Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Risikofaktor für Präeklampsie bereits in den ersten Wochen nachweisbar Forscher des Massachusetts Generals Hospitals in Boston stellen die These auf, dass ein Bluttest das Risiko einer Präeklampsie vorhersagen kann. Der einfache Test soll noch vor den ersten augenfälligen Symptomen die Möglichkeit des bedrohlichen schwangerschaftsbedingten Bluthochdrucks erkennen. Die Studie wurde in der aktuellen Ausgabe des Fachblattes Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism Vol. 87, pp. 1563-15
Internationales Datenbankprojekt zur Ethik in den Biowissenschaften wird in Göttingen etabliert “EURETHNET” erhält eine Million Euro von der Europäischen Kommission (ukg) Am Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen wird ein Internationales Projekt zur Ethik in der Medizin mit rund einer Million EURO von der Europäischen Kommission gefördert. Wissenschaftler des Institutes für Ethik und Geschichte der Medizin der Universität Göttingen und der Akademie für Ethik in der Medizin werden geme
Forschungen in Gießen, Würzburg und San Diego zeigen das – Publikation in “Nature Cell Biology” im April Das Gas Stickstoffmonoxid (NO) hat im Körper des Menschen an vielen Stellen wichtige Funktionen: Es entspannt die glatte Muskulatur, erweitert die Blutgefäße oder wirkt der Entstehung von Blutgerinnseln entgegen. Für die Entdeckung der Bedeutung von NO im Herz-Kreislaufsystem wurde 1998 der Medizin-Nobelpreis verliehen. Die bislang verbreitete Vorstellung über die Arbeitsweise dieses Boten
2003 sollen Zellen zur Anwendung bereit stehen Ein japanischer Regierungsausschuss hat dem Plan eines Forschungsteams, embryonale Stammzellen für Forschungszwecke zu gewinnen, zugestimmt. Wie von offizieller Seite bestätigt wurde hat diese Entscheidung der Regierung erstmals beides, nämlich an embryonalen Stammzellen zu forschen und diese auch zu gewinnen, befürwortet. “In Japan züchtet weder eine private Institution Stammzellen, noch werden diese für Studienzwecke importiert”, hieß es we
Bayer: “Wichtiger Meilenstein in der Biotechnologie” Das US-Unternehmen Genoptera, South San Francisco (USA), ein von der Bayer AG und der US-Biotechnologie-Firma Exelixis gegründetes Joint-Venture, hat über 90 Prozent der Gene der Baumwolleule Heliothis virescens, einem wirtschaftlich in vielen Kulturen wichtigen Schädling, identifiziert. Die genetische Information wird von den Wissenschaftlern genutzt, um ein detailliertes Verständnis über das Auftreten und die Aufgabe von Proteinen in
Immunsystem soll zur Antikörper-Produktion angeregt werden Die britische Biotech-Firma Xenova will mit einem Impfstoff ehemalige Kokain-Abhängige vor einem Rückfall bewahren. In Großbritannien starten nun erste Tests an Patienten. Der Impfstoff TA-CD soll das Immunsystem dazu bringen, Antikörper gegen Kokain zu bilden. Die erste Testphase hat laut Unternehmensangaben bereits gezeigt, dass der Impfstoff für den Menschen sicher ist. In der nun durchgeführten so genannten Phase IIa-Stud
Anlass zu großer Sorge um ihre Kassenpatienten haben derzeit viele Mediziner in Deutschland – insbesondere dann, wenn sie der “Volkskrankheit” Krebs eine optimale Diagnostik und Therapie entgegensetzen wollen. In einer Pressemitteilung vom 26. Februar 2002 teilte der Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen (BAÄK) mit, dass die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) nicht als ambulante Kassenleistung zugelassen werden soll. Damit erteilt er einem Diagnoseverfahren eine Absage, das in den USA
MIT-Forscher entwickeln biologische Substanz mit Waschmittel-ähnlicher Wirkung Forscher des Massachusetts Institute of Technologie (MIT) haben ein Nanomaterial (Bild) entwickelt, das wie der Hauptbestandteil in Seifen, Shampoos und Waschmitteln wirkt. Die biologische Substanz könnte gegenüber herkömmlichen chemischen Bestanteilen wie sie in der Waschmittelindustrie Einsatz finden einen wesentlichen Vorteil bringen, berichten Forscher in der aktuellen Ausgabe von Proceedings of the Nation
