Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Verlierer werden besonders zu höherem Risiko verleitet Das menschliche Gehirn benötigt eine viertel Sekunde, um das Ergebnis am Spieltisch als Gewinn oder Verlust einzuordnen. Darüber hinaus dauert die Wahl des nächsten Zuges wenige Sekunden. Das heißt, dass Spieler nach einem Verlust beinahe automatisch die Entscheidung für ein höheres Risiko fällen, so die Psychologen William Gehring (Bild stehend) und Adrian Willoughby von der University of Michigan, Ann Arbor. Dies bedeute, dass blit
Liste enthält derzeit 40 Medikamente – Generika-Produzenten sprechen von Durchbruch Die Weltgesundheitsorganisation (WHO)hat eine Liste von HIV-wirksamen Medikamenten veröffentlicht, die den WHO-Empfehlungsstandards entsprechen. Derzeit sind 40 Medikamente von acht Produzenten unter gelistet. Die Qualitätserhebung der Medikamente soll die Behandlung in Entwicklungsländern verbessern. Unterstützt wird die Initiative von der UNICEF, UNAIDS, vom UN-Population Fund (UNFPA) und der Weltbank.
Bundesförderung für Magdeburger Zukunftsprojekte in der Hirnforschung durch konsequente Unterstützung des Landes Neues Forschungszentrum der Universität und des Leibniz-Instituts erhält Zuschlag für europaweit ersten 7-Tesla-Kernspintomographen In nur acht Jahren hat sich Magdeburg zu einem der bedeutendsten Standorte der Hirnforschung in Deutschland und Europa entwickelt. Kultusminister Dr. Gerd Harms, der sich für den Ausbau der neurologischen Forschung in Magdeburg auf höchs
Neuropsychologin testet Gehirntraining gegen quälende Ohrgeräusche
Intensives Gehirntraining soll quälende Ohrgeräusche (Tinnitus) lindern. Die Neuropsychologin Herta Flor vom Zentralinstitut für seelische Gesundheit der Universität Heidelberg wies nach, dass zwei Stunden Training täglich über einen Zeitraum von vier Wochen reichten, um die Beschwerden bei neun Probanden um 35 Prozent zu lindern. Die Probanden mussten spezielle, computergenerierte Töne unterscheiden. Eine breiter ange
510.000 Euro für Ernährungswissenschaften Die Kurt-Eberhard-Bode-Stiftung für medizinische und naturwissenschaftliche Forschung unterstützt eine neue Hochschuldozentur “Humanernährung und Krebsprävention” an der TU München in Freising-Weihenstephan. Die für fünf Jahre eingerichtete Hochschuldozentur, die von Privatdozent Dr. Jakob Linseisen bekleidet wird, ist ein Bestandteil des neuen Schwerpunktes “Ernährungswissenschaft” der Fakultät “Wissenschaftszentrum Weihenstephan”. Für die Dozen
Wissenschaftler fürchten restriktiven Zugang zu DNA-Informationen In der Wissenschaft ist das Rudern um den freien Zugang zur kompletten DNA-Sequenz der Reispflanze ausgebrochen. Forscher fürchten, dass es Restriktionen geben wird, wer die demnächst in einem Fachmagazin veröffentlichten Daten verwenden darf. Rund 20 führende Genetiker, darunter britische Nobelpreisträger, äußern ihre Bedenken mittels eines Beschwerdebriefes im Wissenschaftsmagazin Science. Sie fordern den freien Zugang z
BASF informiert über Bio- und Gentechnologie Wo wird sie bei der BASF eingesetzt? Welche Probleme wollen die Forscher lösen? Und wo liegen die Vorteile dieser Technologien? Wer sein Wissen über die Welt der Gene erweitern möchte, der kann sich unter www.basf.de/biotechnologie ausführlich informieren. Die neuen Webseiten der BASF stellen neben den wichtigsten Grundbegriffen auch Chancen, Nutzen und Grenzen der Bio- und Gentechnologie dar. Außerdem besteht die Möglichkeit, per E-Mail mit Ex
Gen lässt durch Aktivierung mit Retinsäure Leukämiezellen absterben Krebsforscher der Dartmouth Medical School haben ein Gen identifiziert, das Leukämiezellen absterben lässt. Der neue genetische Schalter initiiert ein Programm, das gewisse Leukämiezellen und möglicherweise auch andere Tumorzellen zerstört. Die Studie wurde in der aktuellen Ausgabe von Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) publiziert. Das Gen wird durch die Behandlung mit einem Vitamin-A-Derivat, der
