Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Täglich konsumierte Mengen sind zu gering
Acrylamid, eine Chemikalie, die in gebratenen und frittierten Lebensmitteln vorkommt, erhöht das Risiko einer Brustkrebserkrankung nicht. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Harvard School of Public Health und des Karolinska Institutet gekommen. Die Wissenschafter wiesen nach, dass Frauen, die mehr Nahrungsmittel mit Acrylamid zu sich nahmen, keinem höheren Risiko ausgesetzt waren. Die Chemikalie ist in Chips, Pommes Frites und Kaffee ent
Die Lasertherapie von Prostop ist eine erfolgreiche Methode, das Rauchen aufzugeben. Dr. M. Breteler vom Institut für Verhaltenswissenschaften an der Radboud-Universität im niederländischen Nijmegen hat die Prostop-Lasertherapie zur Raucherentwöhnung untersucht. Seine Analysen ergaben, dass 32 Prozent der Personen, die das Rauchen aufgeben wollten, bei ihren Bemühungen tatsächlich Erfolg hatten.
Breteler: “Von den 300 Personen, die im Januar 2004 mit dieser Therapie der Raucherentwöhnung
Relative Feuchte und Taupunkt: Eine einfache Umrechnung und deren Anwendung
Ein Forscher am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz schlägt eine einfache Formel vor, um die relative Feuchte ohne Verwendung des Rechners in die Taupunkttemperatur umzurechnen. Dies macht es wesentlich leichter, an feuchten Tagen die zu erwartende Behaglichkeit der Luft abzuschätzen oder die Höhe der Wolkenuntergrenze zu bestimmen (Lawrence, M. G., Bulletin of the American Meteorological Society, 8
Farbsensor: Nachweis von Adrenalin in Harnproben
Wenn wir Stress haben oder uns aufregen, schießt uns das Adrenalin ins Blut, der Blutdruck steigt, wir fangen an zu schwitzen – eine ganz normale Reaktion. Ganz und gar nicht normal ist der erhöhte Adrenalinspiegel von Patienten, die an einem Phäochromozytom leiden, einem Tumor des Nebennierenmarks, der den Organismus regelrecht mit dem Hormon überschwemmt. Die kritisch hohen Werte führen auf Dauer unausweichlich zu Herzversagen.
Fast 87 kg Brot isst jeder Deutsche durchschnittlich pro Jahr – das ist weltweit Spitze. Wie aber schaffen es die kleinen und großen Bäckereien, leckere Brote zu backen, die außerdem noch appetitlich aussehen und sich möglichst lange halten? Der Lebensmittelchemiker Peter Köhler berichtet für die “Nachrichten aus der Chemie” einige grundlegende Geheimnisse des Bäckerhandwerks. Diese wissenschaftlichen Highlights sind eine ideale Ausgangsbasis für weitere Recherchen.
Welche Hilfsstoff
Jenaer Symposium präsentiert ab heute (15.03.) optische Innovationen
Ob Scheinwerfer oder Leselampe – jeder setzt Licht im Alltag ein, um besser sehen und genauer beobachten zu können. Licht kann aber auch in der Forschung als vielseitiges Werkzeug dienen, um Erkenntnisse über biologische Vorgänge in kleinstem Maßstab – z. B. in einer Zelle oder in Gewebestrukturen – zu gewinnen. Auf dem Symposium “Struktur und Dynamik biologischer Zellen mit optischen Methoden auf der Spur” stell
Berliner Max-Planck-Wissenschaftler entdecken neuen Immuntherapie-Ansatz gegen Anthrax
Einen neuen Immuntherapie-Ansatz gegen Anthrax haben Forscher am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin unter der Leitung von Prof. Stefan Kaufmann entwickelt. Dazu setzten die Wissenschaftler Defensine ein, körpereigene bakteriozide Abwehrmoleküle. Im Rahmen ihrer Untersuchungen konnten die Berliner Infektionsbiologen gleichzeitig eine neue biologische Funktion der Defensine a
Am Montag, dem 21. März 2005, 14.30 Uhr, stellt die Medizinerin Mareke Arends in der Bibliothek des Zentrums für Psychiatrie, Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Julius-Kühn-Straße 7, 06112 Halle (Saale) eine Untersuchung unter halleschen Zehntklässlern zum Problem Bulimie vor und verteidigt damit ihre Promotionsarbeit.
