Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Ein Forscherteam am Lehrstuhl für Physikalische Chemie der TU München (Prof. Ulrich Heiz) entdeckte den bisher kleinsten aktiven Goldkatalysator, der aus nur acht Goldatomen (Au8) besteht. In enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern am Georgia Institute of Technology, Atlanta, USA, wiesen sie nach, dass nicht nur seine elementare Zusammensetzung, sondern auch die Größe und vor allem sein Ladungszustand für die Katalyse entscheidend ist. Über diese Forschungsergebnisse wurde kürzlich im Wissensch
Stammzellen aus dem Knochenmark, die sogenannten adulten Stammzellen, besitzen die Fähigkeit, sich in verschiedene Zellarten zu differenzieren. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für die Regenerative Medizin. Krankheiten, bei denen es zu einer Verminderung von Zellen kommt, wie Leukämie, Muskelschwund oder Querschnittslähmung könnten mithilfe dieser Stammzellen geheilt werden.
An einer Methode, das Wachstum von Stammzellen aus dem menschlichen Knochenmark zu optimieren, forscht
Die Proteine Aktin und Myosin haben ihren festen Platz in der Muskulatur, wo sie für die Kontraktion zuständig sind. Neue Untersuchungen belegen jedoch, dass sie auch im Zellkern vorkommen. Bisher war allerdings unklar, was sie dort zu suchen haben. Ein internationales Team um Professor Dr. Ingrid Grummt, Leiterin der Abteilung Molekularbiologie der Zelle II im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), zeigte, dass die Muskelproteine im Zellkern aktiv an der Transkription, dem Ablesen genetischer In
Das Molekül Kisspeptin aktiviert die Fortpflanzungshormone
Wissenschafter der University of Pittsburgh haben mit dem Molekül Kisspeptin den genetischen Schalter gefunden, der für das Einsetzen der Pubertät verantwortlich ist. Kisspeptin aktiviert die Fortpflanzungshormone. Das Team nimmt an, dass das Molekül mit GPR54 ein erst kürzlich entdecktes Pubertätsgen “einschaltet”. Die Forscher gehen davon aus, dass diese Erkenntnisse bei der Behandlung von Pubertätsstörungen hilfreich
Besonders jetzt in der kalten Jahreszeit schlagen sie wieder erbarmungslos zu. In überfüllten Bussen und anderen Orten, wo viele Menschen zusammenkommen, finden die gefährlichen und äußerst tückischen Erreger leicht ihre Opfer. Eine Ansteckung mit dem Grippe (Influenza)-Virus kann vor allem für ältere und abwehrgeschwächte Menschen fatale Folgen haben. Allein in Deutschland sind jedes Jahr Tausende von Todesfällen auf diese Erkrankung zurückzuführen, betont Prof. Dr. Stephan Ludwig. Der Naturwi
In seinem 1. Workshop 2005 beschäftigt sich das Leipziger Rheumazentrum u. a. mit innovativen Medikamenten, die auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen von der Entstehung und medikamentösen Beeinflussung der rheumatoiden Arthritis, im Volksmund gewöhnlich als Rheuma bezeichnet, beruhen. So weiß man seit langem, dass Rheuma eine Autoimmunerkrankung ist, die auf einer Fehlregulation des Immunsystems beruht. Der Körper reagiert mit einer Entzündung der Gelenkinnenhaut, welche zu Deformierungen b
Malaria ist eine tückische Infektionskrankheit, die Jahr für Jahr mehr als eine Million Menschenleben fordert. Besonders betroffen sind Afrika, aber auch Asien und Lateinamerika. Malaria wird von Moskitos übertragen und steht in untrennbarer Verbindung zum Klima, da Faktoren wie Temperatur und Niederschlagsmenge entscheidend für die Ausbildung der Moskitopopulation sind.
Um Leben retten zu helfen, werden in Risikogebieten Malariafrühwarnsysteme eingerichtet. Numerische Wettervorhe
Infolge einer umfassenden Studie zur Diagnose und Behandlung von Fettleibigkeit wurden Richtlinien erarbeitet. Man hofft, dass diese die Industrie, Angestellte des Gesundheitswesens und die Verbraucher bei der Intervention, Behandlung und Vorbeugung dieser Krankheit unterstützen.
