Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Kinder, bei denen nur ein Elternteil raucht, weisen um 50 Prozent erhöhte oxidative Stresswerte im Blut auf, berichten die beiden österreichischen Mediziner Anthony Oguogho und Heidemarie Pilz. Die Forscher sind beim derzeit in Chicago stattfindenden Meeting der American Heart Association in Chicago.
Die Forscher haben im Labor die oxidative Veränderung bei 158 Kindern im Alter zwischen drei und 15 Jahren nachgewiesen: Sie verwendeten den 8-epi-PGF2alpha-Faktor, der entsteht, wenn fre
Dass Acrylamid im Essen Krebs verursachen kann, ist unbestritten. Nicht bekannt ist dagegen, wie hoch die Bevölkerung tatsächlich mit diesem Stoff belastet ist.
Eine Teststudie am Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universität Erlangen-Nürnberg (Direktor: Prof. Dr. Hans Drexler) an einer Gruppe von 72 Personen hat nun Werte ergeben, die bedenklich stimmen. Für die Untersuchung nutzten die Umweltmediziner unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Angerer ein von ihnen en
Computerprogramm analysiert Arbeitsschritte von Jung-Anästhesisten
Steve Bolsin, jener Arzt, der den “Bristol Herzskandal” in den 90-er Jahren an die Öffentlichkeit brachte, hat ein Computerprogramm entwickelt, das medizinische Fehler erkennt. Die Palmtop-Software identifiziert laut Angaben Bolsins Fehler, die durch Anästhesisten in der Ausbildungsphase begangen werden. In einer jüngst im Medical Journal of Australia publizierten Studie wurde von mindestens 50 Fehlern in mehr als 1.60
Im Nationalen Genomforschungsnetz (NGFN) ziehen Kliniken und Genomforscher an einem Strang, die Ursachen für Volkskrankheiten zu finden. Gemeinsam mit dem Deutschen Humangenomprojekt präsentiert das NGFN erste Erfolge in der molekularen Medizin und der systematischen Genomforschung: Epilepsie, Darmerkrankungen, DNA-Chips, Mausmodelle. Fortführung der Genomforschung ab 2004 wird wissenschaftliche Durchbrüche bringen.
Humangenomforschung, die systematische Erforschung der Gene des Menschen un
Biologen der Katholischen Universität Nimwegen haben bewiesen, dass manche Korallenfische sich richtige Aufwachs-Lebensräume auswählen, bevor sie zum Korallenriff ziehen. Laut den Forschern müssen Verwalter der Gewässer rund um die Karibischen Inseln sich mehr auf die Küste als Ganzes und nicht nur auf den Schutz der Korallenriffe richten.
Bis jetzt vermuteten Wissenschaftler, dass Seegrasfelder und Mangrovenwälder (Bäume, die in Salzwasser leben können) Aufwachs-Lebensräu
Forscher des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme liefern vielversprechende Ansätze zur Entwicklung einer “virtuellen Zelle”
Tagtäglich generieren die Biowissenschaftler, beispielsweise in der Genomforschung, eine Fülle neuer Daten. Trotzdem ist die Frage, wie aus der Summe der zellulären Einzelteile und ihrer Interaktionen das beobachtbare Verhalten entsteht, nach wie vor offen. In der noch jungen “Systembiologie” werden experimentelle und theoretische Unter
Ein Beispiel für Innovationen in der unfallchirurgischen Behandlung
Die derzeitige Standardbehandlung von Schlüsselbeinbrüchen besteht in der Anlage eines ruhigstellenden Verbandes (“Rucksackverband”). Die Therapie hat einige Nachteile, zum Beispiel die Tatsache, dass die Patienten ihre Schulter im Verlauf der der Behandlung aufgrund starker Schmerzen nicht bewegen können. Das kosmetische Ergebnis der Behandlung ist ebenfalls oft schlecht, weil am Schlüsselbein eine “Verkürzungsfehlst
Zoologe der Uni Jena beschreibt neue Käferfamilie: Wasserkäfer, der nicht schwimmt
Schildförmiger Körper, ein Zentimeter groß, Flügelfarbe schwarz, Bauch und Beine braunorange – so sieht die neu entdeckte Wasserkäferfamilie aus. Aspidytidae, zu deutsch: Schildschwimmer wurde sie getauft. “Dabei sind ihre Vertreter er eigentlich Nichtschwimmer”, berichtet Mitentdecker PD Dr. Rolf Beutel von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Der Käferforscher hat mit drei Kollegen erstmals die n
Die Untersuchung von rund 600 bis dahin unerforschten Pilzisolaten aus den Tiefen des Meeres – das ist die beachtliche Ausbeute des dreijährigen Forschungsprojektes “Wirkstoffe aus marinen Pilzen”, an dem Wissenschaftler des Hans-Knöll-Institutes für Naturstoff-Forschung unter Leitung von Prof. Dr. Susanne Grabley und Dr. Isabel Sattler maßgeblich beteiligt waren.
