Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Peptid-Aptamere können mit hoher Spezifität an Zielproteine in der Zelle binden und deren Funktion blockieren. Wissenschaftler aus der Arbeitsgruppe von Professor Felix Hoppe-Seyler im Deutschen Krebsforschungszentrum klärten einen neuen Wirkmechanismus der Aptamere auf.
Peptid-Aptamere, die gegen Proteine von Hepatitis-B-Viren oder von krebserregenden humanen Papillomviren gerichtet sind, blockieren die Virusvermehrung bzw. -entwicklung. Sie bewirken, so zeigten zellbiologische
Australische Forscher berichten von kleinen Erfolgen am Barriere-Reef
Australische Wissenschaftler haben festgestellt, dass einige Korallen sich den neuen Umweltbedingungen mit erhöhten Wassertemperaturen offensichtlich anpassen können. Demnach gebe es einen zarten Hoffnungsschimmer für die weltweit extrem bedrohten Riffe. Über die Forschungsergebnisse berichten die Experten des Australian Institute of Marine Science in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Proceedings
Das Seewolfpärchen des Helgoländer Aquariums hat Nachwuchs bekommen! Die vier kleinen Seewölfe werden am 10. Juni beim GEO-Tag der Artenvielfalt erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert. Fortpflanzungserfolge bei diesen mit Furcht erregenden Zähnen ausgestatteten Fischen sind in Gefangenschaft nur selten zu beobachten.
Das Seewolfpärchen, das schon seit vier Jahren im Aquarium der Biologischen Anstalt Helgoland seine Runden dreht, hat erstmals für Nachwuchs gesorgt. Bereits Anfang
Neues PET•CT-System Biograph 64 ermöglicht dank 64-Schicht-Technologie frühere Diagnosen und gezieltere Behandlungen als bisher
Der Biograph 64 mit TruePoint PET•CT-Technologie ist am Karolinska Universitätsklinikum im schwedischen Stockholm erstmals europaweit in den klinischen Routinebetrieb gestartet. In diesem Hybridsystem vereint Siemens seine neueste Positronenemissionstomographie (PET) mit der fortschrittlichen 64- Schicht-CT-Technologie (CT). Diese Kombination erlaubt ei
RNA Interferenz im Labor erfolgreich getestet
Die Huntington-Krankheit könnte mit der Entwicklung eines Behandlungsansatzes, der die Produktion des verantwortlichen defekten Proteins ausschaltet, endlich einen würdigen Gegenspieler bekommen. Beverly Davidson von der University of Iowa berichtete auf einer Tagung der American Society of Gene Therapy von den Fortschritten bei der Entwicklung eines Behandlungsansatzes mittels RNA Interferenz (RNAi). Bei der Huntington-Krankheit han
Aufgaben und Möglichkeiten der plastisch-rekonstruktiven und ästhetischen Gesichtschirurgie haben sich gewandelt Das neue Gesicht der Isabelle Dinoire ging um die Welt – als sensationelle Erfolgsmeldung für die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG). Das Team um den französischen MKG-Chirurgen Bernard Devauchelle hatte der 38-Jährigen im vergangenen Jahr erfolgreich Nase-, Mund- und Kinnpartie einer Toten transplantiert, nachdem ihr Gesicht durch Hundebisse zerstört worden war.
Meilenstein in der Ästhetischen Gesichtschirurgie: Kieferdehnung statt Zange Ein neues Therapiekonzept lässt Betroffene hoffen: Selbst bei ausgeprägten Missverhältnissen zwischen Zahn- und Kiefergröße, dem so genannten Kieferengstand, kann mit einem technisch relativ unkomplizierten Eingriff der Kiefer so gedehnt werden, dass auf Zähneziehen völlig verzichtet werden kann. Somit werden gesunde Zähne erhalten, die Behandlungszeit ist drastisch verkürzt und zusätzlich wird die Ästheti
Nach erfolgreichen klinischen Anwendungen ist eine breitere Nutzung nun möglich
Eine neue Technik kann die Folgen von Operationen im Schädel- und Gesichtsbereich für die Patienten deutlich mindern, weil sie einen zweiten Eingriff erübrigt. Die Verwendung von resorbierbaren Osteosynthesematerialien hat sich im Fachgebiet der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in den letzten 15 Jahren immer mehr etabliert. Vorteil dieser Materialien ist, dass das Osteosynthesematerial nicht durch eine z
Nutzen von teuren Chlamydientests in Zweifel gezogen
Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Nicola Low des Instituts für Präventiv- und Sozialmedizin der Universität Bern hat entdeckt, dass eine genitale Chlamydieninfektion bei jungen Frauen seltener zu ernsthaften Komplikationen führt, als bisher angenommen wurde. In nur 2,7 Prozent der Fälle folgt auf eine genitale Chlamydieninfektion eine Eileiterschwangerschaft. Das Risiko der Unfruchtbarkeit liegt bei 6,7 Proze
Milchsäurebakterien (LAB – Lactic Acid Bacteria) werden auf der ganzen Welt bei der Herstellung verschiedener gegorener Milchprodukte eingesetzt. Gleichzeitig nimmt das Interesse an den genetischen, mikrobiologischen und biochemischen Eigenschaften der Milchsäurebakterien zu.
