Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Weniger als vier Stunde erhöhen das Risiko um 73 Prozent
Ein Mangel an Schlaf erhöht die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von Übergewicht. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Columbia University gekommen. Im Schlaf verbrennt der Mensch weniger Kalorien, daher scheint diese Theorie auf den ersten Blick nicht einleuchtend zu sein. Tatsächlich ist es aber so, dass Menschen, die vier Stunden oder weniger pro Nacht schlafen, um 73 Prozent eher übergewichtig sind. Eine Ursache dafür kö
Serotonin-Rezeptor-Hemmer verhindern tödliche Infektion
Ein Medikament, das zur Behandlung von Schizophrenie eingesetzt wird, kann Gehirnzellen vor einem Virus schützen, das eine fatale Nervensystemerkrankung verursacht. Bei der Krankheit handelt es sich um progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML). Sie betrifft Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, wie Aids-Patienten oder Patienten mit einer Organtransplantation. Eine Studie der Brown Universität in Kooperation mit
Deutsche Klassenzimmer sind zu laut. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für interdisziplinäre Forschung der Universität Bremen. In dem Forschungsprojekt wurde die Raumakustik von Klassenzimmern in fünf Schulen in NRW untersucht. Bauliche Mängel und das Verhalten der Schülerinnen und Schüler in den Unterrichtsstunden ließen den Schallpegel dabei auf bis zu 75 Dezibel ansteigen. Dieser Lärm belastet die Gesundheit der Lehrer und senkt die Qualität des Unterrichts.
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Höhe des BMI hat direkten Einfluss auf Temporallappen
Wissenschafter des Sahlgrenska University Hospital haben nachgewiesen, dass Frauen, die lebenslang übergewichtig sind, eher von einem Verlust des Gehirngewebes betroffen sind. Dieser Verlust gilt laut BBC als eines der ersten Anzeichen, dass ein Mensch an einer Demenz erkranken wird. Zusätzliches Gewicht blieb ein Risikofaktor auch wenn andere Faktoren wie Diabetes berücksichtigt wurden. Der Ergebnisse der Studie wurden in Ne
Verschiedenste Krankheiten auf Fettleibigkeit zurückzuführen
Schwer übergewichtige Frauen tragen ein zwölf Mal höheres Risiko, an Diabetes zu erkranken oder sich einer Knieersatzoperation unterziehen zu müssen. Die Wahrscheinlichkeit für hohen Blutdruck ist fünf Mal so groß wie bei normalgewichtigen Frauen. Männer in einer hohen Gewichtskategorie haben acht Mal so oft Diabetes und sechs Mal so oft Knie-Operationen und hohen Blutdruck. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Fred Hu
Wieso helfen wir der alten Dame über die Straße, obwohl wir davon doch gar nichts haben? Viele Soziobiologen vermuten auch hinter derartigen Verhaltensmustern evolutive Ursachen, selbst wenn sie häufig nur schwer zu erkennen sind. Ein Biologe der Universität Bonn hat nun in einem theoretischen Modell nachgewiesen, dass altruistisches Verhalten sogar bei Bakterien ein evolutiver Vorteil sein kann: Unter bestimmten Wachstumsbedingungen sterben egoistische Bakterien aus, während sich ihre altruistis
Heidelberger Forscher entdecken Proteine, die Informationen von Histonen ablesen können
“Ein weiterer Schritt zum Verständnis der Vorgänge, die aus einer Zelle eine Blut- oder Hautzelle werden lassen, ist getan”, fasst Professor Renato Paro, Leiter der Abteilung Epigenetik am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg (ZMBH), die Ergebnisse der neuesten Publikation aus seiner Arbeitsgruppe (Ringrose, L. et al., Molecular Cell, Vol. 16, 4) zusammen.
In jede
Trotz immer schärferer Konkurrenz und bundesweit reduzierter Forschungsmittel ist es zwei Forschungseinrichtungen der Universität Erlangen-Nürnberg gelungen, Fördermittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in beträchtlicher Höhe einzuwerben. Zur Entwicklung neuartiger antiviraler Therapieformen werden im Rahmen des Nationalen Genomforschungsnetzwerks-2 für beide Vorhaben insgesamt 870.000 Euro bereitgestellt. Die zwei geförderten Projekte werden von Prof. Dr. Alexander Steinkasserer, L
Kräuter und Kakaoschalen könnten leistungsfördernde Antibiotika ersetzen
Masthähnchen lecken sich sprichwörtlich den Schnabel, wenn ihr Futter mit Bohnenkraut oder Schwarzkümmel gewürzt ist. Auch ein Hauch zermahlene Kakaoschalen wird von den gefiederten Feinschmeckern sehr geschätzt. In Fütterungsversuchen haben Wissenschaftler der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) und des Instituts für Getreideverarbeitung GmbH herausgefunden, dass die Tiere von diesem Futter mehr f
Kältetherapie bei Entzündungen sind seit Jahrzehnten Standard. Durch moderne Anwendungsformen, wie gekühlte Luft, verdampfter Stickstoff etc. hat diese Therapie an Effizienz gewonnen. Vor 15 Jahren begann im Hause CRIO Medizintechnik in Birkenfeld bei Pforzheim die Entwicklung von Kältetherapiekammern für die Behandlung rheumatischer Erkrankungen. Heute bietet CRIO Medizintechnik wirtschaftlich zu betreibende ausgereifte Anlagen an. CRIO SPACE CABIN minus 110 Grad C ist ein Zweiraums
Cotrimoxazol bei Kindern sehr wirksam
Tests des Medical Research Council haben den Erfolg eines Antibiotikums in der HIV/Aids-Behandlung nachgewiesen. Die Tests wurden frühzeitig beendet, als deutlich wurde, wie wirksam die tägliche Verabreichung des Antibiotikums Cotrimoxazol bei HIV/Aids war. WHO und Unicef verändern aufgrund der Ergebnisse der in The Lancet veröffentlichten Studie ihre Empfehlungen für Medikamente. Das Team um Dianna Gibb untersuchte in Sambia 541 Kinder mit HIV
Feine Staubpartikel, die kleiner sind als ein Hundertstel Millimeter – international als PM10 bezeichnet – können die Gesundheit schädigen. Vor allem in den Wintermonaten gibt es in Deutschland an einzelnen Tagen immer wieder flächendeckend zuviel Feinstaub in der Luft – so genannte Episoden. Dann wird der gesundheitlich bedenkliche Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft (µg/m3) an vielen Messstationen erheblich überschritten. In den anderen Jahreszeiten treten hohe Feinstau
CrescNet wurde vom Leipziger Kinderarzt und Wachstumsspezialisten Prof. Dr. Eberhard Keller begründete, der vor 10 Jahren seine Stiftungsprofessur bekam. 330 Kinderarztpraxen sind heute an dem Projekt beteiligt, rund 250 000 Kinder sind bisher erfasst, 13 Wachstumsspezialisten bringen ihr Know How ein. Das 6. Symposium CrescNet anlässlich des 10 jährigen Bestehens der Stiftungsprofessur “Wachstum und Entwicklung” zieht Bilanz. Der Wachstumsexperte Keller hat von jeher die Zusammen
Wie von Wissenschaftlern des Forschungszentrums für Ökologie und Hydrologie Dorchester/UK und des Umweltforschungszentrums Leipzig jetzt herausgestellt wurde, zeigt die kürzlich von einem weiteren internationalen Forscherteam aus Dänemark, Taiwan und den USA rekonstruierte Evolutionsgeschichte der Maculinea-Ameisenbläulinge, einer Schmetterlingsart, welch versteckte genetische Vielfalt sich hinter äußerlich vermeintlich identischen Lebewesen verbirgt.
Die Ergebnisse aus beiden Studi
Billing-Preis für wissenschaftliches Rechnen 2004 geht an Entwickler einer innovativen Software-Umgebung für Bioinformatik-Problemstellungen
Für die Entwicklung einer integrierten Software-Umgebung für die Bioinformatik erhalten Markus Rampp und Thomas Soddemann vom Rechenzentrum Garching der Max-Planck-Gesellschaft den diesjährigen, mit 3.000 Euro dotierten Heinz-Billing-Preis. Die im Rahmen des Projekts MiGenAS (Microbial Genome Analysis System) der Max-Planck-Gesellschaft programm
Aktuell publiziert in der Novemberausgabe der Zeitschrift NEURON:
Ein internationales Team aus Wissenschaftlern hat ein Gen entdeckt, das im Fall einer Mutation eine erbliche Form der Parkinson-Krankheit verursacht. Obwohl die Parkinson-Krankheit in der Mehrzahl der Fälle nicht erblich ist, könnte diese Entdeckung zu neuen Möglichkeiten der Therapie oder zur Verhütung der Erkrankung führen. Beteiligt an der Erforschung sind das Hertie-Institut für klinische Hirnforschung am Universitä