Medizin Gesundheit

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Kartierung der Kommunikationszentrale des Gehirns

Der Thalamus fungiert als Kommunikationszentrale des Gehirns: Er leitet Informationen von den Sinnesorganen und anderen Teilen des Gehirns weiter ihren Bestimmungsort. Trotz seiner wichtigen Rolle ist er noch längst nicht vollständig verstanden. Forscher des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik in Tübingen haben nun Beziehungen des Thalamus zu anderen Gehirnarealen untersucht. Ihre statistischen Analysen erlauben ihnen, den verschiedenen Teilen des Thalamus ihre jeweiligen Aufgaben zuzuordnen. Die in der Fachzeitschrift Communications Biology veröffentlichten Ergebnisse könnten zur Entwicklung gezielterer Therapien für Krankheitsbilder wie Parkinson…

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Covid-Impfung verbessert Wirkung von Krebstherapie

Klinische Studie unter Beteiligung der Universität Bonn zu Nasenrachenkrebs mit unerwartetem Ergebnis. Menschen mit Nasenrachenkrebs werden häufig mit Medikamenten behandelt, die ihr Immunsystem gegen den Tumor aktivieren. Bislang befürchtete man, dass eine Impfung gegen Covid-19 den Erfolg der Krebstherapie mindern oder starke Nebenwirkungen hervorrufen kann. Eine aktuelle Studie der Universitäten Bonn und Shanxi in der Volksrepublik China gibt diesbezüglich nun Entwarnung. Demnach schlugen die Krebsmedikamente nach einer Vakzinierung mit dem chinesischen Impfstoff SinoVac sogar besser an als bei Ungeimpften. Die…

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Schlüssel zur fälschlichen Aktivierung des Immunsystems

Studie: Virale RNA-Sequenzen in unserer Erbinformation führen zur Interferon getriebenen Autoimmunität. Das angeborene Immunsystem bekämpft Infektionserreger. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Alarmbotenstoff Interferon. Wird es jedoch unkontrolliert ohne Infektion gebildet, kann es zu einer Autoimmunerkrankung führen. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Technischen Universität (TU) Dresden haben am Beispiel des Aicardi-Goutières Syndroms, einer seltenen Autoimmunerkrankung, den zugrundeliegenden Mechanismus untersucht und entschlüsselten die treibende Kraft für die unkontrollierte Interferon-Produktion. Die Studie ist jetzt im Fachmagazin „Journal of Experimental Medicine…

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Fortschritt bei hochsensibler Methode für die maßgeschneiderte Leukämiebehandlung

Die messbare Resterkrankung (MRD) ist eine wichtige Größe, um den Therapieerfolg bei einer Akuten myeloischen Leukämie (AML) bewerten und die weitere Behandlung patientenindividuell anpassen zu können. Eine entsprechende Diagnostik ist derzeit noch nicht flächendeckend verfügbar. Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden und am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) hat nun ein schnelles, einfach umzusetzendes Verfahren für die MRD-Messung mittels Durchflusszytometrie entwickelt und an Proben von 246 AML-Erkrankten überprüft. Das Verfahren…

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Bisher unbekannter Weg des Hepatitis-B-Virus aus der Zelle identifiziert

Weltweit infizieren sich jährlich etwa 1,5 Millionen Menschen mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV). Ein Forschungsteam unter wissenschaftlicher Leitung des Paul-Ehrlich-Instituts hat einen bisher unbekannten Weg zum Austritt von Hepatitis-B-Viruspartikeln aus Zellen identifiziert: Die Forschenden haben erstmals das Vorhandensein von intakten Viruspartikeln in Transportbläschen (Exosomen) sichtbar gemacht. Die Exosomen, kleine Bläschen (Vesikel) in Zellen, die an die Umgebung abgegeben werden, dienen hierbei als Transporter und möglicherweise als Schutzhülle. Über die Ergebnisse berichtet Cellular and Molecular Gastroenterology and Hepatology in seiner Online-Ausgabe vom…

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Bluterkrankheit: Das Immunsystem zur Toleranz erziehen

