Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Eine poröse Chromoxidstruktur kann flüchtige organische Verbindungen aufnehmen und ihre Zersetzung zu Kohlendioxid katalysieren
Flüchtige organische Verbindungen (Volatile Organic Compounds – VOCs) wie Toluol oder Acetaldehyd stellen eine Gefahr für die Umwelt dar. Deshalb müssen sie aus der Abluft von Industrieanlagen restlos entfernt werden. Dies geschieht meist durch Adsorption , Rückgewinnung und anschließende katalytische Verbrennung. Als Katalystoren hierfür dienen oft Sauerst
Bezüglich der Biovielfalt der europäischen Böden wurden Pflanzen als mögliche Indikatoren für die Biovielfalt ermittelt.
Das Bedürfnis nach der Ermittlung von Veränderungen in der Biovielfalt, vor allem mit Hinblick auf die Vielfalt der Arten, hat zu weiteren Entwicklungs- und Überwachungsindikatoren für das Zusammenspiel der Arten in Europa geführt. Ein Haupthindernis beim Überwachungsprozess sind die Schwierigkeiten bei der schnellen Messung der Veränderungen vieler Arten eines be
In den vergangenen Jahren erlebte die Aquakultur in der Mittelmeerregion einen schlagartigen Anstieg. Mit dem MERAMOD-Modell kann die Gesundheit des Meeresbodens und seiner Bewohner gesichert werden.
Die Aquakultur ist die Kultivierung von natürlichen Produkten (hauptsächlich Fisch, aber auch Schalentiere und Pflanzen) in den Gewässern unseres Planeten wie beispielsweise Meeren und Ozeanen. Die von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen zusammengetra
Ein bestimmter genetischer Fehler führt dazu, dass Mädchen sich aufgrund vorgeburtlicher Hormonstörungen zu Zwittern entwickeln. Privatdozentin Dr. Wiebke Arlt, Sprecherin der Sektion “Nebenniere, Hypertonie und Steroide” der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE), klärte in einer Studie die Ursachen der hormonellen Störung auf. Die betroffenen Kinder haben vor der Geburt einen deutlichen Überschuss an männlichen Geschlechtshormonen, der später wieder verschwindet. Bisher war völlig unkl
EML Research (Heidelberg) ist Partner des europäischen Netzwerks “Biosimulation” – Wissenschaftler helfen mit computergestützten Ansätzen, Medikamente schneller, billiger und schonender zu entwickeln
Neue Medikamente zu entwickeln ist langwierig und teuer. Oft sind aufwändige Laborexperimente und zahlreiche Tierversuche notwendig. Deshalb werden zunehmend rechnergestützte Methoden eingesetzt. Mit Computersimulationen berechnen Wissenschaftler die biochemischen Prozesse, die i
Einsatz der Nadeln nicht allein entscheidend
Eine Studie des US-National Institutes of Health ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Akupunktur bei Osteoarthrose eine effektive Ergänzung der Standardbehandlung ist. Akupunkturpatienten erreichten eine Verringerung des Schmerzes von 40 Prozent und eine fast gleich große Verbesserung der Kniefunktion. Die Ergebnisse der Studie, an der 570 Patienten teilnahmen, wurden in den Annals of Internal Medicine veröffentlicht. Eine weitere Studie,
Die Berger-Krankheit oder IgA-Nephropatie (IgAN) ist die weltweit am häufigsten auftretende Glomerulonephritis. Es handelt sich hierbei um eine Autoimmunreaktion, die durch die Expression von T-Helferlymphozyten und durch erhöhte Zytokinkonzentrationen hervorgerufen wird. Durch die Zuordnung möglicher Genloci, die mit dieser Nierenerkrankung in Verbindung stehen, soll eine frühe Diagnose ermöglicht und die Prognose für den IgAN-Patienten verbessert werden.
Die Rolle genetischer Fak
Fettleibigkeit ist eine große Herausforderung für europäische Krankenhausärzte und praktische Ärzte. Wie einzelne Personen auf Programme zur Gewichtsabnahme reagieren, scheint mit genetischen und umfeldbedingten Faktoren zusammenzuhängen. Jedoch wurden diese von Forschern bisher kaum berücksichtigt.
