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Gesundheit & Leben

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Entdeckung: Ganzkörper-Gehirn bei Seeigeln Identifiziert

Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…

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Biowissenschaften Chemie

Wie Mitochondrien in Form bleiben

Fehlerhaft gebaute Mitochondrien-Membranen können zu neurodegenerativen und muskulären Erkrankungen führen. Doch wie bewahren die „Kraftwerke“ der Zelle normalerweise ihre typische Form? Molekulare Einblicke liefert nun das MDC-Team um Oliver Daumke im Journal „Science Advances“. Mitochondrien sind die Zellkraftwerke nahezu aller Lebewesen, die einen Zellkern besitzen. Sie produzieren den universellen Energiespeicher der Zelle: Adenosintriphosphat (ATP). Je nach Energiebedarf kann eine einzelne Zelle bis zu einigen Tausend Mitochondrien enthalten. Besonders viele dieser winzigen Organellen finden sich in Nerven-, Muskel- und Eizellen. Man…

Biowissenschaften Chemie

Kaiserpinguine leben bis zu 600 Kilometer weiter nördlich als angenommen

Besenderungsprojekt weist nach, dass Jungtiere sich weit außerhalb bestehender und geplanter Schutzgebiete aufhalten. Junge Kaiserpinguine aus der Atka-Bucht nahe der deutschen Neumayer-Station III in der Antarktis schwimmen in ihrem ersten Lebensjahr bis weit über den 50. südlichen Breitengrad nach Norden hinaus. Somit sind sie durch bestehende und geplante Schutzgebiete und -maßnahmen nur unzureichend geschützt, berichten Forschende unter Beteiligung des Alfred-Wegener-Instituts in einer aktuellen Studie im Fachmagazin Royal Society Open Science. Kaiserpinguine stehen für die Antarktis wie kaum eine andere Art…

Biowissenschaften Chemie

Mehr Sauerstoff in früheren Ozeanen

Sauerstoffarme Meeresregionen wurden in vergangenen Warmzeiten offenbar kleiner. Eine paläoklimatologische Studie eines internationalen Teams um Forschende des Max-Planck-Institutes für Chemie kommt zu dem Schluss, dass sauerstoffarme Gebiete in den Meeren in langen Warmzeiten der Vergangenheit schrumpften. Wenn der Sauerstoff knapp wird, hat es das Leben schwer. Das gilt für Bergregionen über 7.000 Meter genauso wie für umgekippte Gewässer. So können in tropischen Küstenregionen Westamerikas und Westafrikas, aber auch im Golf von Bengalen und Arabischen Meer nur spezialisierte Mikroben oder Organismen…

Medizin Gesundheit

Wie verändern sich Myelomzellen durch die Therapie?

Ein internationales Autorenteam unter Führung von Wissenschaftlern aus Würzburg und Heidelberg hat zentrale Evolutionsmechanismen beim Multiplen Myelom entschlüsselt. Eine einzige Tumorzelle, die die Chemotherapie überlebt hat und Jahre lang im Knochenmark schlummert, kann zum Rückfall führen. Gemeinsame Pressemitteilung der Universitätskliniken Würzburg und Heidelberg Welche Tumorzellen überleben eine Chemotherapie? Woher kommt das Rezidiv? Denn einen Rückfall müssen leider alle Betroffenen, die an einem Multiplen Myelom erkrankt sind, fürchten. Geheilt werden kann die Krebserkrankung des Knochenmarks, die jedes Jahr sechs bis acht…

Biowissenschaften Chemie

Neue Seifen für die Wirkstoffforschung

Forscher*innen der TU Dortmund und der Freien Universität Berlin haben gemeinsam ein Verfahren entwickelt, mit dem man neue Seifen für die Medikamentenforschung herstellen kann. Die neuen Seifen sollen empfindliche Proteine aus Biomembranen herauslösen, damit diese für ihren Einsatz in der Wirkstoffforschung genau untersucht werden können. Die Erkenntnisse wurden kürzlich in den renommierten Fachzeitschriften Chemical Science und Current Opinion in Chemical Biology veröffentlicht. Proteine, die in Biomembranen verankert sind, sind wichtige Ansatzpunkte für die Entwicklung neuer Medikamente. Forscher*innen nutzen Seifen, um…

