Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Ein von Forschern der Technischen Universität München (TUM) mitentwickelter Enzymhemmer, SB-3CT, konnte die Ausbreitung von Lymphknotenkrebs in der Leber von Mäusen um über 70% verringern und das Überleben der Tiere deutlich verlängern. Darüber berichten der Biologe Dr. Achim Krüger und sein Team vom Institut für Experimentelle Onkologie und Therapieforschung der TUM in der renommierten Fachzeitschrift Cancer Research. Bislang konnten die Wissenschaftler den Erfolg nur im Mausmodell nachweisen, doch
Neue Medikamente sollen das Stressproblem an der molekularen Wurzel packen
Italienische Wissenschafter konnten feststellen, dass zwei spezielle Proteine der Auslöser für zahlreiche Formen von Stress sind. Die Identifizierung des so genannten Mapk-Proteins und des Egr1-Proteins bedeutet einen zentralen Fortschritt beim Versuch, die dem Stress zugrunde liegenden physischen und psychologischen Prozesse zu verstehen. Durch die Entdeckung der Proteine ist es den Wissenschaftern des Is
Die Radiologie macht den Körper durchsichtig, liefert Einsichten und wird zunehmend auch zur Voraussicht eingesetzt. Unsere vielfältigen Methoden sind “die neuen Augen der Ärzte”, erklärt Professor Bernd Hamm, Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft.
Am 8. November 1895 entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen, Professor an der Universität Würzburg, die später nach ihm benannten Röntgenstrahlen – und stieß damit eine rasante Entwicklung an, welche die Diagnostik und Therapie in der Med
Freiburger Transplantationszentrum auf AB0-ungleiche Nierentransplantationen spezialisiert
Bereits der sechste Patient ist am Transplantationszentrum in Freiburg mit einer Niere versorgt worden, die von einem Lebendspender stammt, der eigentlich von seiner Blutgruppe her nicht zum Empfänger passt. Diese so genannte blutgruppenungleiche Transplantation wurde vor einem Jahr erstmals in Freiburg erfolgreich durchgeführt und war damals bundesweit einmalig. Das in Freiburg entwickelte
Angetrieben vom rasanten technischen Fortschritt in der Geräte-Entwicklung und Computertechnik befinden sich radiologische Methoden in Diagnostik und Therapie auf dem Vormarsch. “Die wenig belastenden Diagnosemethoden und minimal-invasive Therapien der Radiologen haben begonnen, invasive Verfahren in einigen Bereichen zu ersetzen”, erklärt der Berliner Radiologe Professor Karl-Jürgen Wolf, Präsident des Röntgenkongresses in Berlin. Der Jubiläumskongress anlässlich des 100. Geburtstages der Deu
Technische Innovationen lassen eine alte Vision der Radiologen Wirklichkeit werden: Die Untersuchung des ganzen Körpers mit bildgebenden Methoden in einem Untersuchungsgang. Auf dem Deutschen Röntgenkongress in Berlin präsentieren zahlreiche Forschergruppen die Ergebnisse ihrer Untersuchungen. Bei einigen Erkrankungen zeichnet sich der Nutzen schon eindeutig ab. Bei anderen steht dieser noch auf dem Prüfstand der Wissenschaft.
Bei zahlreichen Erkrankungen – fortgeschrittenen Kreb
Erneut Beweis für Erfolg der chinesischen Behandlungsmethode
Experten der Universität von Southampton haben erneut bewiesen, dass die jahrtausende alte Behandlungsmethode der Akupunktur messbare Effekte auf das Hirn hat. In der traditionellen Chinesischen Medizin wird das Stechen der Nadeln zur Behandlung zahlreicher Erkrankungen aber auch zur Schmerzbekämpfung angewendet. Nach der jüngsten Studie handelt es sich bei der Akupunktur nicht um Placebo, wie das Wissenschaftsmagazin
WHO unterschätzt Bilharziose-Gefahr – Mehr als 200 Mio. Betroffene
Forscher der University of Ohio warnen vor der afrikanischen Parasitenerkrankung Bilharziose. Die Folgen dieser durch verunreinigtes Trinkwasser entstehenden Erkrankung, die zu Wurmbefall in den inneren Organen führt, sind von der WHO bei weitem unterschätzt, schreiben die Experten in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins The Lancet.
