Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Positive Nachrichten für erblich vorbelastete Frauen mit Mutationen in den Genen BRCA1 oder BRCA2: Das Risiko einer Frau, ab einem Alter von 40 Jahren an Brustkrebs zu erkranken, ist umso geringer, je mehr Schwangerschaften sie erlebt hat. Zu diesem Ergebnis kommt die internationale Studie IBCCS (International BRCA1/2 Carrier Cohort Study), an der auch das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) beteiligt ist.
Es ist bekannt, dass Frauen mit Mutationen in den Genen BRCA1 und BRCA2 ein erhö
Eine neue Substanz bewahrt Neuronen nach einem Schlaganfall vor dem Zelltod und hilft, entstandene Schäden zu reparieren
Nach einem Schlaganfall zählt jede Minute. Wenn nicht schnell Hilfe kommt, nimmt das Gehirn bleibenden Schaden. Wissenschaftler unter anderem von der Max-Planck-Forschungsgruppe für die Enzymologie der Proteinfaltung haben jetzt eine Substanz synthetisiert, die diese Schäden zumindest teilweise von den Nervenzellen abwendet. Oder die Schäden repariert, wenn si
Zuwanderer unterdrücken das Wachsen einheimischer Baumarten
Zugewanderte Gewürzpflanzen können das Nachwachsen einheimischer Baumarten stark behindern. Das schreibt ein Team aus US-amerikanischen, kanadischen und deutschen Forscher in der Mai-Ausgabe des angesehenen Fachblattes Public Library of Science. Bei Untersuchungen an der Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) waren die Forscher auf einen neuen Mechanismus gestoßen, der die Vermehrung der Bäume bremst. Diese Pflanze sondert
Ochsenfrösche werden mit Pilzinfektion in Verbindung gebracht
Es hätte ein kulinarisches Fest werden sollen: Amerikanische Ochsenfrösche sollten weltweit für günstige Froschschenkel sorgen. Doch nun stehen die invasiven Riesenhüpfer, die bis zu 20 Zentimeter groß und einen halben Kilogramm schwer werden, in Verdacht an der katastrophalen Situation ihrer Artgenossen beteiligt zu sein. Experten haben nämlich in den Ochsenfröschen jene tödlichen Pilzsporen entdeckt, die bei anderen Fr
Neue Publikation des Deutschen Krebsforschungszentrums anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31.5.2006
Nur eines ist gesünder als Rauchen: Mit dem Rauchen aufzuhören. Ein Umstieg auf rauchlose Tabakprodukte wie Schnupf-, Kau- oder Lutschtabak hingegen ist nicht anzuraten, da diese Produkte gesundheitsgefährdende Substanzen enthalten und aufgrund ihres Nikotingehalts süchtig machen. Die gesundheitlichen Gefahren rauchloser Tabakprodukte fasst eine anlässlich des Weltnichtrauchert
Gastroenterologe Prof. Dr. Andreas Stallmach neu an Universitätsklinikum Jena berufen
Häufiger Durchfall, krampfartige Bauchschmerzen – oft sind das die Anzeichen von entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. In den meisten Fällen verlaufen diese Erkrankungen chronisch, treten über viele Jahre immer wieder schubweise auf. Die Ursache für diese Entzündungen des Dünn- bzw. gesamten Darms (Morbus Crohn) oder des Dickdarms (Colitis ulcerosa) sind ungekl
Forscherteam der Universität Jena untersucht erstmals die Wirkung konjugierter Linolsäuren auf die Zellen von Asthmakranken
Die epidemiologische Studie eines Mediziners über asthmakranke Kinder gab Prof. Dr. Gerhard Jahreis den Anstoß: “Im Jahr 2003 hatte sich in einer Untersuchung herausgestellt, dass Kinder, die Milch trinken, weniger oft an Asthma erkranken als Kinder, die keine Milch trinken.” Der Ernährungswissenschaftler und sein Team von der Friedrich-Schiller-Univer
Schon lange diskutieren Fachärzte den Goldstandard in der Diagnose des Herzens. Die Alternative zum invasiven Herzkatheter ist heute die Computertomographie (CT). Die neue Generation der CT-Scanner könnte Herzkatheter-Untersuchungen zu rein diagnostischen Zwecken bald überflüssig machen. Denn erstmalig werden mit dem Dual-Source-CT (DSCT) auch schnell und unregelmäßig schlagende Herzen präzise dargestellt. Sogar gefährliche “Soft”-Plaques sind damit genauer erkennbar als bisher. Aktuelle Entwicklun
