Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Forscher wollen High-Tech der Natur nutzen
Ein internationales Forscherteam ist dem Geheimnis der Haftung von Baumfröschen auf die Spur gekommen. Demnach sind die kleinen Quaker mit High-Tech-Beinchen ausgestattet, die ihnen problemlos das Haften an glatten Oberflächen ermöglicht. Die Wissenschaftler wollen dieses Wissen nun auch im täglichen Leben anwenden und Autoreifen entwickeln, die exzellente bisher ungeahnte Eigenschaften besitzen. In der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmag
Nano-Kosmetik, Nano-Farbe, Nano-Autowäsche: »Nano« ist längst ein Markt. 900 Millionen US-Dollar sollen 2005 mit Nanopartikeln umgesetzt worden sein. Über ihre kurz- und langfristigen Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt ist bisher nicht allzuviel bekannt.
Nanopartikel stecken heute schon in vielen Produkten: in Kosmetik, in Farben oder in Reifen. Sogar Autopflegemittel werben mit den winzigen Teilchen. Wie sie auf die Umwelt und den menschlichen Organismus wirken ist bisher alle
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie in Freiburg nehmen wichtiges Regulator-Protein unter die Lupe
Unter den angeborenen Fehlbildungen des Menschen finden sich besonders häufig Wachstumsstörungen und andere Anomalien des Skeletts. Dies ist auf die Komplexität der Skelettentwicklung zurückzuführen, die eine Vielzahl von Musterbildungs- und Differenzierungsschritten mit einschließt, die ihrerseits durch eine Vielzahl von Genen reguliert werden. In der aktuell
Trotz unterschiedlichster Herkunft und Zusammensetzung der Aerosolteilchen in Zentraleuropa hängt die Fähigkeit, zu Wolkentröpfchen anzuwachsen, in erster Linie von der Teilchengröße ab.
Wolken spielen eine zentrale Rolle für Klimasystem und Wasserkreislauf der Erde. Das Verhalten einer Wolke hängt in hohem Maße von der Anzahl und Größe der Tröpfchen ab, aus denen sie besteht. Jedes dieser Tröpfchen benötigt zum Wachsen ein Aerosolteilchen als Keim, genannt Wolkenkondensations
2. Jenaer OP-Workshop der Frauenklinik führte namhafte Experten zur Brustrekonstruktion aus dem In- und Ausland ans Universitätsklinikum Jena
Brustkrebs ist eine Erkrankung, die die betroffenen Frauen ganz betrifft. Die dadurch bedingten Veränderungen betreffen oft das Körperbild ebenso wie die seelische Verfassung. Mit jährlich ca. 47.000 Neuerkrankungen in Deutschland ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung und ebenso die häufigste Todesursache bei Frauen zwischen 35 und 55
Eine genitale Chlamydieninfektion kann bei jungen Frauen schwerwiegende Folgen haben wie eine Eileiterschwangerschaft oder Unfruchtbarkeit. Daher wird vielerorts für aufwendige Tests geworben. Eine Berner Studie hat nun Erfreuliches herausgefunden: Ernsthafte Komplikationen treten seltener auf als befürchtet. Damit stellt sich aber bei den teuren Chlamydientests die Kosten-Nutzen-Frage.
Gute Neuigkeiten von einem internationalen Forscherteam, das von Dr. Nicola Low vom Institut
Heidelberger Forscher Ed Hurt und Thorsten Schäfer aus dem Biochemie-Zentrum der Universität Heidelberg veröffentlichen neue Ergebnisse am 1. Juni 2006 in “Nature”
Bei der Genexpression werden die Gene im Zellkern zur Boten-RNA (mRNA) abgeschrieben. Diese Vorstufen-mRNAs gelangen nach mehreren Reifungsschritten ins Zytoplasma der Zelle, wo sie von den Eiweiß-produzierenden Maschinen, den Ribosomen, zu Proteinen umgesetzt (translatiert) werden. Ribosomen bestehen aus der großen
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat in den letzten Wochen über 100 Proben von Weißstörchen auf Influenzaviren untersucht. Zu diesen Viren gehört auch das “Vogelgrippevirus” H5N1. Bei allen Tieren fielen die Testergebnisse negativ aus. Die untersuchten Weißstörche nisten in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.
