Forscher des Londoner Kings College haben querschnittsgelähmte Ratten wieder zum Laufen gebracht. Ein bakterielles Enzym namens Chondroitinase ABC bewirkt, dass durchtrennte Nervenfasern wieder wachsen und dass Steuerbefehle an die Muskulatur weitergeleitet werden können. Für menschliche Patienten geben die Forschungsbefunde Anlass zur Hoffnung: “Die Experimente zeigen, dass es wirksame Therapien geben könnte”, sagt Lars Olson, Neurologe am Stockholmer Karolinska Institut der ZEIT. Für di
Massiver Juckreiz und nässende Ekzeme – mindestens jedes zehnte Kind in den industrialisierten Ländern quält sich mit Neurodermitis. Die entzündliche Hautkrankheit kann akut häufig nur mit Cortisonsalben behandelt werden, wodurch sich die Symptome rasch bessern. Bei längerfristiger Anwendung muss jedoch mit Nebenwirkungen gerechnet werden. An der Hautklinik des Universitätsklinikums Münster wird zur Zeit eine neue, cortisonfreie Creme auf ihre Wirksamkeit geprüft. Im Rahmen dieser Studie werden Neu
Viele Patienten, die einen Herzinfarkt erlitten haben, sind danach vom plötzlichen Herztod bedroht. Wissenschaftler aus Würzburg und Karlsruhe arbeiten darum an einer neuen Methode, um solche Patienten frühzeitig identifizieren zu können: Es handelt sich um eine Kombination aus Elektrokardiographie und Kernspintomographie. Der so genannte plötzliche Herztod wird durch Herzrhythmusstörungen verursacht: Bei einem Infarkt stirbt Herzmuskelgewebe ab und wird durch eine Narbe ersetzt. Die Ver
Richtungsweisendes aus Neurologie und Neurochirurgie Die Parkinson-Krankheit ist die häufigste neurologische Erkrankung des fortgeschrittenen Lebensalters: derzeit leiden rund 250.000 überwiegend ältere Menschen in Deutschland an der bisher unheilbaren Erkrankung des zentralen Nervensystems. Parkinson gilt als klassische Alterskrankheit, doch die Betroffenen sind zunehmend jünger. “Immer mehr Menschen unter 40 Jahren erkranken am Parkinson-Syndrom”, so Privatdozent Dr. Thomas Gasser, Lei
Leibniz-Wissenschaftler erforschen vielversprechendes Protein Potsdam-Rehbrücke. Die Kosten im Gesundheitswesen steigen – ein Ende ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die Bevölkerungsgruppe mit dem größten Erkrankungsrisiko, die Menschen über 60, wächst. Demographischen Schätzungen zufolge wird es in den nächsten 25 Jahren mehr Rentner als Kinder geben. Rettung erhofft sich die Politik von der Begrenzung der Ausgaben – ein Ansatz, der vielfach auf Protest stößt. Eine Alternative eröffnet s
Künstliche Hüftgelenksköpfe werden heute entweder aus Edelstählen, Cobalt-Chrom-Legierungen, oder Aluminiumoxidkeramiken hergestellt. Durch den Kontakt mit Körperflüssigkeit und Gewebe korrodieren Metalle jedoch, was die Lebensdauer eines solchen Hüftgelenks auf etwa fünf bis zehn Jahre begrenzt. Die Folge ist eine erneute, schmerzhafte Operation für den Patienten. Der Chrom- und Nickelanteil einiger Legierungen steht im Verdacht allergische Reaktionen des menschlichen Körpers auszulösen. Alumin
Trotz der Konkurrenz durch die westliche Medizin: Die traditionelle Heilkunde steht in Afrika immer noch hoch im Kurs. Das ist das Resultat einer Studie, die der Arbeitskreis Ethnomedizin am Medizinhistorischen Institut der Universität Bonn momentan in Tansania durchführt. Gerade bei Beschwerden, die im Kopf lokalisiert werden – Krampfanfällen, Schwindel oder Wahnsinn – suchen die Betroffenen eher bei einem traditionellen Heiler als bei einem Schulmediziner Hilfe. Viele Afrikaner empfinden die M
Beweis im Labor aber keine Bestätigung für letale Wirkung beim Menschen Das Fungizid Triphenyl-Zinn schädigt menschliche Killerzellen des Immunsystems. Das ist das Ergebnis einer Studie der Tennessee State University in Nashville, die auf dem 223. Treffen der American Chemical Society in Orlando, Florida, vorgestellt wurde.Triphenyl-Zinn wurde in Fisch bzw. Meeressedimenten gefunden und hat sich bei Nagetieren als kanzerogen erwiesen, berichtet das Fachmagazin New Scientist. Das Team
