Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Ob Elektronen- oder Rastertunnelmikroskop – die meisten der modernen High-Tech-Mikroskope bieten zwar faszinierende Einblicke in winzige Welten, eignen sich jedoch nicht dazu, lebende Zellen zu untersuchen. Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum wollen hier Abhilfe schaffen. Sie tüfteln an einem Ionenleitfähigkeitsmikroskop (engl. Scanning Ion Conductance Microscope – SICM), das nicht nur einzelne Zellen zerstörungsfrei sichtbar machen, sondern auch ihre Öffnungen nach außen – die Ionenkanäle –
Wenn bestimmte Immunzellen allzu heftig stimuliert werden, dann können sich Autoimmunkrankheiten oder Krebsleiden, so genannte Lymphome, entwickeln. Um das zu verhindern, tragen die Zellen Proteine auf der Oberfläche, die ihre Immunantwort abschwächen. Der Immunologe Lars Nitschke von der Uni Würzburg untersucht die Funktion eines dieser Proteine und dessen Regulation durch die Bindung an körpereigene Zuckermoleküle.
B-Lymphozyten sind die Zellen des Immunsystems, die Antikörper gegen Krank
FIZ CHEMIE Berlin schaltet zur online information 2003 die thermophysikalische Stoffdatenbank INFOTHERM im Internet frei / Problemlose Einbindung in Firmennetze durch XML-Format
Die vom Fachinformationszentrum Chemie GmbH (FIZ CHEMIE Berlin) Mitte dieses Jahres angekündigte thermophysikalische Stoffdatenbank INFOTHERM ist fertig. Sie wird zur Fachmesse online information 2003 (2. bis 4. Dezember, London) im Internet freigeschaltet. Die neue Online-Datenbank bringt thermophysikalische
Endoskopisches Verfahren zur besseren Kosmetik nach Schilddrüsenoperationen
Allein in Deutschland und Österreich haben mehrere Millionen Menschen Schilddrüsenknoten unterschiedlicher Größe. Zentrales Problem dabei ist, bösartige Knoten rechtzeitig zu erkennen. Für eine exakte histologische Beurteilung ist oft die chirurgische Entnahme der Knoten unumgänglich. Ein neuartiges endoskopisches Verfahren vermeidet große Schnitte und bewirkt günstigere kosmetische Ergebnisse. Im Krankenhaus
Werte bei Diabetikern um 20 Prozent gesunken
Bereits ein halber Teelöffel Zimt reduziert die Blutzuckerwerte bei Diabetikern deutlich. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Beltsville Human Nutrition Research Center gekommen. Bereits das Einweichen einer Zimtstange in den Tee kann diesen Effekt erzielen. Der leitende Wissenschaftler Richard Anderson erklärte gegenüber Newscientist, dass diese Entdeckung anfangs auf einen reinen Zufall zurückzuführen war. “Wir haben die Auswirkungen v
Siemens eröffnet eine neue Dimension in der Magnetresonanztomographie Siemens Medical Solutions läutet eine neue Ära in der Magnetresonanztechnologie ein: Unter dem Namen Tim (Total imaging matrix) präsentiert das Unternehmen ein neuartiges Verfahren, das erstmals Ganzkörperaufnahmen in nur einer einzigen Untersuchung ermöglicht. Das Wechseln von Körperspulen, das Repositionieren der Patienten sowie das nachträgliche, aufwändige Zusammensetzen der Bilder zu einem Komplettbild gehören
Einen ungewöhnlichen Fund haben Paläontologen der Universität Bonn in den Tagebaugebieten bei Garzweiler gemacht. In der vom Bagger gerissenen Schneise entdeckten sie merkwürdige Ansammlungen fossiler Nüsse. Ihre Theorie: Ein Hamster hatte in seinem Bau und den Gängen Nahrungsvorräte angelegt, um in der kalten Jahreszeit davon zu knabbern – vor gut 17 Millionen Jahren. Damit wäre der Fund die älteste Speisekammer, die je entdeckt wurde.
Irgendwann verließ der eifrige Sammler seinen Bau und
Substanzen wirken gezielt in bestimmten Tumorbereichen
Wissenschaftler des Duke Comprehensive Cancer Center haben vier neue Medikamente gegen Gehirntumore identifiziert. Eines dieser Medikamente soll drei verschiedene Arten von Tumoren bekämpfen können. Nachdem Tests mit Versuchtieren erfolgreich waren, werden laut BBC ähnliche Ergebnisse beim Menschen erwartet. Jede der neuen Substanzen wurde dafür ausgelegt, auf einen bestimmten Bereich des Gehirntumors abzuzielen.