Zusammen mit Kollegen aus anderen Forschungseinrichtungen und der Biotechnologie-Firma BRAIN AG hoffen die Jenaer Wissenschaftler
Deutsche Krebshilfe fördert immunologisches Forschungsprojekt
Die Wissenschaftler wollen überprüfen, ob die Entfernung des Lymphknotens die natürliche Abwehr gegen den Tumor beeinträchtigt oder sogar verhindert. Denn in den lymphatischen Geweben werden spezifische Abwehrreaktionen gegen Krankheitserreger – und auch gegen Krebszellen gebildet. Die körpereigene Abwehrreaktion reicht jedoch in den meisten Fällen nicht aus, um das Krebswachstum zu verhindern.
Das Forscherteam mö
Die Diagnose Mammakarzinom ist ein Angriff auf die Identität jeder Frau – vor allem wenn in einem fortgeschrittenen Stadium die betroffene Brust amputiert wird. »Wir gehen davon aus, dass jede zehnte Frau in Deutschland im Laufe ihres Lebens mit dieser Krankheit konfrontiert wird«, sagt Dr. Dieter Alt, Geschäftsführer der »Aktion: Bewusstsein für Brustkrebs«. »Die Bilanz ist düster, denn mit etwa 20 000 Fällen jährlich ist es die häufigste Todesursache bei Frauen über vierzig.« Die bundesweite Aufkl
Klinikalltag in Deutschland: Der Patient sitzt seit über einer Stunde vor dem Behandlungsraum, in dem eine Gewebeprobe entnommen werden soll. Der Histologe am anderen Ende der Klinik könnte sie bereits jetzt untersuchen, hätte sie der Fahrdienst rechtzeitig geliefert. Die behandelnde Ärztin wiederum bräuchte möglichst schnell den histologischen Befund, um die weitere Vorgehensweise zu planen. Fazit: Mit einer verbesserten Logistik ließen sich Wartezeiten im Klinikalltag verkürzen und vorhandene Kapa
Schlüssel liegt in Stickstoffmonoxid – Auch bei neuer Therapie
US-Forscher haben entdeckt, warum Patienten mit einer Sichelzellenanämie an chronischen Schmerzen leiden. Demnach soll das Gas Stickstoffmonoxid, das nicht nur eine Hauptschadstoffkomponente in Autoabgasen ist, sondern auch im menschlichen Körper die Blutgefäße erweitert, eine zentrale Rolle spielen. Als bekannt gilt, dass die Sichelzellenanämie häufig mit Gefäßkomplikationen einher geht. Die Krankheit an sich ist durch h
Der Nahrungsaufnahme folgt früher oder später ein Sättigungsgefühl. An dem normalerweise ausbalancierten Wechselspiel sind zunächst physikalische und chemische Reize beteiligt. Gerät das neurologische Kontrollsystem aus dem Gleichgewicht, können unter anderem Fettleibigkeit und deren Folgeerkrankungen entstehen – nicht nur beim Menschen.
Doch welche Faktoren kontrollieren die Nahrungsaufnahme und deren Ende? Im Institut für Pharmakologie und Toxikologie des Fachbereichs Veterinärmedizin der
Nogo-Variante in Durchschnittsbevölkerung entdeckt
Forscher der University of Toronto haben laut eigenen Angaben das erste “Risikogen” für Schizophrenie entdeckt. Anders als in bisherigen Studien wurde das Gen in der Durchschnittsbevölkerung und nicht in einer spezifischen ethnischen Bevölkerungsgruppe gefunden. Wie die Forscher im Fachblatt Molecular Brain Research berichten, erhöht eine ungewöhnliche Variante des Gens namens Nogo, wenn es von beiden Elternteilen vererbt wird, das Sc
Läuft alles nach Plan sollen 2003 die ersten klinischen Versuche mit einem neuen DNA-Impfstoff gegen die Immunschwächekrankheit Aids starten.
Der Impfstoff wurde vom britischen Unternehmen PowderJect in Zusammenarbeit mit dem Pharmakonzern GlaxoSmithKline entwickelt. Die Ergebnisse vorklinischer Studien an Affen sind vielversprechend, berichtet ABC-News.
“Bei HIV-infizierten Tieren, die mit dem therapeutischen Impfstoff behandelt wurden, konnte die virale Belastung im Blut