Ergebnisse des Neuroblastom-Screenings vorgestellt Mit dem Modellprojekt Neuroblastom-Früherkennung ist in Deutschland erstmals ein Massen-Screening-Verfahren zur Krebsfrüherkennung bei Kindern wissenschaftlich erprobt und bewertet worden. Die Erkenntnisse sind richtungweisend und das Projekt hat weltweit Vorbildfunktion für die Beurteilung anderer Screening-Verfahren. Darin sind sich alle Beteiligten einig. Das Ergebnis brachte Dr. Freimut H. Schilling, Arzt am Olgahospital in Stuttgart und
Hirnschrittmacher wird viel zu selten eingesetzt Weltweit leiden mehr als 4 Millionen Menschen an Parkinson, davon rund eine Viertelmillion allein in Deutschland. 15.000 Deutsche, zunehmend auch junge Menschen, erkranken jährlich neu. Anlass genug, sich am morgigen Welt Parkinson-Tag mit diesem Thema zu beschäftigen, meint die Deutsche Parkinson Vereinigung. Gerade im Bereich der Therapien habe sich in den letzten Jahren zwar viel getan, doch würden noch längst nicht alle Möglichkeiten a
Protein-Metall-Käfig sorgt für mehr Schärfe bei Kernspin-Tomographien Aufnahmen von Organen und Geweben zur Diagnose von Krebs sollen künftig noch schärfer werden. Chemiker der Universität von Turin haben eine Technik entwickelt, bei der das Kontrastmittel, wie es für die Magnetresonanz-Tomographie (MRI) verwendet wird, ein stärkeres Signal produziert. Zu diesem Zweck wird das Mittel in einen zwölf Nanometer kleinen Protein-Käfig “gesperrt” , berichtet das Fachmagazin Nature. Durch d
Frisch erschienen: CD-ROM “Achtung! Giftig! Vergiftungsunfälle bei Kindern” Pro Jahr vergiften sich in Deutschland rund 80.000 Kinder so schwer, dass sie ärztlich behandelt werden müssen. Besonders gefährdet sind Zwei- und Dreijährige, da sie ihre Umwelt durch Lutschen oder Kauen entdecken und dabei auch Dinge in den Mund nehmen, die ihnen nicht gut bekommen. Medikamente stehen mit rund 34 Prozent ganz oben auf der Verursacherliste, gefolgt von Nikotin (rund 20 %), Haushaltsreinigern und
Patient zeigt zwei Jahre nach Behandlung keine Symptome Ein Transplantat von Zellen aus dem eigenen Gehirn ist erstmals erfolgreich zur Behandlung der Parkinson-Erkrankung eingesetzt worden. Der Eingriff hat nach Angaben der Forscher zur Reduktion des durch die Krankheit ausgelösten Zitterns geführt. Zwei Jahre nach der experimentellen Behandlung ist der Patient frei von Symptomen der degenerativen Gehirnerkrankung, berichtet die BBC heute, Dienstag. Die Forscher präsentierten die Ergebn
Max-Planck-Wissenschaftler entdecken Genom-Baustein, der direkten Einfluss auf den Krankheitsverlauf bei Krebs hat / Wichtiger Durchbruch in der Krebsforschung Eine DNA-Besonderheit im Erbgut eines großen Teils der menschlichen Bevölkerung, die den Krankheitsverlauf von Krebs beeinflusst, haben jetzt Wissenschaftler am Max-Planck-Institut (MPI) für Biochemie in Martinsried entdeckt. Prof. Axel Ullrich und seine Kollegen haben ihre Forschungsergebnisse in der Februar-Ausgabe der international
Die Rettungskette, die bei einem Herzinfarkt mit dem Notarzt beginnt, lässt sich dank moderner Kommunikationstechnik verbessern. Das zeige seit November 2001 ein entsprechender bayerischer Modellversuch, teilte jüngst die Deutsche Telekom mit, die das Projekt zusammen mit dem Medizintechnik-Anbieter Medtronic unterstützt. Die beiden Unternehmen haben 30 Münchner Krankenwagen mit Handys, Mobilfunkanschlüssen sowie einem mobilen 12-Kanal-EKG Gerät ausgestattet. Das Gerät verfügt sowohl über einen
Antikörper richtet sich gegen das für Erkrankung charakteristische Beta- Amyloidpeptid Forscher der Lilly Research Laboratories haben bei gentechnisch veränderten Alzheimer-Mäusen nachgewiesen, dass sich durch die einmalige Gabe des Antikörpers m266 die Lernfähigkeit sowie das Erinnerungsvermögen bei Mäusen verbessern. Wie das Team um Steven M. Paul in der aktuellen Online-Ausgabe des Fachmagazins Nature Neuroscience berichtet, bindet m266 an das Beta- Amyloidpeptid. Diese unlösliche Pr