Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Die Entwicklung eines Embryos ist ein hoch interaktiver Prozess, bei dem Signale aus verschiedenen Zellen koordiniert werden müssen. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie haben jetzt einen Regulator entdeckt, der Signale im heranwachsenden Mausembryo so lange aufrecht erhält, bis die Zielzellen ein Signal erkannt und in ein bestimmtes Entwicklungsprogramm umgesetzt haben, das die Entwicklung der Gliedmaßen steuert. Entsprechende Regulator-Gene wurden auch bei der Fliege u
IBM und Deutsches Ressourcenzentrum für Genomforschung entwickeln Plattform für Nationales Genomforschungsnetz
IBM und das Deutsche Ressourcenzentrum für Genomforschung (RZPD) bauen zusammen den Prototypen für eine Datenplattform auf, die es den Forschern erleichtert, über das Nationale Genomforschungsnetz (NGFN) auf Daten zuzugreifen oder diese auszutauschen. Das System basiert auf der IBM Software DiscoveryLink und wird derzeit im IBM Labor La Gaude in Frankreich getestet. Das NG
Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Früherkennung steigen die Heilungschancen von Hautkrebs. Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT in St. Ingbert entwickeln dazu ein neuartiges Diagnoseverfahren: Sie kombinieren Laserdiagnostik mit endoskopischen Untersuchungen und können so tiefere Hautschichten unter die Lupe nehmen. Die Forscher gehören zu den Gewinnern des BMBF-Innnovationspreises zur Förderung der Medizintechnik.
Der Hautarzt betrachtet übli
Neuartige Bildauswerteverfahren ermöglichen eine schnelle und objektive Erstellung des Differenzialblutbildes. Die Entwicklung eines voll funktionstüchtigen Labormusters wird vom BMBF durch den Gewinn des Innovationswettbewerbs mit 180 000 Euro gefördert.
Preisverleihung am 20. November um 13 Uhr, Halle 3
Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS unter der Projektleitung von Heiko Kuziela, in enger Zusammenarbeit mit Dr. rer. nat Hilmar Luthe und Dr.
Neue bildgebende Verfahren bringen Verhalten und Hirnfunktionen in Verbindung
Die Einführung von bildgebenden Verfahren in die Psychiatrie und Psychotherapie eröffnet ungewöhnliche Möglichkeiten, Strukturen und Funktionen des Zentralnervensystems darzustellen und zu verstehen. Das Forschungsgebiet, das zunehmend Bestandteil von Diagnostik und Therapie psychischer Störungen wird, nennt sich Brain-Imaging oder auch Neuro-Imaging. Wie Experten beim Kongress der Deutschen Gesellschaft fü
Veränderungen in bestimmten Hirnregionen sichtbar machen
Mit Hilfe moderner Brain-Imaging-Verfahren können biologische Veränderungen in bestimmten Hirnregionen bei Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörungen sichtbar gemacht werden. Die so gewonnenen Erkenntnisse wirken sich schon heute auf die Therapie aus, erklärten Experten beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin.
Borderline-Patienten leiden unter
Tagesrhythmus bei Genexpression und Zelltod entscheidend
Das Wachstum eines Tumors wird durch eine komplexe gengesteuerte Uhr kontrolliert. Eine Störung dieser “Uhr” eröffnet eine neue Möglichkeit der Behandlung von Krebs. Diese Ergebnisse haben zwei Forscher auf der International Conference on Molecular Targets and Cancer Therapeutics präsentiert. Das Team vom Dorn Veterans Administration Medical Center und der University of South Carolina hat nachgewiesen, dass bei Tumorzellen tages
Kontaminierter Boden enthält alkaliliebende Bakterien
Wissenschaftler haben in einem See nahe Chicago Bakterien entdeckt, die unter extremen basischen Bedingungen überleben können: Die Umgebung weist einen pH-Wert von 12,8 auf. Im Vergleich wäre dies ein Vollbad in Ätznatron oder einem Abbeizmittel, meinen die Forscher in BBC-Online.