Die Fettleibigkeit stellt in der modernen Gesellschaft ein bedeutendes Risiko für die öffentliche Gesundheit dar und kann auf zahlreiche Gründe zurückgeführt werden. Einige davon sind genetische Veranlag
Osteoporose ist eine Krankheit, bei der die Knochendichte abnimmt und damit die Anfälligkeit für Knochenbrüche in belasteten Körperregionen, insbesondere der Wirbelsäule, dem Handgelenk und der Hüfte, steigt.
Osteoporose wurde mit dem Alterungsprozess und Östrogenmangel (nach der Menopause) in Zusammenhang gebracht. Diese Krankheit zeigt sich in räumlichen und zeitlichen Veränderungen des Knochenaufbaus und in daraus folgenden Veränderungen der Knochenstärke als Konsequenz des Alter
In einer soeben im British Journal of Psychiatry veröffentlichten Übersichtsarbeit untersuchten Klaus Linde vom Münchner Zentrum für naturheilkundliche Forschung und Kollegen den Einfluss von Johanniskraut (Hypericum perforatum) auf Depressionen. Dazu analysierten sie 37 Studien, in denen Patienten mit Depressionen über mindestens einen Monat lang entweder mit Johanniskraut, einem Standard-Antidepressivum oder mit einem Placebo behandelt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass Johanniskraut bei leic
Versicherten der Ersatzkassen, die an Parkinson erkrankt sind, steht jetzt eine ambulante, videogestützte Therapie zur Verfügung. Sie gewährleistet eine exakt auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten abgestimmte Behandlung. Die Ersatzkassen und ihre Verbände haben in einem Kooperationsvertrag mit dem Universitätsklinikum Düsseldorf die Voraussetzungen dafür geschaffen. Ein bereits bestehendes Versorgungsmodell für Parkinsonpatienten wurde unter der medizinischen Leitung von Prof. Dr. Alf
Europaweite Studie: Lungenkrebsrisiko durch Radon in Aufenthaltsräumen ist nicht zu vernachlässigen, Maßnahmen zur Radonverminderung sind dringend erforderlich
Mit steigender Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen nimmt das Risiko einer Lungenkrebserkrankung zu. Dies belegt eine europaweit durchgeführte Studie, die von der Europäischen Kommission gefördert wurde. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) war an dieser größten epidemiologischen Studie zu Lungenkrebs und Radon in Aufenth
Seit Januar auch in Österreich zugelassen
Mit dem Angiogenesehemmer Avastin steht erstmals ein Medikament zur Krebsbehandlung zur Verfügung, das die Blutzufuhr zum Tumor unterbindet. Seit dem 12. Januar 2005 ist das Bevacizumab Avastin in Österreich erhältlich. Es gibt vor allem Patienten mit Darmkrebs neue Hoffnung. “Mit der Einführung von Avastin wird nun ein weiterer Meilenstein in der gezielten Krebstherapie gesetzt”, so Christoph Zielinski, Vorstand der Universitätsklinik
ScanBalt CompetenceRegion ist eines der wesentlichen Projekte, die zur Entstehung der ScanBalt BioRegion als Metaregion beitragen sollen. Gefördert von der EU über das 6. Forschungsrahmenprogramm wird es von BioCon Valley koordiniert, ein Netzwerk im Nordosten Deutschlands, das sich mit Fragen aus Life Sciences und Biotechnologie befasst. Das Projekt ist im Juli 2004 gestartet und wird zweieinhalb Jahre dauern. Partner sind dreizehn Institutionen und Netzwerke aus allen zehn Ostseeanrainern,
Ein Wissenschaftler-Team von der Technischen Universität Braunschweig will eine neue Behandlungsmethode gegen den Molybdäncofaktor-Mangel etablieren. Ziel der Forscher ist die Entwicklung und großtechnische Produktion eines neuen Medikaments gegen die schwere Stoffwechselkrankheit. Das BioProfil “Funktionelle Genomanalyse” hat dieses Projekt zur Förderung aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) empfohlen. Die Fördersumme beträgt 850 000 Euro.
Die Ursa
Das Fraunhofer IAO startet am Donnerstag, 24. Februar 2005, zusammen mit Partnern aus der Industrie und dem Fraunhofer IGB das Innovationsnetzwerk “Lab 21”. Zukünftige Trends der Laborarbeit für Biotechnologie und die pharmazeutisch-chemische Industrie sollen hier erforscht werden.
Die Bereiche Pharma, Life Science und Biotechnologie entwickeln sich neben der Informations- und Kommunikationstechnologie zu Schlüsselinnovationsfeldern des 21. Jahrhunderts. In diesen forschungsintens