Erfolgreiche Behandlung des schmerzhaften Fersensporns durch Strahlentherapie
Die Strahlentherapie wird nicht nur bei Krebs, sondern mit geringeren Dosen bei gutartigen Erkrankungen eingesetzt. Rund 40.000 Patienten jährlich profitieren von dieser Möglichkeit, beispielsweise bei degenerativen Gelenks- und Bindegewebserkrankungen u. a. beim Fersensporn. Der dornartige Knochenauswuchs an der Ferse resultiert aus Über- und Fehlbelastungen.
Durch eine Studie unter Leitung von Professor Dr. med. Marcus Niewald, Ltd. Oberarzt der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des UKS, konnte die hervorragende Wirksamkeit einer Strahlentherapie bei einem schmerzhaften Fersensporn nachgewiesen werden.
Fersensporne sind häufig und ca. 8 – 10 % der Bevölkerung sind betroffen. Sie führen zu teilweise beträchtlichen Schmerzen unter der Ferse und können Berufs- wie auch Sportausübung beeinträchtigen. In einer randomisierten Multizenter-Studie wurde jetzt eine gewöhnliche Dosis mit einer sehr niedrigen Dosis verglichen (Zweimal wöchentliche Bestrahlung über drei Wochen mit einer Gesamtdosis von 6 Gy). Die Standard-Dosis zeigte sich erheblich überlegen. Nebenwirkungen waren nicht zu verzeichnen.
Insofern reiht sich die Strahlentherapie als Behandlungsmethode unter Physiotherapie, Injektionen, Stoßwellentherapie und Operation ein. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Kontakt für Journalisten:
Professor Dr. Marcus Niewald,
Ltd. Oberarzt der Klinik für Strahlentherapie des UKS
Tel.: 06841/16-24606
Fax.: 06841/16-24699
Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie,
Universitätsklinikum des Saarlandes
Kirrberger Straße
Gebäude 6.5
D-66421 Homburg/Saar