“Die Entdeckung der extremophilen Lebewesen im Grundwasser nahe einer Großstadt war eine Überraschung”, so George Roadcap, Hydrologe bei der I
Mikroanordnung von winzigen Vesikeln: Molekulare Gefäße im Attoliter-Maßstab
Die Unterteilung von Flüssigkeiten in winzigste einzelne Kompartimente ist eine grundlegende Herausforderung für die heutige Wissenschaft. So will man mit immer geringeren Substanzmengen auskommen, immer komplexere miniaturisierte Systeme schaffen und sogar individuelle Moleküle sortieren und einzeln untersuchen. Hauptproblem ist weniger, winzige “Behälter” herzustellen und zu füllen, als diese in der Lösun
Die explodierenden Kosten des Gesundheitssystems könnten mit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) aufgefangen werden, zeigen sich Experten überzeugt. An der am 12. September akkreditierten, ersten Europäischen Privatuniversität für TCM ist ein Modellprojekt zur Kostensenkung mit Behandlungen der Chinesischen Medizin unter dem Arbeitstitel “Erforschung neuer Wege im Gesundheitswesen” geplant.
“An der neu gegründeten TCM-Universität können in Kooperation mit anderen universitären For
Unter dem Einfluss von schwachen Magnetfeldern können sich die knochenbildenden Zellen des Menschen viermal schneller teilen als normal. Das haben Mediziner von der Universität Würzburg festgestellt. Weitere Forschungen sollen nun klären, ob Magnetfelder gegen Osteoporose und andere Knochenkrankheiten einsetzbar sind.
Wie Projektleiter Markus Walther vom Lehrstuhl für Orthopädie erklärt, wurden die knochenbildenden Zellen niedrigenergetischen elektromagnetischen Feldern von maximal 100 Mikr
Die schätzungsweise 194 Millionen Diabetiker weltweit erhielten Auftrieb am 14. November, dem Weltdiabetestag, an dem Forscher in den USA bekannt gaben, dass sie Typ-1-Diabetes in Mäusen gestoppt und rückgängig gemacht hätten.
Am 13. November hatte die Europäische Kommission angekündigt, dass sie ein mit 11,7 Millionen Euro dotiertes Integriertes Projekt finanzieren werde, das sich mit der Behandlung der Adipositas, einer der Hauptursachen für die häufiger auftretende Typ-2-Diabetes-Form, b
Polymerase-Kreisreaktion ermöglicht Nachbau in 14 Tagen
Ein Wissenschaftlerteam unter der Leitung von Craig Venter hat aus DNA-Segmenten den genetischen Bauplan eines Organismus konstruiert. DNA-Stücke wurden zur Herstellung des Genoms des Virus Phi-X zusammengebaut und miteinander verbunden. Dieses Virus infiziert normalerweise Bakterien. Es war der erste Organismus, dessen genetischer Code entschlüsselt wurde. Sein Genom besteht aus 5.386 DNA-Segmenten, die in einem kleinen Kreis
Erste Studie in Deutschland zeigt, dass mindestens zehn Prozent der Tiere in Zoos mit dem Krankheitserreger in Kontakt kamen. Zoobesucher tragen kein erhöhtes Risiko. Zoopersonal ist durch Zecken eher gefährdet
Wissenschaftler des Berliner Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) haben zusammen mit einem Kollegen des Bundesinstituts für Risikobewertung erstmals Zootiere deutschlandweit systematisch auf Lyme-Borreliose hin untersucht. Dabei zeigte sich, dass mehr als zehn Proze
Der Neuglobsower Biologe Michael Schulz und sein Berliner Kollege Dr. Jörg Freyhof vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin (IGB) haben eine neue Fischart beschrieben, die nur im Stechlinsee in Brandenburg vorkommt. Die beiden Forscher untersuchten verschiedene Populationen einer Fischart, die “Kleine Maräne” genannt wird und die als Räucherfisch eine regionale Delikatesse darstellt. Bisher war von den Maränen des Stechlinsees nur bekannt, dass hier neben einer “normal
Zeitpunkt des Entstehens der Schäden nicht feststellbar
Wissenschaftler der University of California haben bei HIV-Patienten, trotz der Einnahme einer entsprechende Medikation, Anzeichen einer Schädigung des Gehirns nachgewiesen. Es ist laut BBC jedoch nicht klar, ob diese Schäden vor oder nach Beginn der Behandlung entstanden sind. Viele der Medikamente gegen Retroviren werden im Gehirn nicht wirksam, da sie die schützende Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden können. Das bedeutet, da