Die Hämophilie A ist die häufigste schwere Form der Bluterkrankheit. Sie betrifft nahezu ausschließlich das männliche Geschlecht. Die Erkrankung lässt sich in der Regel gut behandeln, doch nicht bei allen Betroffenen. Eine Studie an der Universität Bonn hat nun einen wichtigen Mechanismus aufgeklärt, der für die Wirkung der Therapie entscheidend ist. Die Ergebnisse könnten dabei helfen, die Behandlung besser auf die Patienten zuzuschneiden. Sie wurden bereits in einer Vorversion online veröffentlicht; die finale Fassung erscheint demnächst im „Journal of Clinical…

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Leichte Schilddrüsenstörungen können schwere Herzprobleme machen

Eine systematische Auswertung von 32 Studien mit 1,3 Millionen Teilnehmenden deckt neue Zusammenhänge auf. Dass schwere Überfunktionen der Schilddrüse zu Störungen des Herzrhythmus und dadurch zum plötzlichen Herztod führen können, weiß man seit mehr als 200 Jahren. Welches Risiko mit nur leichten Über- oder Unterfunktionen einhergeht, war aber bisher unklar. Eine systematische Auswertung von 32 Studien mit 1,3 Millionen Teilnehmenden zeigt: Schon leichte Abweichungen der Schilddrüsenfunktion können das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. “Das stellt unser Verständnis der Wechselwirkung zwischen…

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Genkorrektur als mögliche Therapie bei Eisenspeicherkrankheit

Forschungsteam setzt CRISPR/Cas-Technologie zu Reparatur der C282Y-Mutation bei primärer Hämochromatose ein. Die erblich bedingte primäre Hämochromatose gehört zu den häufigsten angeborenen Stoffwechselerkrankungen in Europa. Bei dieser auch als Eisenspeicherkrankheit bezeichneten Störung kommt es zu einer Überladung des Körpers mit Eisen. Das überschüssige Eisen lagert sich in Organen und Geweben an und führt zur langsam fortschreitenden Schädigung von Leber, Herz, Bauchspeicheldrüse, Hirnanhangsdrüse und Gelenken. Dadurch können Veränderungen des Herzmuskels (Kardiomyopathien) oder Diabetes mellitus (Bronzediabetes) entstehen, bis hin zu Vernarbungen des Lebergewebes…

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Neue Therapien gegen Schlaganfall

ImmunoStroke-Projekt verlängert. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung der Forschungsgruppe „ImmunoStroke: Von der Immunzelle zur Schlaganfallregeneration” (FOR 2879) um drei Jahre verlängert. Das 2019 gestartete und während der ersten Förderphase von Essen aus geleitete Gemeinschaftsprojekt zielt darauf ab, neue Schlaganfalltherapien zu entwickeln. Forschende der Universitäten in München, Hamburg, Münster und Essen untersuchen dazu die Rolle des Immunsystems nach einem Schlaganfall. Die DFG unterstützt das Vorhaben in der zweiten Förderperiode mit rund 4,5 Millionen Euro. Von zehn Teilprojekten sind drei…

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Fettleber ist vermehrt Ursache für Leberzellkrebs

MHH-Forschungsteam hat aktuelle Übersicht zum hepatozellulären Karzinom (HCC) in The Lancet veröffentlicht. Das hepatozelluläre Karzinom (hepatocellular carcinoma, HCC) gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen weltweit. In Deutschland gibt es derzeit rund 9.000 HCC-Neudiagnosen pro Jahr, fast 8.000 Betroffene überleben die Erkrankung nicht. Bevor der Tumor in der Leber entsteht, ist das Organ oft bereits durch eine chronische Entzündung vorgeschädigt. Zu den „traditionellen“ Ursachen chronischer Leberschädigungen zählen insbesondere Infektionen mit Hepatitis-Viren oder übermäßiger Alkoholkonsum. Inzwischen jedoch nehmen Übergewicht und metabolische Erkrankungen, zu…

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Nanostruktur zellulärer Kraftwerke im Fokus

