Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Junge Menschen sehen Finessen schlechter
Im Gegensatz zur gängigen Meinung, dass mit dem Alter das Sehen schlechter wird, kann das Gegenteil eintreten. Laut einer Studie der McMaster Universität in Hamilton ist es möglich, dass sich das Sehvermögen bei älteren Menschen sogar verbessert. Ältere Menschen können kleine Bewegungen in sonst gleichmäßigen Vorgängen erkennen. Dies geschieht dank einer neurologischen Veränderung im Gehirn, berichtet Nature.
Zellen, die an der vi
Einen ungewöhnliche Strategie, genetische Information zu kombinieren, haben Wissenschaftler der TU Braunschweig und der Yale University, USA, jetzt nachgewiesen (Nature 433, 537-541 vom 3.2.2005). Sie haben beim Studium des Archaebakteriums Nanoarchaeum equitans einen bisher unbekannten Weg entdeckt, zentrale zelluläre Nachrichtenüberträger zu bilden, die den Aufbau von Zellen steuern. Die Ergebnisse lassen neue Schlussfolgerungen über die Entstehung des Lebens zu.
N. equitans ist
Wachstum und Spezialisierung von embryonalen Zellen verlaufen weitaus einfacher als bisher angenommen. Die Vielfalt und Komplexität der heranreifenden Zelltypen liegen deutlich unter dem per Computer berechneten Maß. Diese Erkenntnisse veröffentlichte eine internationale Forschergruppe aus den USA, Deutschland, England und Belgien kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift “Nature”*. Die gesamte Software für das Projekt entwickelten Wissenschaftler aus dem Team von Professor Hans-Peter Mein
Große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern
Ein Drittel der europäischen Krebspatienten setzt auf komplementäre und alternative Behandlungsansätze. Zu diesem Ergebnis ist eine Befragung von rund 1.000 Krebspatienten aus 14 europäischen Ländern gekommen, die unter der Leitung von Alex Molassiotis von der University of Manchester durchgeführt wurde. In der Studie werden rund 58 unterschiedliche Präparate genannt. Heilkräuter werden am häufigsten verwendet, gefolgt von Homöopathi
Britische und deutsche Wissenschaftler fordern jährlichen Testcheck
Wissenschaftler aus Deutschland und Großbritannien warnen vor einem rasanten Anstieg von Nierenerkrankungen in den kommenden zehn Jahren. Die Gründe für diese Tatsache liegen einerseits in einer “Vergreisung der Bevölkerung”, andererseits im Anstieg der Volkskrankheiten wie Diabetes und Hochdruck, die in unmittelbaren Wechselbeziehungen zu Nierenerkrankungen stehen, berichtet die Deutsche Gesellschaft für Nephrolo
Der kürzlich in der medizinischen Fachzeitschrift “The Lancet” veröffentliche Artikel “Chronic Kidney Disease: The Global Challenge” prognostiziert einen rasanten Anstieg von Nierenerkrankungen in den nächsten 10 Jahren, und verweist auf die Notwendigkeit einer verbesserten Prävention und Früherkennung.
Die Gesellschaft für Nephrologie teilt die Sorge der britischen Wissenschaftler und sieht sich in ihren Bemühungen, den Urintest als Standard in den hausärztlichen Jahres-checkup zu
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn; Colitis ulzerosa) sind relativ häufige Erkrankungen, die mit belastenden Symptomen für die Patienten einhergehen und oftmals einen langjährigen, chronischen Krankheitsverlauf nehmen. Während für milde Verlaufsformen ausgezeichnete Medikamente zur Verfügung stehen, ist für die Behandlung der chronischen und teilweise komplizierten Verlaufsformen das therapeutische Arsenal beschränkt. Viele der betroffenen Patienten können bisher nur unbefriedigend
45 Minuten sanfte Musik für bessere Nachtruhe
Schlafstörungen lassen sich am besten durch entspannte Musik beheben. Zu diesem Schluss kommen Forscher der University of Taiwan im Fachmagazin Journal of Advanced Nursing. Das beste Rezept entspannt zu schlummern war, so die Forscher, der Genuss von Jazz, Folkmusik und orchestralen Stücken. 45 Minuten Musik vor dem Zubettgehen waren ausreichend, berichtet BBC-Online.