Im Rahmen des NUGENOB-Projektes sollte geklärt werden, wie sich bestimmte Genvarianten auf die Diäterfolge von 711 fettleibigen Probanden auswirken. Die Testpersonen nahmen an einem 10
Die Verbindung zwischen Osteoporose und den Hormonspiegeln von Hormonen wie beispielsweise Östradiol ist bereits seit einigen Jahren bekannt. Trotz der Existenz dieser Verbindung ist nur wenig darüber bekannt, auf welche Art Östradiol die Knochenbildung beeinflusst.
Viele Jahre lang war man überzeugt, dass Östradiol nur von einer einzigen Form des Östrogen-Rezeptors (ÖR) in den menschlichen Osteoblasten (knochenbildende Zellen) erkannt wird. Das Hormon aktiviert dann spezielle Molek
“Die sind ja völlig hysterisch!” So sagt man, wenn 13-jährige Mädchen beim Konzert ihrer Lieblings-Boygroup kreischen, weinen, in Ohnmacht fallen. Hysterie – damit ist heute ein überzogenes, theatralisches Verhalten gemeint. Vor gut 100 Jahren stand dieser Ausdruck noch für eine ernsthafte Krankheit, und die Betroffenen – fast ausschließlich Frauen – wurden in Psychiatrischen Anstalten behandelt.
Schon im 19. Jahrhundert galt eine hysterische Persönlichkeit als überzogen und thea
Ein neues Mausmodell zur Hirnkrankheit Epilepsie gibt jetzt Aufschluss darüber, was sich während der Entstehung der Epilepsie im Gehirn abspielt und lässt auf eine schnellere Entwicklung von neuen Medikamenten hoffen.
Dr. Dirk Isbrandt und sein Team vom Zentrum für Molekulare Neurobiologie (Hamburg) konnten in Zusammenarbeit mit norwegischen Wissenschaftlern mithilfe eines neuen Tiermodells die Funktion zweier so genannter Kaliumkanäle im Gehirn aufklären. Das Projekt ist Teil des N
Max-Planck-Wissenschaftler beschreiben neue morphologische Basis für neuronale Plastizität
Morphologische Veränderungen von Nervenzellen und dabei vor allem die Ausbildung dornenartiger Strukturen gehen offensichtlich einher mit funktionalen Änderungen in der neuronalen Plastizität. Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried ist es nun erstmals gelungen, die Bedingungen zu identifizieren, unter denen Nervenzellen diese zusätzlichen Dornen wieder zur
Der Erfolg der Wasserstoff-Technologie zum Antrieb von Fahrzeugen steht und fällt mit der Speicherung des Wasserstoffs, für die bisher keine wirklich befriegende Lösung in Sicht ist. Ein Team aus Wissenschaftlern von der University of North Carolina und dem United States Department of Energy haben nun ein metall-organisches Material entwickelt, in dessen Hohlräumen Wasserstoffmoleküle “in der Falle sitzen” – vielleicht ein neuer Ausgangpunkt für das Design neuer Speichermedien.
Da
Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert MHH-Forscher mit einer Million Euro
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt eine Arbeitsgruppe um Professor Dr. Dietmar J. Manstein, Abteilung Biophysikalische Chemie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), mit einer Million Euro – dafür erhält das Team ein 4Pi-Laser-Scanning-Mikroskop. Dieses Höchstleistungs-Lichtmikroskop ermöglicht den Blick auf die Bausteine des Lebens in Zellen und Gewebe. “Wir können so Krankheitsursa
Gen Olig 1 spielt entscheidende Rolle
Wissenschafter der University of Cambridge und des Dana-Farber Institute haben mit Olig 1 ein Gen identifiziert, das die Fähigkeit des Körpers kontrolliert, den Nervenschaden zu heilen, der durch Krankheiten wie Multiple Sklerose hervorgerufen wird. Multiple Sklerose nimmt den Nerven die schützende Myelinschicht und beeinträchtigt damit ihre Fähigkeit zur Signalübertragung. Olig 1 kann das erneute Wachstum von Myelin stimulieren. Die Ergebnisse
In Deutschland gibt es einen weitgehend unbekannten Killer: Nach einer aktuellen Studie des Kompetenznetzes Sepsis (SepNet) sterben hierzulande jeden Tag durchschnittlich 162 Menschen an einer Sepsis – den Folgen einer außer Kontrolle geratenen Infektion durch Bakterien oder andere Mikroorganismen.
Die offizielle Todesursachen-Statistik des Statistischen Bundesamtes geht dagegen von “nur” 16,7 Sepsis-Toten pro Tag aus. “Unsere Studie zeigt, dass die Bedeutung der Sepsis bisher völ