Es transportiert wie eine Sondermüllabfuhr pro Tag bis zu vier Liter Gewebeflüssigkeit. Sie ist eine Mischung aus Eiweiß, Stoffwechselabfällen, Fett und Wasser. In den Lymphknoten wird die Gewebeflüssigkeit gespeichert und gefiltert, bevor sie ins Venensystem des Körpers mündet.
Lympherkrankungen: Zirka drei Millionen Deutsche betroffen
Wenn das Lymphgefäßsystem die Flüssigkeit nicht vollständig abtransportiert, staut sie sich im Gewebe. Es entsteht eine sichtbare Schwellung. Die Medizin spricht dann von einem Lymphödem. Eine angeborene Störung, Operations- oder Verletzungsfolgen können die Ursachen sein. Anfangs zeigt sich die Schwellung oft nur am Abend. Sie bildet sich zurück, wenn Bein oder Arm hochgelagert werden. Im weiteren Verlauf bleibt die Schwellung dauerhaft und Hautveränderungen können hinzukommen. