Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Heidelberg identifizieren Schlüsselmolekül für die Entwicklung chronischer Schmerzen
Starke Schmerzen von langer Dauer hinterlassen oft bleibende Spuren im Nervensystem. Wissenschaftler des Pharmakologischen Instituts der Universität Heidelberg (Geschäftsführender Direktor: Professor Dr. Stefan Offermanns) haben jetzt gezeigt, dass ein bestimmtes Molekül in den Nervenzellen des Rückenmarks, der sogenannte AMPA-Rezeptor, wesentlich zur Entwic
Angeborene Fehlbildungen des Neuralrohrs oder des Herzens sind die häufigste Todesursache bei Säuglingen. Meistens sind sie die Folge einer Folsäureunterversorgung der Frauen während der Schwangerschaft. Die so genannten Neuralrohrdefekte sind vor allem als “offener Rücken”, “Wasserkopf” sowie Lippen- und Kieferfehlbildungen bekannt. Da das Neuralrohr sich bereits in den ersten 22 bis 28 Tagen der Schwangerschaft bildet, entstehen derartige Fehlbildungen zu einer Zeit, in der die meisten Schwangersc
Rund 30 Millionen Menschen leiden weltweit so sehr unter Schmerzen, dass sie täglich synthetische nichtsteroidale Antirheumatika einnehmen und gehen damit ein vier- bis sechsfaches Risiko ein, in der Folge an Magen- und Darmproblemen zu erkranken. Eine gut verträgliche, wirkungsvolle Alternative steht seit kurzem zur Verfügung: Der wieder entdeckte, heute standardisierte, kassenzulässige Weidenrindenextrakt (Assalix®).
Menschen, die an Rheuma oder Arthrose leiden, sind ohne Medikame
Neue Forschungsergebnisse des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg
In einer aktuellen wissenschaftlichen Veröffentlichung kommen die Forscher aus dem Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg zu dem Ergebnis, dass Quecksilber eine ursächliche Bedeutung bei der Alzheimer-Erkrankung zukommen kann. Die Forscher fanden in der von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), Stiftung Umwelt und Ge
Bakterielle Symbionten von Meeresschwämmen eröffnen Weg für biotechnologische Produktion mariner Naturstoffe gegen Krebs
Sesshafte Meeresschwämme setzen – ähnlich wie Pflanzen – chemische Abwehrstoffe zur Verteidigung gegen ihre Feinde ein. Solche Substanzen besitzen nicht selten nützliche und therapeutische Eigenschaften und gelten daher als wichtige Kandidaten für zukünftige Arzneimittel, jedoch: Ihre Entwicklung bis zur Produktreife ist aufgrund der geringen Mengen, die aus den
Risikogruppe entwickelt Symptome früher
Mit Hilfe von Bildgebungstechnologien haben Forscher der Columbia Universität klare Unterschiede der Gehirnfunktion zwischen Menschen, die einen genetischen Risikofaktor für Alzheimer tragen, und jenen, denen dieser Faktor fehlt, nachgewiesen. Weil die Forscher vermuten, dass Alzheimer das Gehirn verändert, Jahre bevor die Krankheit auftritt, könnte die Krankheit in diesem vorklinischen Stadium noch am wirkungsvollsten zu behandeln sein. Dann i
Kontrollierte Abgabe von Therapeutika
Eine einfache Gaspumpe wie sie in Atemgeräten von Tauchanzügen verwendet wird, soll Medikamente gezielt in die Venen transportieren. Das Gerät soll vor allem in ländlichen Regionen ohne Stromversorgung oder sogar am Kriegsschauplatz dafür sorgen, dass die Medikamente ordnungsgemäß verabreicht werden, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist.
Zahlreiche Medikamente oder Wirkstoffe wie etwa jene für Chemotherapie oder auch zur Sc
Im Rahmen eines von der Europäischen Kommission finanzierten Projekts wurden innovative anatomische Schienbeinteile entwickelt, die vielfältige Patientenanforderungen an Knieprothesen erfüllen.
Die orthopädische Chirurgie hat sich seit ihren bescheidenen Anfängen hervorragend entwickelt. Dabei sind prothetische Operationen einer der wichtigsten und bekanntesten Bereiche. Besonders die Implantation von Knieprothesen hat sich zu einem sehr verbreiteten Verfahren entwickelt, und es wer
Mit Hilfe der Laserstrahlung soll es künftig möglich sein, den Atem eines Patienten zu analysieren, um daraus die Diagnose von Krankheiten zu erleichtern. Das ist das ehrgeizige Ziel eines neuen Projektes der Europäischen Union unter Beteiligung des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH).
Das Prinzip dieses Projektes basiert auf der Erkenntnis, dass im menschlichen Atem, Spurengase vorhanden sind, die zum Teil auf Krankheiten schließen lassen. Mit einem Laserstrahl und passenden Sen
Der Vize-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe DGGG Prof. Dr. Klaus Diedrich teilte heute die Geburt des zweiten gesunden Kindes in Deutschland nach Polkörperbiopsie mit. Die Polkörperbiopsie wurde am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck durchgeführt.
Am 11. November 2004 hat Frau K. aus Bremen einen gesunden Jungen geboren. Sowohl Frau K. als auch ihr Mann sind Anlageträger einer schweren, unheilbaren Erberkrankung, der Mukopoly
Experten befürchten Irreversibilität des Phänomens
Chronische Schmerzen führen zu einer dauerhaften Schrumpfung des Gehirns, glauben US-Forscher. Ein Team von der Northwestern Universität http://www.northwestern.edu/ hat nachgewiesen, dass Patienten mit Rückenschmerzen eine verminderte Aktivität in einer bestimmten Gehirnregion, dem Thalamus, aufwiesen. Diese Region ist wichtig für Entscheidungsfindung und Sozialverhalten. Die Forscher vermuten, dass die Veränderungen irrevers
Studie an der Universität Leipzig widmet sich Befindlichkeiten von Patienten nach Kehlkopfentfernungen. Zwischenergebnisse werden auf Symposium am 1. Dezember vorgestellt.
Wenn ein Mensch an Kehlkopfkrebs erkrankt, kann die völlige Entfernung des erkrankten Organs auf chirurgischem oder strahlentherapeutischem Wege (Laryngektomie) heutzutage oftmals verhindert werden. Sobald der Tumor jedoch weit entwickelt ist, bleibt keine andere Wahl , als diesen Eingriff vorzunehmen. Was dies
Die harten, spröden Stacheln des Seeigels sind ein technisches Wunder. Von der Basis bis hin zur nadelscharfen Spitze bestehen sie aus einem einzigen Kristall, das innerhalb von wenigen Tagen nachwächst,wenn es abbricht. Jetzt haben Wissenschaftler des Weizmann Instituts zeigen können, wie die Seeigel dies schaffen.
Während viele Kristalle aus Atom- oder Molekülbestandteilen entstehen, die sich in Flüssigkeit auflösen, wobei Zucker und Salz hier die bekanntesten Beispiele darstellen
Jochen Schwenk erhielt für seine Diplomarbeit “Neue Ansätze zur Identifizierung potenzieller Virulenzfaktoren in Candida albicans”, die er in der Gruppe Genomics – Proteomics – Screening am Fraunhofer IGB anfertigte, den zweiten Hugo-Geiger-Preis 2004
Candida albicans ist der häufigste humanpathogene Pilz. Bei gesunden Menschen befällt er schon einmal Haut und Schleimhäute oder besiedelt den Darm. Bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem aber kann er lebensbedrohliche Infektionen
Dortmunder Max-Planck-Wissenschaftler stellen neue Strategie vor, bei der die Kernstruktur von Proteindomänen als Leitprinzip für die Entwicklung neuer molekularer Wirkstoffkandidaten dient
Die Untersuchung von Ähnlichkeiten zwischen Proteinen ist eine wichtige Strategie bei der Fahndung nach neuen Wirkstoffen. Bisher konzentrierte man sich hierbei auf die Aminosäuresequenz oder die Wirkungsweise der Proteine. Doch evolutionär gesehen ist es die räumliche Struktur, also die Faltung
Das Else Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin (EKFZ) öffnet am 1. Dezember 2004 im Münchner Klinikum rechts der Isar seine Pforten.
Forschen und behandeln
Das EKFZ widmet sich sowohl der Behandlung von Patienten als auch der Erforschung und Vorbeugung ernährungsabhängiger Erkrankungen. Dafür stehen dem Zentrum zwei Einrichtungen der Technischen Universität München zur Verfügung: die Klinik für Ernährungsmedizin im Klinikum rechts der Isar und das Forschungsinstit