Medizin Gesundheit

SARS-CoV-2 kann das Chronische Fatigue-Syndrom auslösen

Charité-Studie liefert Belege für lang gehegte Annahme. Es wird seit Beginn der Pandemie vermutet, dass SARS-CoV-2 das Chronische Fatigue-Syndrom ME/CFS verursachen kann. Eine Forschungsgruppe der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) zeigt jetzt in einer gut kontrollierten Studie, dass ein Teil der COVID-19-Erkrankten auch nach mildem Verlauf tatsächlich das Vollbild einer ME/CFS-Erkrankung entwickelt. Zudem beschreiben die Forschenden eine zweite Gruppe von Post-COVID-Betroffenen mit ähnlichen Symptomen. Unterschiedliche Laborwerte weisen auf möglicherweise verschiedene Entstehungsmechanismen…

Biowissenschaften Chemie

Größe der Erbinformation der wilden Verwandtschaft der Balkonpflanze Pelargonie bestimmt

Forscherinnen des Julius Kühn-Instituts (JKI) analysieren Wildarten der Genbanksammlung, geben Einblicke in die evolutionäre Entwicklung der Gattung und prognostizieren den Erfolg von Artkreuzungen für die Entwicklung neuer Sorten. (Quedlinburg) „Kaufen sie noch Geranien oder schon Pelargonien?“ Mit dieser Frage steigt Dr. Sylvia Plaschil vom Julius Kühn-Institut gerne ins Gespräch ein, wenn sie über ihr Forschungsobjekt, die Vertreter aus der Zierpflanzengattung Pelargonium, berichtet. Der Trivialname „Geranie“ hält sich hartnäckig, auch im Handel der sortenreichen und weitverbreiteten Beet- oder Balkonpflanzen. Zeit, eine…

Medizin Gesundheit

Alterskrankheiten dank Sensoren zuhause frühzeitig erkennen

Forschende der Universität Bern und des Inselspitals konnten zeigen, wie Sensoren, die Bewegungsmuster aufzeichnen, dabei helfen können, gesundheitliche Probleme bei älteren Menschen wie Altersdepression, Sturzgefahr oder kognitive Einschränkungen frühzeitig zu erkennen. Dies könnte in Zukunft dazu beitragen, Seniorinnen und Senioren länger ein selbstbestimmtes Leben zuhause zu ermöglichen und das Gesundheitswesen zu entlasten. Wenn in unserem Bewegungsmuster spezifische Veränderungen auftreten, kann dies auf diverse gesundheitliche Probleme hinweisen: Abnahme der Kraft mit Sturzgefährdung, leichte kognitive Störungen, Depression, Schlafprobleme, Atemprobleme, Herzrhythmusstörungen und zunehmende…

Biowissenschaften Chemie

Mit Nanoporen epigenetische Veränderungen schneller erkennen

• Schritt hin zu einer Optimierung von medizinischer Diagnostik • Zukünftige Nanoporen-basierte Analyse von Proteinen könnte einfacher, schneller und kostengünstiger als bisherige Analysemethoden sein • Studienleiter Behrends: „Wir konnten mit unseren Versuchen erstmals zeigen, dass die Nanoporen-Analytik es erlaubt, Moleküle nicht nur anhand ihrer Größe, sondern auch anhand ihrer Form zu unterscheiden.“ Als epigenetische Modifikationen bezeichnete Veränderungen spielen unter anderem bei der Krebsentstehung eine wichtige Rolle. Sie schnell und zuverlässig analysieren zu können, könnte zum Beispiel wesentlich dazu beitragen, die…

Biowissenschaften Chemie

Chemielabor auf einem Chip analysiert Flüssigkeiten in Echtzeit

Ein nur fingernagelgroßer Chip ersetzt sperriges Labor-Equipment. An der TU Wien wurde ein Infrarot-Sensor entwickelt, der in Sekundenbruchteilen Inhaltsstoffe von Flüssigkeiten detektiert. Was machen die Moleküle gerade im Reagenzglas? In der chemischen Technologie ist es oft wichtig, exakt zu messen, wie sich die Konzentration bestimmter Substanzen verändert – oft auf einer Zeitskala von Sekunden. Gerade in der Pharmaindustrie müssen solche Messungen extrem präzise und zuverlässig sein. An der TU Wien wurde ein neuartiger Sensor entwickelt, der sich dafür hervorragend eignet…

Biowissenschaften Chemie

Chemische Reaktionen im Film

– Prof. Katrin F. Domke ist neu an der UDE. Industrie und Gesellschaft brauchen Strom – aber nachhaltig soll er sein. Prof. Dr. Katrin F. Domke erforscht an der Chemischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE), wie die Umwandlung von Energie optimiert werden kann. Sie hat die Professur für Physikalische Chemie von Flüssig-Fest-Grenzflächen in heterogener Katalyse und chemischer Energiekonversion angenommen. Bei der Analyse chemischer Prozesse nimmt Domke die Atome und Moleküle in den Blick – und zwar im wahren Wortsinn: „Wir…

Biowissenschaften Chemie

Nach der Oder-Katastrophe: Gibt es Hoffnung für den Stör und seinen Lebensraum?