Im April war bei zwei tot aufgefundenen Störchen in Märkisch-Oderland eine Infektion mit hoch pathogenem H5N1 Virus festgestellt worden. Weitere Brutpaare au
Ein internationales Forscherteam mit ZMNH-Beteiligung macht erstmals sichtbar, wie Giftstoffe an Kalium-Kanäle binden und deren interne Struktur verändern.
Bisse und Stiche von Schlangen, Spinnen und Skorpionen sind oft tödlich. Dabei werden im Körper des Opfers Giftstoffe freigesetzt, die dann an Ionen-Kanäle in der Zellmembran binden. Was genau dabei passiert, haben jetzt Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen zusammen mit Kollegen des In
Antikörper sind nicht nur wichtige Bestandteile der menschlichen und tierischen Immunabwehr. Sie können auch dazu dienen, die Geheimnisse der Proteine zu entschlüsseln und damit helfen, zu verstehen, wie Zellen funktionieren. Die Europäische Union fördert jetzt ein EU-weites Forschernetzwerk. Ziel ist es, Antikörper gezielt so herzustellen, dass sie jedes einzelne menschliche Eiweiß aufspüren können. 30.000 bis 100.000 verschiedene Antikörper werden benötigt, um die Aufgabe zu bewältigen – ein
Die Gruppe “Weiße Biotechnologie” am Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum unter der Leitung von Dr. Thomas Greiner-Stöffele hat sich vorgenommen, in den kommenden vier Jahren unter anderem Methoden weiter zu entwickeln, um in Umweltproben nach neuen Enzymen zu suchen. Das Vorhaben wird mit insgesamt 2,1 Millionen Euro vom BMBF unterstützt. Die Innoprofile-Nachwuchsgruppe der Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie der Universität Leipzig möchte mit der Enzymforschung
Die Strukturveränderung eines molekularen Infektionsapparates dient bei Salmonellen gleichzeitig als Signal zum Beenden seines weiteren Aufbaus. Details dieses eleganten Rückkoppelungs-Systems auf Nano-Ebene werden in der heutigen Ausgabe der Fachzeitschrift NATURE veröffentlicht. Das bessere Verständnis über den Aufbauvorgang des nadelartigen Sekretionskanals dieses Erregers bietet zukünftig neue Ansatzmöglichkeiten zur Verhinderung des Infektionsprozesses. Die Ergebnisse des Teams um Thomas Marlo
EU-Projekt zur Bekämpfung von Parasiten in Tierbeständen angelaufen
Das Institut für Parasitologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) ist an einem Projekt der Europäischen Union (EU) beteiligt, das die verbesserte Bekämpfung von Parasiten in Wiederkäuerbeständen zum Ziel hat. Die EU stellt insgesamt 2,9 Millionen Euro für die Entwicklung von Strategien bereit, mit denen Parasiten im Magen-Darm-Trakt von Wiederkäuern nachhaltig kontrolliert werden können. Die Ar
Klassifizierung von Medikamenten oft unzureichend
Wissenschaftler der Universitätsklinik Heidelberg haben Studien, klinische Erfahrungen und Fachinformationen von Antibiotika bezüglich deren Einnahme in der Schwangerschaft und Stillzeit ausgewertet und entsprechende Risikostufen festgelegt. Untersucht wurden alle wichtigen Antibiotika, also rund 30 Substanzen, die während einer Schwangerschaft eingenommen werden können. Bisherige Klassifizierungen seien oft in mehrfacher Hinsi
“Stroke Unit” der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg zertifiziert / Rasche und kompetente Diagnostik und Therapie durch erfahrenes Team rund um die Uhr
Wer einen akuten Schlaganfall erleidet, profitiert von der raschen und kompetenten Betreuung in einer Schlaganfallstation der Region. Die “Stroke Unit” der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Werner Hacke) versorgt im Jahr rund 700 Patienten aus der Rhein-Neckar-Region und ist da
Neues schonendes Operationsverfahren für Kinder mit Skoliose erfolgreich an der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg eingesetzt
Alina Schuldes (8 Jahre) ist eine der ersten Patientinnen in Europa, die von der Implantation der so genannten “Shape Memory Alloy Staples” (SMA) profitiert hat: Im Sommer 2005 wurde sie – nach bereits langjähriger Krankheit – in der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg operiert. Heute ist ihre Wirbelsäule deutlich weniger gekrümmt und st