Bilharziose – auch Schistosomasis genannt – ist eine in den Tro
Um das Herzinfarkt-Risiko genau bestimmen zu können, werden heute immer öfter moderne Mehrschicht-Computer-Tomographen (CT) eingesetzt. Die Untersuchung geht schnell und zeigt selbst kleinste Gefäßveränderungen detailgetreu. Patienten könnte durch diese Methode eine invasive Diagnostik durch einen Herzkatheter erspart werden. Über die Forschritte dieser nicht-invasiven Darstellung der Herzkranz-Gefäße berichten Radiologen auf dem Deutschen Röntgenkongress in Berlin.
Nur für zehn S
Professor Norbert Schmacke von der Universität Bremen greift mit einer Studie über die Bewertung und Wirkung des medizinischen Fortschritts ein gesellschaftliches Tabuthema auf. Ist medizinischer Fortschritt ein Wert schlechthin? Und warum wird die Frage nach dem Nutzen der modernen Medizin für den Menschen nach wie vor nur zögerlich gestellt? Genau dieser Thematik nimmt sich Schmacke an: In der Veröffentlichung “Wie viel Medizin verträgt der Mensch?” stellt er den “blinden” Glauben an den mediz
Seit einigen Jahren steht zur Behandlung gutartiger Gebärmuttertumoren eine neue Therapieoption zur Verfügung: Bei dem Embolisation genannten Verfahren drosseln Radiologen die Nährstoffversorgung der Geschwulst durch eine minimal-invasive Behandlung.
Nun präsentieren Experten auf dem Deutschen Röntgenkongress erste Langzeitergebnisse dieser noch neuen Methode. Ein wichtiges Resultat: Frauen, welche sich dieser Behandlung unter-zogen haben, würden sie ihrer besten Freundin weiterem
Veränderte oder missgebildete Blutgefäße im Gehirn bergen das Risiko lebensbedrohlicher Blutungen. Mit minimal-invasiven Strategien können Radiologen solche Hirnblutungen verhindern. Große Operationen am offenen Schädel sind somit nur noch in Ausnahmefällen nötig. Die schonenden Verfahren ersparen den Patienten außerdem einen längeren Klinikaufenthalt, berichten Experten auf dem Deutschen Röntgenkongress in Berlin.
Plötzlich einsetzende stärkste Kopfschmerzen, Lähmungen, Sprach- und
Das Tabakentwöhnungsprogramm an der TUD wurde nach höchsten wissenschaftlichen Standards entwickelt und unterscheidet sich in vier Punkten von herkömmlichen Therapieprogrammen:
– Der eigentlichen Tabakentwöhnung geht eine ausführliche Psychodiagnostik voran.
– Es werden mehrere erfolgreiche Therapieverfahren miteinander kombiniert.
– Trotz Durchführung in der Gruppe erfolgt eine individuell abgestimmte Entwöhnungstherapie.
– Die Therapien werden wissenschaftlich ausgewer
Im Deutschen Krebsforschungszentrum wurden erstmals Patienten mit der bildgesteuerten “Adaptiven Strahlentherapie” behandelt
Die Strahlen immer präziser auf den Tumor zu lenken und dabei umgebendes, gesundes Gewebe zuverlässig vor Strahlenschäden zu schonen, ist und bleibt das oberste Ziel der Strahlentherapeuten. Mit einem neuartigen Verfahren, das Bestrahlung unter gleichzeitiger Röntgenkontrolle erlaubt, sind Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum diesem Zi
Erstmals in Australien haben Wissenschaftler aus bestehenden embryonalen Stammzellen drei Zellklone entwickelt. Der wissenschaftliche Durchbruch, erzielt von Forschern der in Sydney gelegenen University of New South Wales (UNSW), könnte zu neuen Behandlungsmethoden bei Diabetes, Parkinsons oder bei Rückenmarksverletzungen führen.
“Das Klonen der Zellen basiert auf einem neuen Verfahren, das eine sehr genaue Methode für das Extrahieren und Heranziehen einzelner Zellen bietet”, erläute
Neues Fraunhofer-Institut stärkt Biotech-Standort Leipzig
Leipzig setzt weiter auf Stammzellen. Das bestätigte Prof. Frank Emmrich, Direktor des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie (IZI), das am 29. April in der Leipziger Bio City gegründet wurde. Das IZI soll in den nächsten Jahren einen geplanten Neubau neben der Bio City beziehen. Ziel ist eine enge Zusammenarbeit mit den in der Bio City angesiedelten Unternehmen wie der Stammzellbank Vita34.
Genau wie