Schwerpunkte der Gruppen, zu denen neben anderen Forschende der Biowissenschaften, Medizin, Physik, Pharmazie und Informatik gehören, sind zelltherapeutische Ansätze, materialwissenschaftliche Themen, die Entwicklung neuer Delivery-Systeme und Tissue Engineering (Gewebezüchtung).
Dabei reicht die Spannbreite von der Entwicklung neuer Biomarker, um frühzeitig Störungen bei der kindlichen Hirnentwicklung entdecken zu können, über die Erforschung einer stammzellbasierten Therapie bei Lebererkrankungen bis hin zur Züchtung von Pigmentzellen zur Behandlung der Weißfleckenkrankheit.
Die bewilligten Forschungsvorhaben, die in den kommenden zwei Jahren unterstützt werden, mussten ein anspruchsvolles zweistufiges Auswahlverfahren mit internationaler Fachbegutachtung passieren. “Ein wesentliches Bewilligungskriterium war, dass die Forschungsideen innerhalb der nächsten Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgreich in die klinische Anwendung gebracht werden können”, erläutert der Direktor des TRM Leipzig, Prof. Dr. Frank Emmrich. “Das Ziel des TRM Leipzig ist die Übertragung von Forschung aus dem Labor zum Patienten”, fügt der Immunologe hinzu.
Das Translationszentrum unterstützt die überwiegend jungen Forscherinnen und Forscher durch die Finanzierung von Stellen und Verbrauchsmaterialien, den Zugang zu neuen Laborräumen und modernsten Spezialgeräten sowie durch ein umfassendes Weiterbildungs- und Personalentwicklungsangebot.
Das TRM Leipzig wurde im Oktober 2006 gegründet und wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, den Freistaat Sachsen und die Universität Leipzig gefördert. Es ist eines von vier nationalen großen Forschungszentren auf dem Gebiet der regenerativen Medizin und fördert Vorhaben, die Produkte und Verfahren für Diagnostik und Therapie entwickeln und erfolgreich in die klinische Anwendung bringen wollen.