DFG-Forschungsgruppe 2848 „Architektur und Heterogenität der inneren mitochondrialen Membran auf der Nanoskala“ wird für weitere drei Jahre mit insgesamt knapp 1,3 Mio. Euro gefördert. Die Klinik für Neurologie der UMG koordiniert. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung für die Forschungsgruppe „Architektur und Heterogenität der inneren mitochondrialen Membran auf der Nanoskala“ (FOR 2848) verlängert. Die Forschungsgruppe soll einen entscheidenden Schritt zur Aufklärung wichtiger Fragen zur mitochondrialen Ultrastruktur leisten, die essenzielle Aufgaben für die Zelle erfüllt. Die Gruppe bündelt die Expertise…

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Neues Antibiotikum gegen resistente Keime entdeckt

Antibiotika galten lange Zeit als Wunderwaffe gegen bakterielle Infektionen. Viele Erreger haben sich jedoch an die Wirkstoffe angepasst und sind resistent geworden, daher wird die Suche nach neuen antibakteriellen Substanzen immer wichtiger. Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Universität Basel hat nun mittels Computeranalyse ein neues Antibiotikum entdeckt und sein Wirkprinzip entschlüsselt. Ihre Studie ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung neuer wirksamer Medikamente. Als «Stille Pandemie» bezeichnet die WHO die schleichende und rasant wachsende Zahl antibiotika-resistenter Bakterien. Die Krise…

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Neue Immuntherapie für Pilzinfektionen der Lunge

Uniklinikum Würzburg entwickelt bei T-Zellen einen chimären Antigenrezeptor (CAR), der die spezifischen Strukturen des Schimmelpilzes Aspergillus fumigatus erkennen und diesen zerstören kann. Die Ergebnisse der Studie geben Hoffnung auf neu entwickelte, alternative Therapieoptionen bei Pilzinfektionen. Wir atmen nahezu täglich und überall auf der Welt die Sporen des Aspergillus fumigatus ein. Der Schimmelpilz ist bei einer guten Immunabwehr relativ harmlos. Bei Menschen, deren Immunsystem stark geschwächt ist, zum Beispiel nach Chemotherapien oder Knochenmarktransplantationen, kann der Aspergillus fumigatus jedoch schwere, oft tödlich…

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Biomarker aus dem Blut zur Alzheimer-Diagnose

Ein Forschungsverbund untersucht unter Federführung des DZNE, ob sich mit Hilfe von Bluttests eine Alzheimer-Erkrankung diagnostizieren und vorhersagen lässt. Dafür werden mehr als 3.000 Blutproben analysiert. Eine neue Untersuchungsmethode könnte die Diagnose von Alzheimer deutlich vereinfachen. Seit einiger Zeit schon gibt es Daten, die nahelegen, dass die Bestimmung von Eiweißveränderungen im Blut möglicherweise die Untersuchung des Nervenwassers überflüssig machen könnte. Ein Forschungskonsortium unter Federführung des DZNE will jetzt diese sogenannten Biomarker im Blut von mehreren tausend Patienten analysieren, um zu…

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Tumore nierenschonend diagnostizieren

Forschende am Paul Scherrer Institut PSI haben in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich eine Diagnosemethode für Tumore mithilfe von Radionukliden optimiert. Durch einen molekularen Kniff fallen mögliche Nebenwirkungen nun wesentlich geringer aus. Über ihre Ergebnisse berichten die Forschenden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Bioorganic & Medicinal Chemistry. Mit der Entwicklung einer neuen Klasse von sogenannten Radiopharmazeutika konnten die Forschenden das bisherige Problem der langen Aufenthaltsdauer von radioaktiven Substanzen in den Nieren reduzieren. Ihr Ansatz beruht auf einem zusätzlichen Protein,…

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Lungenfachleute wollen COPD weltweit effektiver bekämpfen

Internationale Lancet-Kommission mit MHH-Pneumologen Professor Dr. Tobias Welte gibt Empfehlungen zu Prophylaxe, Diagnose und Therapie. Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist weltweit die häufigste chronische Atemwegserkrankung und die dritthäufigste Todesursache. In Deutschland sind etwa zehn Prozent der Bevölkerung betroffen. Müdigkeit, Husten und anhaltende massive Atemnot gehören zu den vorherrschenden Symptomen. Treten diese auf, ist die COPD meist schon deutlich fortgeschritten. Eine Heilung gibt es nicht. Allerdings ist die Erkrankung vermeidbar. Zu den Hauptursachen zählen Rauchen und Luftverschmutzung. Weil COPD ein…

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