Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Internationaler Kongress in Heidelberg: Fortschritte bei der Behandlung und genetischen Erforschung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse Die Behandlung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) hat in den vergangenen 20 Jahren erhebliche Fortschritte erzielt. Auch die Diagnose “Pankreaskrebs” bedeutet heute keineswegs mehr ein Todesurteil wie noch vor 30 Jahren. “Patienten profitierten erheblich davon, dass die Behandlung von großen, erfahrenen Zentren angeboten wird,” sa
Weltweit sind über 30 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert, nach Angaben der UN-Organisation gegen Aids leben davon drei Viertel in Afrika. Obwohl die antiretrovirale Medikamente, die das Virus hemmen, in vielen Entwicklungsländern mittlerweile billig oder sogar kostenlos zu bekommen sind, ist eine wirksame und gezielte Behandlung nur selten möglich. Um sie durchzuführen, ist die Bestimmung der Anzahl der CD4+ T-Zellen, die im Blut für die Immunabwehr verantwortlich sind, unbedingt erforder
Das Internet ist heute aus dem beruflichen und privaten Alltag kaum mehr wegzudenken. Immer mehr Menschen wissen es zu schätzen, per Mausklick schnell und bequem die unterschiedlichsten Informationen aus aller Welt auf den heimischen Bildschirm zu holen. Unbegrenzt sind die Möglichkeiten dieses Mediums indes nicht. So ist beispielsweise die eigene Krankengeschichte bislang allein in diversen Akten von Ärzten und Krankenhäusern dokumentiert, bei denen man im Laufe seines bisherigen Lebens in Behandlu
Die europäische Forschung hat zu neuen Leitlinien geführt, mit denen das Risiko der HIV-Übertragung von der Mutter auf das Kind verringert werden soll. Die Leitlinien für die Behandlung verschiedener Gruppen von HIV-infizierten Patienten sollen am 28. Juni 2002 veröffentlicht werden. Im Juli 2002 werden vergleichbare Leitlinien für HIV-infizierte Kinder hinzukommen. Ein Konsortium von 15 Forschungsteams aus 7 europäischen Ländern hat gemeinsam eine Reihe von Leitlinien für bewährte Verfahren erarbei
Impfstoff soll Griff zu Zigaretten bei Teenagern unterbinden Zwei Pharmaunternehmen, die in London ansässige Xenova-Gruppe und der US-Konzern Nabi in Florida, befinden sich im Wettlauf auf einen vielversprechenden Anti-Rauch-Impfstoff für Teenager. Die Idee stößt allerdings nicht auf allgemeine Zustimmung. Selbst Anti-Rauch-Organisationen halten eine derart heftige Methode für unangebracht. Der Impfstoff soll die angenehme Nikotinwirkung im Gehirn blockieren. Beide börsennoti
– Trotz aller Empfehlungen ist nicht bewiesen, dass eine fettarme Ernährung für gesunde Menschen Vorteile bringt.
– Eine ausreichende Fettversorgung scheint dagegen ausgerechnet das Herz sowie Hirnfunktionen zu schützen.
Die Formel: Fett = ungesund ist falsch. So essen Amerikaner seit der Anti-Fett-Kampagne in den siebziger Jahren zwar weniger Fett. Aber die Zahl der Behandlungen von Herz- und Kreislaufleiden stieg drastisch an. Ebenso wuchs die Zahl der Übergewichtigen.