Bei bestimmten Fällen von Lungenkrebs könnte eine Strahlentherapie im Prinzip den gesamten Tumor zerstören – wären da nicht die Nebenwirkungen auf das gesunde Lungengewebe. Darum untersuchen Wissenschaftler von der Uni Würzburg, was nach einer Bestrahlung in den gesunden Zellen der Lunge passiert. Ihr Projekt wird von der Deutschen Krebshilfe mit rund 150.000 Euro gefördert. Der Lungenkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen beim Menschen und wird leider meist erst in fortgeschrit
Der Frühling kommt und mit ihm die Pollen. Allergiker denken bei dem erwachenden Grün nicht nur an die Schönheit der Pflanzen, sondern oft auch an juckende Augen, verstopfte Nasen und Niesanfälle. Die von Schulmedizinern verschriebenen Anti-Histaminika helfen meist nur kurzfristig und eine Heilung oder langfristige Verbesserung des Gesamtzustandes wird nicht erzielt. Unzufriedenheit und Missmut macht sich bei den Patienten deutlich bemerkbar. Besonders stark erfährt dies auch die Deutsche Gesell
Wie lange ein Mann noch zu leben hat, das lässt sich am besten anhand seiner körperlichen Fitness voraussagen. Zu diesem Ergebnis kommen jetzt US-Forscher um Dr. Jonathan Myers von der Stanford University in der Fachzeitschrift „New England Journal of Medicine“. Bekannt war bereits, dass die Belastungskapazität bei Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen einen wichtiger Faktor für die Prognose der Lebenserwartung darstellt. Die Wissenschaftler wollten nun wissen, ob das auch auf herzges
Um krankhafte Veränderungen im Bauchraum und anderen Körperregionen aufzuspüren und zu behandeln, ist heute in vielen Fällen keine große Operation mehr erforderlich. Stattdessen setzen neben Internisten auch Chirurgen mittlerweile immer häufiger auf die Endoskopie. Durch natürliche Körperöffnungen oder durch einen winzigen Einschnitt werden bei diesem schonenden Diagnose- und Therapieverfahren schlauchartige oder starre optische Instrumente eingeführt, mit denen die Organe von innen her detailliert
Seit 15 Jahren werden an der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten am Klinikum der Universität München in Großhadern so genannte Cochlea-Implantate verwendet (Cochlea ist der anatomische Fachbegriff für die Hörschnecke im Ohr). 142 Patienten sind in dieser Zeit mit diesem System versorgt worden. Am heutigen Mittwoch treffen sich Patienten und Ärzte, um über die neuesten Entwicklungen in der HNO-Disziplin zu diskutieren. Was ist ein Cochlea-Implantat? Ein Cochlea-Implantat umge
Anteil der nicht diagnostizierten Erektilen Dysfunktion liegt bei 75% Auf dem Kongress der European Association of Urology (EAU) Ende Februar in Birmingham wurden 630 Ärzte aus 59 Ländern zu ihren Erfahrungen bei der Behandlung der erektilen Dysfunktion (ED) befragt. Neben Schlüsselfaktoren wie Wirksamkeit, Verträglichkeit, sowie Wirksamkeit bei gleichzeitigem Vorliegen von Begleiterkrankungen ist die Geschwindigkeit des Wirkeintritts ein wesentliches Kriterium bei der Therapie der ED.
Mit Triano 3 präsentiert Siemens das innovativste Hörsystem seiner neuen Produktfamilie Triano. Es ist das weltweit erste digitale Hörsystem, das mit drei Mikrofonen ausgestattet ist. Damit revolutioniert es für Millionen von Schwerhörigen das Verstehen von Sprache. Das System ermöglicht dem Träger, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Die Stimme seines Gesprächspartners wird deutlich hervorgehoben, sogar bei veränderlichen Störgeräuschen. Die zugrunde liegende neuartige Technologie – das sog
Bypass-Operation “live” ohne künstliche Beatmung und Herz-Lungen-Maschine Am Landeskrankenhaus Universitätskliniken Innsbruck ist erstmals in Österreich eine Herzoperation ohne Allgemein-Anästhesie bzw. ohne künstliche Beatmung durchgeführt worden. Dem 42-jährigen Patienten wurden in einer mehrere Stunden dauernden “Live”-Operation bei offenem Brustbein zwei Arterien auf die Herzkranzgefäße genäht. Der Patient wurde durch eine Epidural-Anästhesie (“Rückenstich”), eine Anästhesieform, di