Das erst
Verfahren erfasst bereits Antigene
Wissenschaftler haben einen neuen Test für das Virus entwickelt, das SARS verursacht. Dieser Test könnte in Zukunft eine frühere Entdeckung der Krankheit ermöglichen. Das von der National Taiwan University entwickelte Verfahren liefert laut BBC innerhalb von zwei bis drei Tagen Testergebnisse. Bestehende Tests, die nach Antikörpern suchen, sind mit einem deutlich höheren Zeitaufwand verbunden.
Der neue Test erfasst Antigene, die durch das
Investitionen in die Impfstoffentwicklung zahlen sich aus / Neue MaxPlanckForschung mit Fokus “Mikroben” erschienen
Alle zwei Sekunden stirbt irgendwo auf der Erde ein Mensch an einer Infektionskrankheit. Und Seuchen wie Grippe oder jüngst SARS erinnern uns immer wieder daran, dass wir die Welt mit mikroskopisch kleinen Erregern teilen, die uns ständig belauern. Wie sehr sind wir von alten oder auch neuen Seuchen bedroht? Vor welchen Herausforderungen stehen Medizin, Grundlagenforschu
Bestimmte Krebserkrankungen lassen sich anfangs gut mit Bestrahlung oder Chemotherapie bekämpfen, sprechen mit der Zeit aber zunehmend schlechter auf die Behandlung an. Wie Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum nun herausgefunden haben, liegt die Ursache dieser so genannten Therapieresistenz in zahlreichen Defekten des genetischen Selbstvernichtungsprogramms der Krebszellen.
Selbstmord als natürliche Notbremse
Die molekularen Ursachen der Therapieresistenz haben Priv
Siemens hat einen Magnetresonanztomographen (MR) entwickelt, der mit einer völlig neuen Aufnahmetechnik erstmals Ganzkörperaufnahmen in einem Schritt erlaubt. Das Verfahren verbessert auch die Aufnahmequalität und erlaubt so präzisere Diagnosen etwa bei metastasierenden Tumoren. Außerdem erleichtert es Patienten die Untersuchung “in der Röhre”, weil der Kopf nur kurz in den Tomographen kommt – oder überhaupt nicht. Das weltweit erste MR-System mit der Tim-Technik, das Magnetom Avanto, wird am Diensta
Einem Forscherteam von NIH und MPI für Biochemie ist es gelungen, den äußeren Aufbau des Virus mittels Kryo-Elektronentomographie sichtbar zu machen
Viele Viren sind strukturell sehr komplexe, aus Tausenden von Einzelmolekülen bestehende Gebilde. Ein wichtiger Vertreter ist das Herpesvirus, von dem mehr als 90 Prozent der Weltbevölkerung durchseucht sind. Aufgrund der meist asymmetrischen Form von Viren war es bisher nicht möglich, die molekulare Architektur ihrer für die Infektion vo
VPM organisiert klinische Entwicklung – Fokus zunächst auf Transplantationen
Einen Impfstoff gegen Cytomegalie-Viren wollen die Vakzine Projekt Management GmbH (VPM), die Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) und die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz im Rahmen einer jetzt geschlossenen Vereinbarung entwickeln. Die zu den Herpesviren zählenden Erreger verursachen besonders bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem lebensbedrohliche Erkrankungen und sind nach dem Down-Sy
US-Forscher entdecken seltene Hirnstörung nach Schlaganfall
Ein Sprachexperte der University of Central Florida hat eine extrem seltene Störung einer Patientin nach einem Schlaganfall diagnostiziert. Die Patientin, eine 57-jährige Amerikanerin, hat nach dem Schlaganfall in englischem Akzent zu sprechen begonnen, berichtet das Wissenschaftsmagazin Science Daily. Die Patientin zählt damit zu den knapp 20 seit 1919 kolportierten Fällen des so genannten “Foreign Accent Syndrome”.
In einer konzertierten Aktion der Hersteller von Computertomographie-Einrichtungen (CT) und der Deutschen Röntgengesellschaft konnte innerhalb von fünf Jahren eine Reduktion der medizinischen Strahlenexposition bei den Einzelanwendungen von CT um bis zu 30 Prozent erreicht werden. Dies berichteten Experten auf dem vom ZVEI-Fachverband Elektromedizinische Technik und der Deutschen Röntgengesellschaft im November 2003 in Berlin durchgeführten Symposium “5 Jahre Konzertierte Aktion Dosisreduktion CT”, a