Biological Studies haben den Nachweis erbracht, dass auch im vollentwickelten Gehirn neue Hirnzellen wachsen und reifen können. Die neu gebildeten Hirnzellen wandeln sich in funktionsfähige Neuronen, ein Nachweis, der durch eine neue Markierungstechnik gelungen ist. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die neu entstehenden Nervenzellen die Aufgabe haben, abgestorbene Hirnzellen zu ersetzen. Sie könnten
Prinzesschen und Jonas treten Rückreise an Liegt da etwa schon Frühling in der Luft? Das Storchenpaar Prinzesschen und Jonas haben ihre Rückreise angetreten. Das Delikate daran: Im Herbst beim Flug in den Süden trennten sich die beiden Störche und verbrachten ihren Winterurlaub getrennt. Während Prinzesschen einen wahren Langstrecken-Marathon über die Ostroute bis nach Südafrika (das sind rund 12.000 km) zurücklegte, flog Jonas über die Westroute nur nach Spanien. Zur Zeit ist Prinzessc
Erwachsene Klone haben erhöhten Anteil an Körperfett Wissenschaftler der University of Cincinnati haben nachgewiesen, dass geklonte Mäuse im Erwachsenenalter Übergewicht entwickeln. In der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Nature Medicine (Vol.8, Nr.3, S. 262 – 267) schreiben die Forscher, dass die geklonten Mäuse nicht nur größer als normale Mäuse waren, sondern auch einige Merkmale von Übergewicht zeigten. Dazu zählten ein signifikant erhöhter Anteil von Körperfett sowie ein erhöhter In
Leipziger Chemiker haben bei der Erforschung von Metallkomplexverbindungen mit der Synthetisierung einer speziellen Eisen-Nickel-Verbindung einen Volltreffer erzielt. Mit deren Hilfe kann Stickstoffmonoxid, dessen Bedeutung für den Organismus erst in jüngster Zeit erkannt wurde, besser bestimmt werden als bisher. Die Forschung über Metallkomplexverbindungen, das sind chemische Verbindungen, bei denen ein zentrales Metallatom sich mit anorganischen oder organischen Molekülen bzw. Ionen (“
Durch den anhaltenden Gründerboom in der deutschen Biotechnologie-Landschaft haben sich die Berufsaussichten von BiologInnen um 180° gegenüber der landläufigen Meinung ins Positive gedreht. Informationen zum Arbeitsmarkt und Kontaktmöglichkeiten zu künftigen Arbeitgebern bietet der Verband deutscher Biologen (vdbiol) auf seinem “Forum BioBerufe” vom 12.-13.3. an der Universität Düsseldorf. Nicht nur “Biotec”, sondern auch “Ökologie”. Forum BioBerufe – Beruf und Karriere in den LifeScienc
Trotz Mutationen sind Lotuspflanzen hunderte Jahre lang keimfähig geblieben Der amerikanischen Forscherin Jane Shen-Miller ist es gelungen, 200 bis 500 Jahre alte Samen des heiligen Lotus (Nelumbo nucifera) zum Keimen zu bringen. Das berichtet das amerikanische Wissenschaftsmagazin “Journal of Botany” in seiner jüngsten Ausgabe. Das Forscherteam der University of California sammelte die Samen in einem ausgetrockneten See in Nordost-China. Mit der Radiokarbonmethode wurden die Samen au
MRM-Aufnahmen mit 250.000-fach höherer Auflösung wie Magnetresonanz-Scans Fortgeschrittene Bildgebungstechnologien haben es Forschern des Duke Centers for In Vivo Microscopy ermöglicht, 3D-“Magnetresonanz-Mikroskop”-Bilder (MRM) von Mäusen herzustellen. Die Bilder besitzen eine 250.000 Mal höhere Auflösung als Magnetresonanz-Scans (MRI) für die Diagnose menschlicher Erkrankungen. Das so genannte “Visible Mouse”-Projekt eröffnet Forschern eine neue Ära in der Verwendung von Mausmodellen z