Dieser sogenannte Verschlusseffekt stört viele Träger von Im-Ohr-Hörgeräten. Ein kleiner, auswechselbarer Weichschaum-Zylinder stellt sicher, dass das neue Gerät namens Eclipse dennoch angenehm zu tragen ist und das Trommelfell nicht verletzt wird. Verbesserte Algorithmen für die Schallverstärkung bieten den Benutzern zudem vom ersten Tag an ein angenehmes Klangerlebnis bei gleichzeitig gut verstehbarer Sprache.
Die Herausforderung bei der Entwicklung eines guten Hörgeräts liegt in der bestmöglichen Balance zwischen Sprachverständlichkeit und Klangqualität. Besonders Menschen, die nach längerer Schwerhörigkeit zum ersten Mal ein Hörgerät tragen, sind von den vielen akustischen Reizen überfordert und wollen zunächst lediglich ihre Mitmenschen verstehen. Andererseits legen erfahrene Hörgerätebenutzer oft Wert auf guten Klang, um beispielsweise Konzerte oder Vogelstimmen im Park zu genießen.
Die im Eclipse verwendete XCEL-Generation der BestSound-Technologie berücksichtigt diese Wünsche unter anderem mit individuell unterschiedlichen Signalverarbeitungsalgorithmen für Sprache und Klang. Zusätzlich ist die Sprachverstärkung an die Nutzer angepasst.
Zwar ist Sprache generell besser verstehbar, je deutlicher oder stärker der Anteil der hohen Frequenzen ist, aber ab einer bestimmen Lautstärke tritt eine Überbetonung der hohen Frequenzen ein. Je nach Hörschädigung und Erfahrung mit Hörgeräten erreichen Patienten diesen Punkt unterschiedlich früh. Die Psychoakustik, die den Zusammenhang zwischen individuellem Klangempfinden und den physikalischen Eigenschaften des Schalls erforscht, liefert Modelle, die die Wirkung von Geräuschen und Lautstärken auf verschiedene Personen simulieren. XCEL bietet dem Akustiker ein auf diesenen Modellen basierendes Programm, mit dem er das Hörgerät schon vor dem ersten Tragen bestmöglich an das Nutzerempfinden anpassen kann.
Siemens produziert seit 45 Jahren Hörsysteme, die direkt im Ohr getragen werden. Eclipse wird für jede Person für jeweils beide Ohren individuell maßgeschneidert. Die Benutzer ziehen ihr Hörgerät bei Bedarf an einem nahezu unsichtbaren Nylonfaden aus dem Ohr. Um Eclipse noch tiefer als bisher möglich in den Gehörgang einzuführen, entwickelte Siemens einen kleinen Schaumstoffzylinder in drei Größen, der sich an die Innenwand des Gehörgangs anschmiegt. (IN 2012.06.8)




