Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Neu entdeckte Bakterien bilden ein komplexes Ökosystem in salziger Tiefsee
In einer nur zweieinhalb Meter breiten Übergangszone in den Tiefen des Mittelmeers lebt eine vielfältige und komplexe Gemeinschaft von Bakterien, die zum Großteil bis vor kurzem unbekannt waren. Eine Schiffsexpedition von Wissenschaftlern aus Deutschland, England, Italien, Frankreich, Griechenland und den Niederlanden hat die Organismen im Grenzbereich zwischen salzarmen und salzreichen Wasserschichten ent
Ein verändertes Aids-Virus verwendete eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern für die Genübertragung in Netzhautzellen von Mäusen. Damit gelang erstmalig die Behandlung einer erblichen Augenerkrankung durch Gentherapie. Die Forscher veröffentlichten die Ergebnisse jetzt in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Nature Medicine.
Die Suche galt einem viralen Vektor, der Gene zu therapeutischen Zwecken in die Netzhaut einer Maus einbringen konnte, ohne Mutationen auszulösen. Da
Regenwürmer vergrößern durch intensive Bodenlockerung die Wasser- und Luftdurchlässigkeit des Bodens und leisten so einen wesentlichen Beitrag zur Fruchtbarkeit von Ackerböden. Was aber passiert, wenn in Folge landwirtschaftlicher Bewirtschaftung der Boden verdichtet ist? Forscher der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig haben den Einfluss von mechanischer Bodenbearbeitung auf das Grabeverhalten der Regenwürmer untersucht.
Etwa drei Viertel der im
Fotochemische Vorgänge am Erdboden können die Chemie von Schadstoffen in der Atmosphäre und damit den Sommersmog wesentlich beeinflussen. Durch die Produktion von salpetriger Säure unter Sonnenlicht wird eine treibende Kraft für chemische Prozesse in bodennaher Luft freigesetzt. Dies zeigen gemeinsame Versuche von Wissenschaftlern des Paul Scherrer Instituts (PSI) und der Universitäten in Wuppertal (D) und Lyon (F). Die Ergebnisse sind in der jüngsten Ausgabe von Nature publiziert.
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DFG fördert Projekt der Universität Jena zur Stammesgeschichte der Holometabola
Wie kommt es, dass sich bestimmte Insektengruppen extrem entfalten können? Was hat zu ihrem Erfolg im Lauf der Evolution beigetragen? Diese Fragen beschäftigen den Insektenforscher Prof. Dr. Rolf G. Beutel von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Der Entomologe vom Institut für Spezielle Zoologie und Evolutionsbiologie erforscht die Stammesgeschichte (Phylogenie) der Holometabola. Das sind die I
Eine Weltneuheit für die Forschung
Projekt BIODECON: Dekontamination von Bakterien
RUB-Plasmaforschung: Neues Reaktorkonzept realisiert
Er ist eine Weltneuheit und “hausgemacht”: Einen neuen Plasmareaktor haben Forscher des Centers for Plasma Science and Technology (CPST) der Ruhr-Universität Bochum am 9. März eingeweiht. Damit lassen sich Bakterien und Biomoleküle (etwa Prionen) dekontaminieren und somit zum Beispiel medizinische Instrumente oder Implantate sterilisieren.
Forscher der FAL tragen dazu bei, dass die EU-Kommission die Höchstgrenze für Jod in Futtermitteln anpasst
Jod gehört zu den Spurennährstoffen, mit denen viele Menschen nicht ausreichend versorgt sind. Neben der Jodierung von Speisesalz und verschiedenen anderen Lebensmitteln ist es auch möglich, die Jodversorgung von Menschen zu verbessern, indem Jod dem Futter von Nutztieren in bedarfsübersteigenden Mengen zugesetzt wird. Dadurch kann der Jodgehalt von Lebensmitteln tierischer Her
GlaxoSmithKline beantragt Zulassung für Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs
Am 06. März haben Forscher von GlaxoSmithKline (GSK) die Zulassung für einen Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs beantragt. Weitere frauenspezifische Krankheiten spielen dieses Jahr ebenfalls eine große Rolle in den GSK-Forschungslabors: Ein Chemotherapeutikum gegen Gebärmutterhalskrebs und ein viel versprechender Wirkstoff zur Behandlung von Brustkrebs. Auf politischer Ebene setzt sich GSK gemeins
Rostocker Forschern gelingt sichere Vorhersage der gefährlichen Erkrankung von Schwangeren
Am HELLP-Syndrom erkranken Frauen in der zweiten Schwangerschaftshälfte. Dabei können das Leben der werdenden Mutter sowie des ungeborenen Kindes akut bedroht sein. Forschern des Proteom-Zentrums Rostock gelang jetzt in Zusammenarbeit mit der Universitätsfrauenklinik und Poliklinik im Klinikum Südstadt der Hansestadt Rostock der Nachweis von Substanzen im Blut von Patientinnen, die auf da
Bewegungsstörungen sind Biomarker für den Verlauf von schizophrenen Erkrankungen / Heidelberger Wissenschaftler veröffentlichen im “American Journal of Psychiatry”
Scheinbar unwichtige Bewegungsstörungen – auch “soft signs” genannt – können wie Seismographen den Ausbruch einer schizophrenen Psychose ankündigen. Auch für deren Verlauf sind diese “sanften Symptome” zuverlässige Indikatoren, wenn sie systematisch erfasst und bewertet werden.