Die Oder ist der letzte große Fluss in Deutschland, den Fische und andere Tiere noch über weite Strecken barrierefrei durchwandern können. Seit 2006 ist sie auch das Schwerpunktgebiet zur Wiederansiedlung des Baltischen Störs. Er steht auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation (IUCN); keine Tiergruppe ist heute stärker gefährdet als Störe. Theoretisch hätten in diesem Sommer in der Oder zum ersten Mal Jungstöre aus Eiern von in den Fluss zurückkehrenden Elterntieren schlüpfen können. Doch dann kam die menschengemachte Umweltkatastrophe. Wie geht…

Medizin Gesundheit

Hautkrebs: Defekte in Mikrotubuli helfen Zellen bei der Metastasierung

Hautkrebs zählt mit steigender Tendenz zu den häufigsten Krebsarten weltweit. Insbesondere die Metastasierung der Hautkrebszellen macht eine erfolgreiche Therapie schwierig. Es ist daher besonders wichtig, die Grundlagen der Metastasierung besser zu verstehen, um neue Therapiekonzepte entwickeln zu können. Gefördert von der Wilhelm Sander-Stiftung haben Forschende um Prof. Dr. Holger Bastians an der Universitätsmedizin Göttingen nun entdeckt, dass Defekte in zellulären Skelettstrukturen (Mikrotubuli) ganz entscheidend zur Metastasierung von Hautkrebs und anderen Krebsarten beitragen können. Damit könnten Mikrotubuli als therapeutisches Ziel zur…

Biowissenschaften Chemie

Wie Wertvorstellungen unsere Wahrnehmung beeinflussen

Was wir in unserer Umwelt wahrnehmen ist manchmal das Ergebnis eines wertbasierten Entscheidungsprozesses, so eine aktuelle Literaturanalyse in der Fachzeitschrift Neuron. Für uns Menschen erscheint das, was wir sehen, ein unkomplizierter Vorgang zu sein. Tatsächlich aber sind die hierfür zugrunde liegenden Berechnungen unseres Gehirns überraschend komplex. Eine aufschlussreiche Möglichkeit, Wahrnehmungsprozesse wissenschaftlich näher zu untersuchen, besteht darin, Testpersonen visuellen Reizen auszusetzen, die ihnen nicht eindeutig interpretierbar erscheinen. Bei widersprüchlichen Wahrnehmungen, wie sie zum Beispiel von Kippbildern bekannt sind, tendiert das Gehirn…

Medizin Gesundheit

Vorderer Kreuzbandriss: Ist immer sofort eine Operation nötig?

Übersichtsarbeit im British Journal of Sports Medicine zeigt: Nicht-operative Therapie führt bei Riss des vorderen Kreuzbands zu ähnlich guten Ergebnissen wie frühe chirurgische Rekonstruktion. Ein multidisziplinäres Team von Wissenschaftler*innen aus Deutschland und Australien hat in einer Meta-Analyse von randomisierten, kontrollierten Studien zwei verschiedene Therapieansätze bei einem vorderen Kreuzbandriss verglichen. Die Wissenschaftler*innen untersuchten die Standardtherapie, eine Operation kurz nach dem Unfall, und einen konservativen Therapieansatz, bei dem der Patient zunächst Physiotherapie erhält und das Knie nur dann operiert wird, wenn es…

Medizin Gesundheit

DNA-Klau stärkt die Immunvielfalt

Um gegen Krankheitserreger vorgehen zu können, braucht das Immunsystem eine riesige Zahl passender Antikörper. In einer MDC-Studie beschreibt die Gruppe der BIH-Professorin Kathrin de la Rosa im Fachblatt PNAS einen „diebischen“ Mechanismus, der zur Vielfalt dieser Abwehrstoffe beiträgt. Vor einigen Jahren machten Professorin Kathrin de la Rosa und ihre Kolleg*innen im Labor des Schweizer Immunologen Antonio Lanzavecchia eine ungewöhnliche Entdeckung. Das Team stieß im Blut von Malaria-Patient*innen auf Antikörper, für deren Herstellung der Bauplan eines Gens verwendet worden war, das…

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