Hui-Ling Lai vom Buddhist Tzu-Chi General Hospital und der Un
Wissenschaftler taufen eine neu entdeckte Spezies auf den Namen “Condyloderes storchi” – Ausdruck der Wertschätzung an die Adresse von Professor Volker Storch – “Verzwergte” Tierart mit 1000 Zellen – und doch ein Bestandteil globaler Artenvielfalt
In manchen Regionen ist die unglaubliche Vielfalt des Lebens besonders deutlich spürbar. Natürlich denkt man hierbei vor allem an den tropischen Regenwald oder an die Korallenriffe. Mit auf diese kleine Liste gehört jedoch auf jeden Fa
Sonne kann bei Hautkrebs helfen. Eine Studie des Karolinska Institutet hat die Wirkamkeit von Sonnenstrahlen beim Non-Hodgkin-Lymphom untersucht. Die zweite Studie von Wissenschaftern der University of New Mexico konzentrierte sich auf maligne Melanome. Das Journal of the National Cancer Institute geht davon aus, dass die Bildung von Vitamin D durch die der Sonne ausgesetzte Haut von entscheidender Bedeutung sein könnte. Experten warnten bisher davor, dass zuviel Sonne Krebs verursachen kann und riet
Tennisballgroßer Membranfilter stoppt zum Beispiel Legionellen – Wiederverwendbar und günstig – DBU förderte mit 113.000 Euro
Leitungswasser kann man hierzulande im Normalfall unbesorgt trinken. Aber es gibt Ausnahmen: Menschen mit schwachem Immunsystem sind anfällig für Keime, die sich in alten und häufig umgebauten Leitungsnetzen vermehren können. Weil zudem immer mehr Keime gegen Medikamente resistent sind, wird in Kliniken und Altenheimen Wasser extra gefiltert. Oft kommen dab
Optimiertes Operationsverfahren jetzt im “Journal of Bone and Joint Surgery”
Eine verbesserte Operationstechnik beim so genannten Trapezius-Transfer sorgt dafür, dass das Schultergelenk stabilisiert wird und Patienten mit einer Armlähmung Hand und Ellenbogen besser koordinieren können. Dieses Ergebnis eines Teams um Privatdozent Dr. Oliver Rühmann, Abteilung Orthopädie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) im Annastift, wird jetzt im angesehenen Fachmagazin “Journal of Bone
BfR rät zu maßvollem Verzehr
Nach neuen Untersuchungsergebnissen der Überwachungsbehörden der Bundesländer zählt Rucola, ähnlich wie Spinat oder Blattsalate, zu denjenigen Gemüsesorten, in denen regelmäßig hohe Nitratgehalte nachweisbar sind. So wurden bei rund der Hälfte von knapp 350 Rucola-Proben Nitratgehalte von über 5000 mg/kg gemessen. Abhängig von individuellen Verzehrsgewohnheiten können damit unter Umständen erhebliche Mengen an Nitrat aufgenommen und die von der Weltge
Neues Forschungsprojekt am Universitätsklinikum vom BMBF gefördert
Fadenwürmer sollen die Forscher der Medizinischen Klinik IV, die sich unter der Leitung von Professor Dr. Gerd Walz der Nephrologie, den Erkrankungen der Niere widmet, in einem gemeinsamen Forschungs-vorhaben mit Biologen und der Physikern unterstützen. Bei dem neuen, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt, sollen auf genetischer Ebene Faktoren identifiziert werden, die bei nierenkr
Bisher nicht von Sportlern angewendet
Wissenschaftler der World Anti-Doping Agency (WADA) haben ein neues Designer-Anabolikum entdeckt. Es wurde so kreiert, dass es bei Drogentests nicht feststellbar ist, berichtet der Guardian. “Anabolikaproduzent” Victor Conte hatte nach seiner Verhaftung im vergangenen Jahr prophezeit, dass es bald so ein Mittel geben werde.
Conte hatte das erste Designer-Anabolikum überhaupt kreiert, das Tetrahydrogestrinon (THG). Das neue Anabolikum
Neuer Ansatz zur Behandlung von viralen Infektionen
Wissenschafter des Dana Farber Cancer Institute haben nachgewiesen, dass ein experimentelles Medikament gegen das unkontrollierte Wachstum von Krebszellen die Vermehrung des Pockenvirus verhindern kann. Im Tierversuch verhinderte das Medikament, dass Mäuse an dem eng verwandten Virus Vaccinia starben. Bisher haben Medikamente gegen virale Infektionen nicht auch nur annähernd so gute Ergebnisse erzielt wie Antibiotika. Die Ergebniss