Oft sind es nur sehr kleine Anpassungen, die über den Tragekomfort bei Prothesen entscheiden. Diese Feinabstimmung wurde bislang alleine von behandelnden Ärzten durchgeführt, nun sollen diese bei ihrer Arbeit durch ein neues Messgerät unterstützt werden, berichtet die New York Times.
Der Apparat mit dem Namen Compas sammelt im Alltag Daten und gibt damit Hinweise auf notwendige Anpassungen. Die Technik wird gerade getestet und soll in den USA bald häufiger zur Anwendung kommen. Patienten gäbe es genügend, bedenke man alleine die große Zahl an Kriegsveteranen, die nach ihrer Rückkehr auf Prothesen angewiesen sind.
Bislang seien die Feineinstellungen zu großen Teilen Gefühlssache gewesen, so Andrew L. Steele, der die Anpassungen von Prothesen vornimmt und selbst eine Beinprothese trägt. Bei mehreren Termine probiere man unterschiedliche Einstellungen aus und versuche, so optimalen Komfort zu erreichen. Das neue Messgerät liefere nun zusätzlich zur subjektiven Einschätzung des Arztes objektive Daten, die den Prozess verbessern könnten, so Steele. Entwickelt wurde Compas (Computerized Prosthesis Alignment System) von Orthocare Innovations http://www.orthocareinnovations.com aus Oklahoma.
Der Apparat selbst funktioniert drahtlos, sammelt direkt an der Prothese Daten und übermittelt diese an den Computer zur Auswertung. Dazugehörige Software schlägt dann entsprechende Anpassungen vor. Für die Patienten bringe das einen großen Vorteil. Bislang mussten für die Feineinstellung bei Spezialisten oft weite Strecken zurückgelegt werden, um dann zeitaufwändige Untersuchungen zu durchlaufen. Mithilfe der neuen Messgeräte würden im Alltag Daten gesammelt und in einer lokalen Klinik ausgewertet.