Im “American Journal of Psychia
Max-Planck-Institut für molekulare Genetik koordiniert europäische Initiative zur Systembiologie komplexer Erkrankungen
Führende europäische Krebsforschungszentren und Bioinformatik-Gruppen wollen in den nächsten Jahren eine Infrastruktur errichten, welche die systembiologische Darstellung und Untersuchung von Krebserkrankungen ermöglicht. Das Projekt ESBIC-D (European Systems Biology Initiative for combating Complex Diseases) wird vom Berliner Max-Planck-Institut für molekulare G
Neue Daten einer gross angelegten Einjahresstudie, die in der aktuellen Ausgabe des European Respiratory Journal veröffentlicht wurden, zeigen, dass Tiotropium im Vergleich zu Placebo Exazerbationen und damit verbundene Inanspruchnahme ärztlicher Hilfe bei COPD-Patienten deutlich reduziert (1).
Tiotropium (SPIRIVA(R)) ist ein Anticholinergikum zur Erhaltungsbehandlung von Patienten mit COPD(2).
COPD ist eine progressive Atemwegserkrankung, die eine deutliche Verschlechterung d
Experten raten im Rahmen der Krebsfrüherkennung alle zehn Jahre zu einer Darmspiegelung, vorausgesetzt, es werden keine Krebsvorstufen festgestellt. Ergebnisse einer Studie von Professor Hermann Brenner aus der Abteilung Klinische Epidemiologie und Alternsforschung im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) zeigen, dass möglicherweise deutlich längere Intervalle ausreichen.
Personen, deren Darm sich bei einer erstmaligen Spiegelung als frei von Krebsvorstufen erweist, tragen noch
Die invasive Leberpunktion war bisher die einzige Möglichkeit, frühzeitig eine Leberfibrose oder -zirrhose festzustellen. Mithilfe einer speziellen Ultraschalltechnik (Elastometrie) können jetzt vergleichbare Ergebnisse erreicht werden. Das Universitätsklinikum Düsseldorf verfügt zur Zeit als einzige Klinik in Deutschland über ein “Fibroscan” genanntes Gerät, das eine schmerzfreie und ambulante Untersuchung ermöglicht, so dass ohne Punktion Fibrose und Zirrhose nachgewiesen werden können.
Das Medizintechnik-Unternehmen Retina Implant AG aus Reutlingen hat einen elektronischen Chip entwickelt, der im Auge unter die Netzhaut implantiert wird und dadurch vielen Blinden einen Teil ihres Sehvermögens zurückgeben soll. Nach jahrelanger technischer Entwicklung ist das Projekt nun in die klinische Phase eingetreten. Ende des Jahres 2005 wurden erstmals zwei – bis dato vollkommen blinde – Patienten erfolgreich operiert.
Ein Operationsteam unter Leitung von Prof. Dr.
Jogging ist offenbar für die Gehirnentwicklung von Vorteil. Diesen Schluß legen neueste Ergebnisse von Hirnforschern des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Charité – Universitätsmedizin Berlin nahe. Danach bilden Mäusebabies, deren Mütter während der Schwangerschaft gern im Laufrad trainierten, rund 40 Prozent mehr Nervenzellen als die Nachkommen träger Mäusemütter. Der Zuwachs trat im Hippocampus auf, einer Hirnregion, die stark in Lern- und Gedächtnisvorgän