Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Neuentwicklungen in Diagnostik und Therapie von rheumatischen Erkrankungen
Mit der Entwicklung sogenannter biologischer Wirkstoffe (biologics) in den letzten Jahren zur Behandlung entzündlicher Gelenkerkrankungen und nebenwirkungsärmeren selektiv wirkenden Schmerzmitteln ergeben sich völlig neue Therapieansätze und Hoffnungen der Patienten. Zugleich entstehen aber auch neue Risiken, da die Langzeitwirkungen vieler neuer Arzneimittel noch nicht bekannt sind. Zudem zwingen hohe Therapi
Die Vermutung, dass das natürliche Beta-Interferon Fiblaferon(R) erfolgreich gegen schwere Fälle der neuen Lungenkrankheit SARS eingesetzt werden kann, scheint sich zu bestätigen. Erste Laborversuche am Institut für klinische Virologie der Universität Frankfurt haben die Überlegenheit des Medikaments erwiesen. Wie der in der SARS-Bekämpfung der Weltgesundheitsorganisation involvierte Institutsleiter Professor Dr. Hans-Wilhelm Doerr mitteilte, hätten erste Laborversuche gezeigt, dass das
Topiramat bringt Abstinenz für ein Monat
Forscher des University of Texas Health Science Centre haben in einem Epilepsie-Medikament einen Zusatznutzen entdeckt. Das von Johnson & Johnson entwickelte Medikament Topiramat reduziert auch die Lust auf Alkohol. Gemeinsam mit einer Standard-Therapie sank bei schweren Alkoholikern der Alkoholkonsum, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Lancet.
An der Studie nahmen 150 Alkohol-Patienten teil. “Alle 150 Patienten war
Klinische Studie des Max-Planck-Instituts für experimentelle Medizin belegt: Chronischer Alkoholmissbrauch führt zu nachhaltiger Störung des Elektrolyt- und Wasserhaushaltes im Körper, die auch nach dem Entzug noch lange andauert
Obwohl seit langem bekannt ist, dass chronischer Alkoholkonsum schwere gesundheitliche Probleme verursacht, wusste man bisher nicht, in welchem Ausmaß sich Alkoholgeschädigte bei langfristiger Abstinenz von den Alkoholfolgeschäden erholen können. Eine neue St
Max-Planck-Wissenschaftler weisen nach, dass extreme Festigkeit von Biomaterialien auf einer bisher unbekannten “Fehlertoleranz-Schwelle” im Nanometer-Bereich beruht
Bis heute ist es ein großes Geheimnis, wie die Natur harte und sehr feste Materialien, wie Knochen, Zähne oder Holz, aus einer Mischung aus Proteinen, weich wie menschliche Haut, und Mineralien, spröde wie Schulkreide, erzeugen kann. Zwar ist inzwischen allgemein bekannt, dass dabei der Komposit-Charakter von biologischen
Abweichungen selbst neun Monate nach dem Entzug
Chronischer Alkoholmissbrauch verändert den Hormonhaushalt, der sich nach einem Entzug nicht so rasch wie angenommen wieder normalisiert. Wie Forscher um Hannelore Ehrenreich vom Max-Planck-Insitut für Experimentelle Medizin in Göttingen festgestellt haben, sind die Abweichungen selbst nach neun Monaten noch deutlich nachzuweisen. Betroffen sind die für den Wasser- und Elektrolythaushalt zuständigen Hormone Arginin-Vasopressin (AVP) un
Besonders wertvoll wenn Brustraum-Röntgenaufnahmen irren
Radiologen der Chinese University of Hongkong nutzen die Computertomographie (CT), um die Lungenkrankheit SARS besser definieren zu können. Gemeinsam mit Ärzten des Prince of Wales Hospital in Hongkong analysierten die Experten die CT-Bilder von 73 Patienten mit Symptomen und Anzeichen, die auf SARS hinweisen. Durch die CT-Schnittbilder konnte bei 17 Patienten eine Abnormalität in der Lunge festgestellt werden. Die Röntgenaufna
Krefelder Modell an 700 Patienten mit Ohrgeräuschen getestet
Im Rahmen einer 3jährigen Studie des Tinnitus Therapie Zentrums Düsseldorf/ Krefeld in Zusammenarbeit mit der Universität Witten/Herdecke konnte bei 700 Patienten die Wirksamkeit des “Krefelder Modells”, einer neuen ambulanten Behandlungsmethode bei subakuten- und chronischen Ohrgeräuschen, nachgewiesen werden.