Jedes zehnte Mädchen und jeder 50. Junge der Klassenstufe 10 zeigt in Hal
CRPS: Wenn schon ein Wattebausch Schmerz verursacht Bochumer Mediziner entwickeln Training gegen Nervenschmerz Annals of Neurology: Patienten lernen wieder fühlen Schon ein Wattebausch verursacht Patienten mit chronischem regionalen Schmerzsyndrom (CRPS) unerträgliche Schmerzen: Nach einem Stoß oder Knochenbruch entwickeln sie starke Schmerzen, motorische Störungen, Schwellungen, Haut- und Knochenveränderungen im betroffenen Körperglied. Über 60 Prozent von ihnen
Wenn das Immunsystem aus Versehen den eigenen Körper angreift, entstehen so genannte Autoimmunkrankheiten. Eine der bekanntesten davon ist die Multiple Sklerose, bei der das Zentrale Nervensystem (ZNS) attackiert wird. Ein internationales Forscherteam mit Professor Heinz Wiendl von der Uni Würzburg hat einen neuen Mechanismus charakterisiert, dessen Aufgabe es ist, das ZNS vor Entzündungen zu schützen oder den Schaden zu begrenzen. Die Ergebnisse sind im “Journal of Neuroscience” veröffentlicht
Die Fähigkeit Sprache zu verstehen, stellt große Anforderungen an die Signalverarbeitung im Innenohr. Neben der Empfindlichkeit (Lautstärke) ist die hohe Frequenzauflösung (Unterscheidung von Tönen) im Alltag von besonderer Bedeutung. Bereits bei kleinen Veränderungen des sensorischen Gewebes, z.B. durch Krankheit oder Lärmtrauma, werden Empfindlichkeit und Frequenzauflösung schlechter. Bislang können Innenohrschäden nicht genau diagnostiziert und therapiert werden. Hörgeräte beheben Defekte
Regensburger Neurowissenschaftler tragen zu internationalem Durchbruch bei
Mit großem Erfolg trugen die Neurowissenschaftler der Neurologischen Klinik der Universität Regensburg unter Leitung von Prof. Dr. Ulrich Bogdahn zum Gelingen der jüngst international durchgeführten Studie über das Glioblastom, einer sehr aggressiven Form von Hirntumoren, bei. Bahnbrechendes Ergebnis der Studie, die von der Europäischen Organisation für die Erforschung und Behandlung von Tumoren (EORTC) i
Hautärzte setzten Biologicals und topische Immunmodulatoren als neue Waffen ein
Neue Ergebnissen aus dem Bereich der Hautforschung werden derzeit bei der Jahrestagung der Gesellschaft für Dermophazie in Wien vorgestellt. Die Themenpalette umfasst die Entwicklung neuer Wirkstoffe, Maßnahmen zur Qualitätssicherung und neue Strategien zur Behandlung chronischer Hautleiden wie Neurodermitis oder Schuppenflechte. “Von besonderem Interesse sind vor allem die innovativen Therapieverfah
Neuer Marker ermöglicht Einsatz von MRI
Wissenschafter des Riken Brain Science Institute haben die für Alzheimer charakteristischen Plaquen im Gehirn von lebenden Mäusen sichtbar gemacht. Das neue Verfahren beruht auf den Prinzipien der bildgebenden Kernspintomografie (MRI). Dieser neue Ansatz macht es denkbar, dass Menschen ohne offensichtliche Symptome eines Tages frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden können. Derzeit besteht die einzige Möglichkeit des Nachweises di
Erfolgreiche Kooperation von Jenaer Wissenschaftlern mit der Industrie. Neues Verfahren zur raschen Erkennung von Verunreinigungen in Reinräumen.
In einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Industrie haben Prof. Dr. Jürgen Popp und seine Mitarbeiter vom Institut für Physikalische Chemie der Universität Jena die Grundlagen für eine neuartige Technologie erforscht und umgesetzt, die gefährliche Keime in der Luft oder im Wasser vor Ort und ohne Zeitverlust erkennen kann. In Ko
RUB-Biologen belegen Import aus anderen Hirnregionen /// Möglicher Schutzmechanismus vor epileptischen Anfällen
Nervenzellen können Nervenwachstumsfaktoren, die Neurotrophine, entlang von Nervenfasern (Axone) transportieren. So können Projektionsneuronen der Großhirnrinde über ihr Axon Neurotrophine aus entfernt liegenden Hirngebieten aufnehmen und importieren. Bisher war unklar, was mit den Neurotrophinen anschließend passiert. Allgemein wurde vermutet, dass die Neurotrophine nac