Im vergangenen Jahrhundert wurde der potenzielle gesundheitliche Nutzen von LAB gründlich erforscht. Vor diesem Hintergrund diente das DEPROHEALTH-Projekt dazu, Informationen für die probiotische Verwendung b
Oxidativer Stress auf molekularer Ebene ist ein gefährlicher Zustand, der die Zellen schädigen und verschiedene Krankheiten auslösen kann.
Oft werden Krankheiten wie Alzheimer oder Krebs mit oxidativen Schädigungen in Verbindung gebracht. Daher ist es wichtig, dass neue Therapien zum Schutz des Gewebes vor oxidativem Stress entwickelt werden. Oxidative Schädigungen erfolgen durch reaktive Sauerstoffspezies und können DNA- und Proteinstrukturen verändern.
Eine Forschungsgr
Ein Meilenstein in der Zellforschung: Größte Proteom-Studie von Hefe-Mitochondrien liefert neue Erkenntnisse über die Funktion von Mitochondrien-Proteinen. Zum Abschluss der Studie berichten Chris Meisinger von der Universität Freiburg und Albert Sickmann vom Rudolf-Virchow-Zentrum/DFG-Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin heute in der online Ausgabe von “Journal of Proteome Research” über die letzten 102 Proteine von insgesamt 851.
Mitochondrien sind als “Kraftwerke” de
Forscher hoffen Veränderung von Hirnkarten während des Lernens zu erkennen
Mit einer neu entwickelten Software ist es Wissenschaftlern des Instituts für Neuroinformatik der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Houston gelungen, einen Film der neuronalen Aktivierung während eines Lernprozesses aufzunehmen. Die Forscher erhoffen sich durch ihre Untersuchungen Antworten auf die weltweit untersuchte Frage, welche Gesetzmäßigkeiten hinter der Veränderung von Hirnkarten währen
Die allogene Knochenmarkstransplantation ist die Therapie der Wahl bei vielen bösartigen Erkrankungen des blutbildenden und lymphatischen Systems, da spezielle Immunzellen im Transplantat restliche von der Chemotherapie verschonte Tumorzellen zerstören können. Sehr häufig attackieren allerdings diese Immunzellen auch gesundes Gewebe und Organe des Patienten und rufen damit die lebensbedrohliche Erkrankung “Graft-versus-host-disease” hervor. In einem von der Wilhelm-Sander-Stiftung geförderte
Internationale Kooperation wird für drei Jahre gefördert
Wie laufen Lernprozesse im Gehirn ab? Wie sehr kann es sich im erwachsenen Organismus noch umorganisieren? Wie stabil sind Lernerfolge? Diese Fragen ergründen der Bochumer Neuroinformatiker Hubert Dinse und der Houstoner Elektrotechniker Valery Kalatsky mit einer neuen Technik anhand des Sehsystems. Eine von Kalatsky entwickelte Software spielt ein spezielles optisches Reizmuster ab, während die Aktivität der Hirnnervenzelle
Max-Planck-Forscher synthetisieren eine außergewöhnliche Verbindung mit sechswertigem Eisen
Eisen kann mehr als ihm Chemiker bislang zugetraut haben. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Bioanorganische Chemie in Mülheim haben jetzt eine Verbindung synthetisiert, in deren Zentrum ein Eisenatom besonderer Art sitzt. Dieses Eisenatom hat nämlich sechs seiner acht äußeren Elektronen abgegeben. Gewöhnlich trennt es sich nur von zwei oder drei Elektronen und kommt in diese