Mehr als 800.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland. Bei ungeklärter Todesursache landet der Leichnam auf dem Seziertisch des Gerichtsmediziners. Doch das Skalpell könnte künftig immer weniger zum Einsatz kommen, wenn es gilt, Todesursachen aufzuklären. Mit der Computertomographie (CT) ist eine vollkommen unblutige Variante der Obduktion möglich. Die Methode hat sich vor allem bei der Suche nach Fremdkörpern und beim Aufspüren von Knochenbrüchen bewährt. Wo überall die CT die Arbeit des Ger
Die Radiologie macht es möglich: Wo früher operiert werden musste, reicht heute ein kleiner Nadelstich. Denn Radiologen können mithilfe Bild gebender Verfahren während der Behandlung “live” ins Innere der Patienten schauen. Eine Methode dieser “Schlüssellochmedizin” ist die Vertebroplastie – ein Verfahren, das schnelle Schmerzlinderung für Osteoporosepatienten bietet. Dabei werden gebrochene Wirbelkörper mit medizinischem Zement stabilisiert. Eingebracht wird der Zement durch eine kleine Nadel
Wissenschaftler der Klinik für Herzchirurgie (Herzzentrums der Universität Leipzig) und der Universität Hamburg (Institut für Pharmakologie) bewiesen die elektrische Integration künstlichen Herzgewebes
Wenn ein Herz einen Infarkt erlitten hat, geht der betroffene Teil des Gewebes unter, das heißt er beteiligt sich nicht mehr an den Kontraktionen des Herzmuskels. Diese inaktive Stelle kann mit künstlichem Herzgewebe (Engineered heart tissue / EHT) überbrückt werden. Doch inwieweit k
Positiver Effekt bei Hühnern nicht bleibend
Eine Gentherapie könnte eines Tages eine vererbte Form einer in der Kindheit auftretenden Blindheit verhindern. Zu diesem Ergebnis ist eine viel versprechende Studie der University of Florida mit Hühnern gekommen. Die Wissenschafter hoffen, dass der neue Behandlungsansatz Kinder davor bewahren wird, aufgrund einer Amaurosis congenita Leber (LCA) zu erblinden. Hühner mit dieser Krankheit werden normalerweise blind geboren. Sechs von siebe
Der Krebsinformationsdienst unterstützt Patienten darin, sich selbst ein Bild zu machen. Umfrage belegen: Pflanzliche Medikamente, Naturheilverfahren, die Homöopathie oder andere als natürlich und wenig belastend verstandene Verfahren sind beliebt. Doch hat die vermeintlich sanfte Medizin auch einen Stellenwert in der Krebstherapie? Was heißt “alternativ”, was bedeutet “komplementär”, wenn es um Tumorerkrankungen geht? In den Leitlinien zur modernen Krebstherapie spielen entsprechende Verfahren k
Psychische Erkrankungen, Verschleißerkrankungen von Skelett, Muskeln und Bindegewebe, Neubildungen und Erkrankungen des Kreislaufsystems sind die häufigsten Beschwerden, die einen Arbeitnehmer zwingen können die Frühberentung in Anspruch zu nehmen. Im Jahr 2003 haben insgesamt rund 100.000 Männer und 74.000 Frauen in der Deutschland aufgrund verminderter Erwerbsfähigkeit eine Rente erhalten.
Das aktuelle Heft der Gesundheitsberichterstattung untersucht Faktoren, die für eine gesundheitsbe
Das Herz ist das erste funktionsfähige Organ, das sich im Maus- Embryo bildet. Bei jedem Herzschlag zieht es sich zusammen und pumpt auf diese Weise Blut durch den Körper. Die kleinsten Einheiten, die das Zusammenziehen (Kontraktion) des Muskels bewerkstelligen, sind die so genannten Sarkomere. Sie liegen in großer Zahl hintereinandergeschaltet im Muskel vor. Ein bedeutender Bestandteil dieser Sarkomere ist das Titin, ein riesiges Protein mit über 27 000 Bausteinen (Aminosäuren). Titin ist ein wicht
Studies show better GI interventions, new potential targets for endoscopy
As visualization technologies like ultrasound continue to improve in quality and safety, researchers are making the most of the opportunity to access new areas of internal organs that have not previously been examined without open surgery. In a group of studies presented today during Digestive Disease Week® 2006 (DDW), endoscopic procedures are demonstrating significant improvements in the quality and del