Medizin Gesundheit

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Nervenzellen lassen andere „mithören“

Wie viele „Mithörer“ eine Nervenzelle im Gehirn hat, wird streng reguliert. Das zeigt eine internationale Studie unter Federführung des University College London und der Universitäten Bonn, Bordeaux und Milton Keynes (England). In der Umgebung lernender Neuronen werden demnach bestimmte Prozesse in Gang gesetzt, durch die die Signalübertragung weniger exklusiv wird. Die Ergebnisse sind nun in der Zeitschrift Neuron erschienen. Wer einem Bekannten in einer belebten Umgebung ein Geheimnis mitteilen möchte, schirmt das Gespräch oft mit der Hand vor etwaigen Lauschern…

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Von zu Hause aus ins Stammbuch der Evolution blicken

WWU-Forscher entwickeln Web-App für Genom-Vergleiche Die Evolution hinterlässt ihre Spuren insbesondere im Erbgut, dem Genom. Ihrem Einfluss auf die Spur zu kommen, ist ein langwieriger Prozess. Priv.-Doz. Dr. Jürgen Schmitz und seinem Team an der Universität Münster hat vor fünf Jahren veröffentlichte die Arbeitsgruppe eine Web-App, die das Erbgut von Mensch und Tier vergleichen kann und so hilft, evolutionäre Entwicklungen zu verstehen. Nun gehen die münsterschen Forscher noch einen Schritt weiter: Ihre neue Software „2-n-way“ kann beliebige Genome von und…

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Erstmals nachgewiesen: zugelassenes Cannabinoid lindert Symptome bei Parkinson

Erstmals wird in einer Studie die Wirksamkeit eines Cannabinoids bei nicht-motorischen Symptomen bei Parkinson untersucht Nachweisliche Besserung nichtmotorischer Symptome Potenzielle therapeutische Auswirkung auf Motorik An der Innsbrucker Universitätsklinik für Neurologie (Direktor Stefan Kiechl) wurden die Auswirkungen eines für Chemotherapie-induzierte Übelkeit zugelassenen Cannabinoids auf ParkinsonpatientInnen untersucht. Die randomisiert kontrollierte Studie wurde kürzlich im renommierten Fachjournal der American Neurological Assosiation „Annals of Neurology“ publiziert und hat international für Aufsehen gesorgt. Innsbruck, am 24.09.2020: Zu den nichtmotorischen Symptomen (NMS) bei Parkinson gehören Funktionsstörungen…

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Schutzimpfung gegen veränderte Proteine könnte Krebsentstehung verhindern

Krebsarten, bei denen ein Defekt der Erbgut-Reparatur vorliegt, zeichnen sich durch eine besonders hohe Zahl an Mutationen aus. Wissenschaftlern des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg, der Universität Heidelberg und des Heidelberger Instituts für Theoretische Studien (HITS) ist es nun gelungen, bei diesen Tumoren solche Mutationen zu identifizieren, die in identischer Form bei zahlreichen Patienten übereinstimmen und die darüber hinaus zu veränderten Proteinstrukturen führen. Impfungen gegen diese veränderten Proteine könnten zukünftig die Entstehung dieser Krebsformen im Keim ersticken, wenn sie…

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Tonsillotomie-Studie: Müssen die Mandeln komplett raus?

In einer prospektiven, kontrollierten, multizentrischen Studie, die am Universitätsklinikum Jena geleitet wird, testen HNO-Ärzte, ob eine Teilentfernung der Gaumenmandeln genauso gut gegen wiederkehrende Halsentzündungen hilft wie die vollständige Entfernung. Der Gemeinsame Bundesauschuss beauftragte die Erprobungsstudie für die Nutzenbewertung der Operationsverfahren. Die Gaumenmandeln, im Volksmund auch kurz Mandeln genannt, gehören zum Immunsystem und sind Teil des Schutzwalls, der Krankheitserreger erkennen und abwehren soll, die über den Mundraum in den Körper eindringen wollen. Damit tragen sie zur Ausbildung des immunologischen Gedächtnisses bei….

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Muskelschwäche bei Intensivstation-Patienten

Forscher finden potenziellen Therapieansatz Durch das Corona-Virus hat sie neue Aktualität gewonnen: die „Critical Illness Myopathy” (CIM). So bezeichnen Fachleute eine Muskelschwäche, die häufig bei länger intensivmedizinisch behandelten Patienten auftritt. Bei einer schwer verlaufenden Covid19-Infektion, müssen viele Patienten künstlich beatmet werden. Bei bis zu 30 Prozent tritt darauffolgend eine CIM ein. Ein Forscherteam der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), hat jetzt einen potenziellen Ansatz für die Behandlung einer Critical Illness Myopathy gefunden. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ erschienen….

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COVID-19: Gefäßverschlüsse in Lungengefäßen tragen zu Lungenversagen und Thromboserisiko bei

Die Infektion mit SARS-CoV2 führt zu einer Atemwegserkrankung, die bei schweren Verläufen mit einem Lungenversagen sowie der Notwendigkeit einer invasiven Beatmung einhergehen kann. Bei diesen Patienten treten auch häufig thrombotische Komplikationen wie Lungenembolien oder venöse Thrombosen auf. Ob Lungenversagen und systemische Thromboseneigung bei COVID-19 miteinander verknüpft sind, war bisher unbekannt. In einer kürzlich in der Fachzeitschrift Circulation erschienenen Arbeit konnte das Team um Leo Nicolai, Alexander Leunig, Kami Pekayvaz und Konstantin Stark aus der Medizinischen Klinik und Poliklinik I (Kardiologie)…

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Natur als Vorbild: Forscher entwickeln neuartige Entzündungshemmer

Entzündungshemmende Stoffe auf Basis von Bestandteilen menschlicher Körperzellen könnten künftig die Therapie für Patienten verbessern. Forscherinnen und Forscher am Institut für Pharmazie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) haben ein Verfahren entwickelt, um sie in kontrollierter Qualität herstellen zu können. Die Substanzen werden vom Körper nicht als Fremdstoffe erkannt und bieten daher Vorteile gegenüber körperfremden Entzündungshemmern wie Ibuprofen oder Diclofenac. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin “European Journal of Pharmaceutical Sciences” veröffentlicht. “Wir versuchen nachzumachen, was die Natur vormacht”, sagt Prof. Dr. Karsten…

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COVID-19 Langzeitstudie: Schwer Erkrankte profitieren von langfristiger und interdisziplinärer Nachsorge

Ein Team der Innsbrucker Univ.-Klinik für Innere Medizin II (Direktor: Günter Weiss) hat in einer prospektiven Studie erstmals die Langzeitfolgen von COVID-19 an stationär versorgten PatientInnen untersucht. Sechs Wochen nach Entlassung reichen die Beobachtungen von leichten bis mittelgradigen Atemwegs-Symptomen bis hin zu anhaltenden Auffälligkeiten des Lungengewebes. Die StudienleiterInnen betonen die Notwendigkeit einer strukturierten Nachsorge bei schwer Erkrankten. Mit einer an der Medizinischen Universität Innsbruck durchgeführten prospektiven Beobachtungsstudie zum Verlauf einer COVID-19 Infektion bei hospitalisierten PatientInnen liegen nun erstmals Erkenntnisse zu…

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Blutabbauprodukt nimmt wichtiges Enzym in Beschlag

Das Hämoglobin in den roten Blutkörperchen sorgt dafür, dass unsere Körperzellen genügend Sauerstoff bekommen. Beim Abbau des Blutfarbstoffs entsteht „Häm“, das wiederum den Protein-Cocktail im Blut beeinflussen kann. Wissenschaftler der Universität Bonn haben nun in aufwendiger Detektivarbeit herausgefunden, dass das „aktivierte Protein C“ (APC) von Häm in Beschlag genommen werden kann. Gleichzeitig kann APC aber auch die toxische Wirkung von Häm eindämmen. Die Erkenntnisse könnten künftig die Grundlagen für bessere diagnostische und therapeutische Verfahren zu Bluterkrankungen liefern. Die Studie ist…

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Adrenomedullin-Werte bei schweren COVID-19-Fällen stark erhöht

Mediziner des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) konnten in einer klinischen Studie am UKR nachweisen, dass das Peptidhormon Adrenomedullin ein Indikator für den Schweregrad einer COVID-19-Erkrankung ist. Das kann in Zukunft bei der Entscheidung helfen, ob ein Patient eine dringliche stationär-medizinische Versorgung benötigt. Um mehr über die Viruserkrankung COVID-19 herauszufinden, starteten Mediziner der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II, der Interdisziplinären Notaufnahme sowie des Instituts für Pathologie bereits in der Frühphase der Pandemie im März eine klinische Studie, in der 40…

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Frühe rhythmuserhaltende Therapie verbessert Aussichten bei Vorhofflimmern

EAST – AFNET 4 Studie Patienten mit neu diagnostiziertem Vorhofflimmern profitieren von einer frühen rhythmuserhaltenden Therapie. Das hat die Studie EAST – AFNET 4 herausgefunden, in der 2789 Patienten behandelt und fünf Jahre lang beobachtet wurden. Eine frühe rhythmuserhaltende Therapie mit Antiarrhythmika und/oder Katheterablation reduzierte im Vergleich zur üblichen Behandlung kardiovaskuläre Todesfälle, Schlaganfälle und durch Verschlechterung einer Herzinsuffizienz oder akutes Koronarsyndrom bedingte Krankenhausaufenthalte. Die Studie wurde heute beim Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) vorgestellt [1,2]. EAST – AFNET…

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Menschen mit erhöhtem Alzheimerrisiko haben Defizite beim Navigieren

Alzheimerpatienten entwickeln im Verlauf der Erkrankung eine schwere Orientierungslosigkeit und finden auch einfachste Wege nicht mehr. Dass Probleme bei der räumlichen Navigation auch bei Menschen mit einem genetischen Risiko für die Alzheimerkrankheit feststellbar sind, berichtet ein internationales Forschungsteam um Anne Bierbrauer, Dr. Lukas Kunz, Dr. Carlos Gomez und Prof. Dr. Nikolai Axmacher von der Ruhr-Universität Bochum und dem Universitätsklinikum Freiburg in der Zeitschrift Science Advances, online veröffentlicht am 28. August 2020. Das Team aus Bochum, Freiburg, Dortmund, Sevilla, Madrid, Parma…

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Duchenne: „Crosstalk“ zwischen Muskel und Milz

Die Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) ist die im Kindesalter am häufigsten auftretende Muskelerkrankung, die X-chromosomal rezessiv vererbt wird. Typisch ist ein fortschreitender Muskelschwund. Die Erkrankung führt häufig schon vor dem dritten Lebensjahrzehnt zum Tode. Wissenschaftler der Universitäten Maynooth (Irland) und Bonn haben bei an Duchenne erkrankten Mäusen einen Zusammenhang zwischen dystrophischen Muskeln und Lymphsystem gefunden. Die Ergebnisse sind nun im Journal „iScience“ veröffentlicht. Der Muskelschwund bei Duchenne wird durch einen Mangel an Dystrophin, einem Protein des Zellskeletts, verursacht. Dystrophin kommt in Wirbeltieren…

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Neue Gene entdeckt, die den Erfolg einer Krebstherapie beeinflussen

Eines der grossen Rätsel der Krebsforschung ist, wieso bestimmte Patientinnen und Patienten auf eine Strahlentherapie besser ansprechen als andere. Forschende der Universität Bern haben nun entdeckt, welche Gene hierfür eine wichtige Rolle spielen. Daraus ergeben sich neue Erkenntnisse für die Krebsbehandlung. Die Strahlentherapie ist ein Grundstein der heutigen Krebstherapie. Rund die Hälfte aller krebserkrankten Menschen wird mit einer sogenannten Radiotherapie behandelt. Hierzu werden die Patientinnen und Patienten in der Regel über mehrere Wochen täglich bestrahlt. Obwohl diese Therapie bei vielen…

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Fettkristalle lösen chronische Entzündungen aus

Eine angeborene Störung des Fettstoffwechsels kann augenscheinlich zu einer chronischen Überreaktion des Immunsystems führen. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Universität Bonn in einer neuen Studie. Die Ergebnisse erscheinen in der Zeitschrift Autophagy. Bei manchen Menschen sorgt ein Gendefekt dafür, dass ihre Zellen eine ungewöhnliche Form von Fetten bilden. Die Folgen dieser sehr seltenen Störung sind schwerwiegend. So sterben bei manchen der Betroffenen mit der Zeit die Nervenzellen ab, die für die Weiterleitung von Schmerzen zuständig sind; andere verlieren ihr…

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