Die dunklen Monate schlagen vielen Menschen aufs Gemüt, häufig ist die Rede von einer Winterdepression. Aktuelle Studien zeigten jedoch, dass in sehr sonnigen Gegenden das Klima offenbar höchste Depressionsraten hervorbringt, berichtete die BBC am Sonntag. Diese seien in so reichen Küstenregionen wie der Gold Coast in Queensland, Australien, und in Kalifornien ermittelt worden. Während eine Winterdepression vor allem der Dunkelheit zuzuschreiben sei, könnte zu einer Depression im Sommer eher d
Dr. Torsten Remmerbach entwickelte ein Verfahren zur Früherkennung von Tumoren des Mund-Rachen-Raums. Es handelt sich dabei um ein einfaches und billiges Ausstrichverfahren, das operative Eingriffe zur Probenentnahme ersetzen soll. Das Verfahren ist bei richtiger Handhabung ein sicheres Mittel zur Erkennung bösartiger Tumoren. Zu den aggressivsten Krebserkrankungen gehören die bösartigen Tumoren des Mund-Rachen-Raums. Bei etwa 3500 bis 4000 Menschen wird in jedem Jahr diese Diagnose gest
Analytica (23. – 26. April 2002, München), Halle B 3, Stand 105 / 204 Mediziner der TU Dresden auf der Analytica in München Diabetes entwickelt sich immer mehr zu einer Herausforderung für Gesundheitspolitik und Gesundheitsökonomie. Im nächsten Jahrzehnt, so schätzen Experten, wird die Zahl der Diabetiker in Deutschland auf rund neun Millionen ansteigen. Ungesunde Lebensweise, falsche Ernährung und mangelnde Bewegung sind längst bekannt als Ursachen für Diabetes. Daneben spielt
Acht Bereiche im Genom erhöhen Vererbung der entzündlichen Gelenkserkrankung in den Händen Wissenschaftler der Boston University School of Public Health haben genetische Faktoren nachgewiesen, die die Entwicklung von Osteoarthritis fördern können. Die Forscher entdeckten acht Bereiche im menschlichen Genom, die das Risiko der vererbten Form der entzündlichen Gelenkserkrankung erhöhen. Ärzten sollen sich durch die Entdeckung neue Wege in der Diagnose und Behandlung der schmerzhaften Erkra
Technik wartet noch auf Zulassung – Kritiker befürchten Lücken im System und hohe Kosten Das US-Unternehmen Cerus Corporation hat eine Technik entwickelt, mit der Spenderblut frei von Bakterien und Viren gemacht werden soll. Die Entwickler wollen dadurch die Sicherheit bei Bluttransfusionen erhöhen und den seltenen Fall einer Aids-Übertragung auf Null reduzieren. Cerus hofft bereits in den nächsten Monaten auf eine Zulassung für die Anwendung bei Blutplättchen in Europa, wo bereits die
BMBF verstärkt Forschung für neue TSE-Tests Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verstärkt die Forschung für eine schnelle Diagnose der für Menschen und Tiere meist tödlichen TSE-Erkrankungen (transmissible spongioforme Enzephalopathien). Für vier zusätzliche Projekte seien rund zwei Millionen Euro bereit gestellt worden. Zu den TSE-Erkrankungen zählen beim Menschen u. a. die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) und deren neue Variante (vCJK) sowie bei Rindern BSE und Scar
MLO-Protein leitet Sonderweg in der Signalübertragung ein / Erkenntnisse von Max-Planck-Forschern erweitern klassische Lehrmeinung der Pflanzenbiochemie
In der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature berichten Kölner Max-Planck-Forscher über einen erstaunlichen biochemischen Sonderweg in der Signalerkennung bei Pflanzen. Das von den Pflanzenforschern erstmals funktionell charakterisierte MLO-Protein spielt eine entscheidende Rolle bei der Abwehr von Pilzerkrankungen bei Nut
Für seine hervorragenden Beiträge zur heterogenen Katalyse insbesondere bei Reduktionsreaktionen in überkritischen Fluiden wurde der 34jährige Nachwuchswissenschaftler Dr. Roger Gläser, Institut für Technische Chemie der Universität Stuttgart, am 20. März 2002 mit dem Jochen-Block-Preis der DECHEMA-Fachsektion Katalyse ausgezeichnet. Oxidationsreaktionen sind in der organischen Synthese von entscheidender Bedeutung bei der Herstellung von wichtigen Zwischenprodukten und Feinchemikalien.