Glukose-Überwachungssysteme versprechen Milliarden-Geschäft
Eine “künstliche Bauchspeicheldrüse”, die das Blutzucker regulierende Hormon Insulin bei Diabetikern überträgt, hat sich in einer Vorstudie als sicher und wirksam erwiesen. Ein Kunst-Pankreas würde Insulin-Injektionen unnötig machen, berichtet ein französisch-amerikanisches Forscherteam auf dem 62. Jahrestreffen der American Diabetes Association in San Francisco. Erfolge wurden auch schon mit anderen Möglichkeiten der Insu
Genmedikament gegen Hirntumore
Hilfe gegen vererbte Nervenerkrankung
Sophia und Fritz Heinemann-Förderpreise an junge Mediziner
Mit je 7.500 Euro unterstützt die von der Dresdener Bank AG Bochum betreute Sophia und Fritz Heinemann Stiftung die Forschungsvorhaben zweier junger RUB-Mediziner: Dennis Hoffmann arbeitet an der Entwicklung eines neuen Genmedikaments gegen bösartige Hirntumore, Nils Brune erforscht Chorea Huntington, eine tödliche Erbkrankheit des Zentralnervensys
Zellen des Epithels generieren funktionsfähiges Organ des Immunsystems Forscher der australischen Monash University haben mit Hilfe von Stammzellen Thymusgewebe gezüchtet. Wie die Wissenschaftler um Richard Boyd und Jason Gill im Fachmagazin Nature Immunology berichten, wurden dafür epitheliale Stammzellen in Mäuse injiziert. Dadurch wurden hämatopoetische Stammzellen aus dem Knochenmark der Versuchstiere angelockt, die sich zu Thymuszellen entwickelten. Der Thymus zählt durch die Pro
Untersuchungsverfahren soll Diagnose in der Tumor-Früherkennung vereinfachen Die Philips Forschung will mit einem neuen Untersuchungsverfahren die Diagnose in der Brustkrebs-Früherkennung vereinfachen. Durch die so genannte Magnet-Resonanz-Elastrographie (MRE) soll die Gut- oder Bösartigkeit von Brusttumoren auch ohne Gewebeprobe mit hoher Sicherheit festgestellt werden können. “Die Untersuchung ist ein ergänzendes Verfahren zur Mammographie”, sagte Ralph Sinkus, Projektleiter der MRE
Rheumatische Erkrankungen werden durch Fehlfunktionen des Immunsystems ausgelöst: Dabei kommt es fälschlicherweise zur Produktion von Abwehrstoffen (Immunglobuline) gegen Organe des eigenen Körpers. Ob bei rheumakranken Kindern eine spezielle Störung in der Entwicklung der Immunzellen vorliegt, untersuchen Wissenschaftler von der Uni Würzburg. Immunglobuline sind Eiweißstoffe, die von den B-Zellen des Immunsystems gebildet werden. Diese Zellen entwickeln sich im Knochenmark: Dabei we
Live-Demonstration des Schutz-Engel-Systems anhand eines fiktiven Notfalls. Am 20. Juni 2002 findet zwischen dem Universitätsklinikum Tübingen und Washington D.C., Internet-Weltkongress INET2002, eine transatlantische Live-Demonstration des Schutz-Engel-Systems zur Soforthilfe für Notfallpatienten statt. Die Internet-Übertragung kann zwischen 19 und 20 Uhr im Tübinger Patientensicherheits- und Simulations-Zentrum, CRONA-Gebäude, Ebene A5, Raum 005 bis 007, Hoppe-Seyler-Str. 3, Tübingen, m
Hohe Erfolgsrate durch Botox-Injektionen – Kritiker: Untersuchungen sind unzureichend Kleine Mengen des Botulinumtoxins sollen lähmende Kopfschmerzen verhindern. Noch vor dem Jahrestreffen der US-Kopfschmerz-Gesellschaft spricht der Neurologe Todd Troost vom Wake Forest University Baptist Medical Center im Rahmen einer Pressekonferenz von einer Erfolgsrate von 92 Prozent, wurden den Patienten Botulinum-Toxin-Injektionen verabreicht. Auf Kopfschmerz-Medikamente reagierten die Probanden
WHO-Ziel der weltweiten Ausrottung 2000 auf 2005 verschoben Kommenden Freitag wird vermutlich im Kampf gegen Polio in Europa ein Meilenstein erreicht werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO soll allen Erwartungen nach die 51 europäischen Staaten als kinderlähmungs-frei erklären. Ihr Ziel hat die WHO aber dennoch nicht erreicht. Bereits 1998 wurde verkündet, dass Ende 2000 die Krankheit weltweit ausgerottet sein wird. Laut BBC-Berichten sind derzeit lediglich Nord- und Südamerika,
Isoflavonoide – was geschieht mit pflanzlichen Estrogenen im menschlichen Körper?
Isoflavonoide werden auch als Phytoestrogene bezeichnet, da sie schwache estrogene Wirkungen auf Tiere und Menschen ausüben können. So macht sich der Klee die estrogene Wirkung der Isoflavonoide für seine Überlebensstrategie zu Nutze. Unter schlechten Wachstumsbedingungen bildet der Klee vermehrt Phytoestrogene, was zu einer Scheinschwangerschaft bei den grasenden Kühen führt. Diese Kühe haben im nä
Einsatz für Überwachung von Trinkwasser scheitert noch an Wasserunlöslichkeit
Forscher der National Taiwan University in Taipei haben ein Molekül entwickelt, das in Kontakt mit Blei türkisfarben leuchtet. Der Prototyp namens “Chemosensor” könnte laut einem Online-Bericht des Fachblatts Nature zur Detektion giftiger Metallstoffe und zur Überwachung der Bleiwerte in der Trinkwasserversorgung eingesetzt werden. Noch ist der Chemosensor aber nicht wasserlöslich, und daher für das Monit