Diese ambulante Kurzzeittherapie basiert auf eigens entwickelten Behandlungsmethoden: dem psychologisch
Wissenschaftler der Abteilung Biochemie II des Bereichs Humanmedizin der Universität Göttingen haben die Ursache einer selten auftretenden Erbkrankheit bei Kindern entdeckt.
Die so genannte “Multiple Sulfatase Defizienz” führt zu einer in der Regel im ersten Lebensjahrzehnt tödlich verlaufenden Krankheit, da lebenswichtige Enzyme fehlen. Bei ihren Forschungen unter Leitung von Prof. Dr. Kurt von Figura, Direktor der Abt. Biochemie II, entdeckten die Wissenschaftler nicht nur die Ursa
Millionen durch Gifte am Arbeitsplatz gefährdet
32 Mio. Menschen und damit ein Fünftel der Beschäftigten in der EU sind krebserzeugenden Agenzien ausgesetzt. 22 Prozent der Arbeitnehmer atmen zumindest während eines Viertels ihrer Arbeitszeit Rauche und Dämpfe ein und zwei Drittel der 30.000 gängigsten Chemikalien in der EU wurden keinen vollständigen und systematischen toxikologischen Tests unterzogen, zitiert die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitspla
A new discovery by scientists at the Montreal Neurological Institute at McGill University may provide insights into Multiple Sclerosis. In a study published in the May issue of the Journal of Neuroscience (J. Neuroscience 2003 23: 3735-3744), Dr. Tim Kennedy and colleagues have discovered that a protein called netrin-1 directs the normal movement of the cells that become oligodendrocytes in the developing spinal cord. Oligodendrocytes are the cells that provide critical support for the nerve cells
Kein Anstieg in der Verwendung von Kondomen seit sechs Jahren
In Deutschland stagniert der Schutz vor Aids durch Kondome. Dies geht aus neuen Studienergebnissen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) hervor. Der Anteil der unter 45-jährigen Alleinlebenden, die immer, häufig oder gelegentlich Kondome nutzen, hat 1996 71 Prozent erreicht und ist seitdem nicht weiter angestiegen. Auch die Benutzung von Kondomen bei Personen mit mehreren Sexualpartnern aber auch Jugendl
ETH-Projekt mit Costa Rica zur nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen
Mit einer neuen Strategie will die ETH Zürich zusammen mit Costa Rica natürliche Arzneistoffe finden und nutzen. Die Strategie baut auf einer Kommunikationsplattform – dem so genannten Vireal Lab – auf. Damit erhält der Partner einen direkten Zugang auf die an der ETH lokalisierte Hochtechnologie. Als erste Partnerorganisation wurde das Instituto Nacional de Biodiversidad (INBio), eine wissenschaftliche Non-Pr
Der Pflanzensaft des afrikanischen Bleistiftstrauches Euphorbia tirucalli könnte laut Forschern der University of Michigan/Ann Arbor für den häufigsten Krebstod bei Kindern in Ländern südlich der Sahara verantwortlich sein.
Der Milchsaft des afrikanischen Strauches wird neben Spielzeug als Klebstoff in Schulbüchern und zur Herstellung von Pflanzenmitteln eingesetzt. Bereits in den 80er-Jahren brachten Forscher den Saft mit der Krebserkrankung Burkitt-Lymphom in Zusammenhang.
Ursache schwerer Bewegungsstörungen auf der Spur /
Anwendung in wenigen Jahren möglich
Mit neuen Erkenntnissen zur Ausprägung einer der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen, dem Morbus Parkinson, wartet eine Gruppe von Pharmazeuten der Johann Wolfgang Goethe-Universität auf, die die Ergebnisse gemeinsam mit verschiedenen französischen Forschergruppen erarbeitet und publiziert hat (Nature Medicine 2003, Advance Online Publication (AOP) vom 12. Mai 2003; E. Bezard et al.).
Die Erhaltung der biologischen Vielfalt ist für die Menschheit von vitaler Bedeutung. Ein kürzlich im Rahmen des EESD-Programms finanziertes Projekt soll gewährleisten, dass der Mensch noch für lange Zeit großen Nutzen aus der marinen Lebensvielfalt ziehen kann.
Die biologische Vielfalt oder Biodiversität ist ein Maß für die Vielfältigkeit von Genen, Spezies, Lebensräumen, Landschaften, Verhaltensweisen und anderen Faktoren. Sie ist eine unabdingbare Voraussetzung für das Leben auf der Erde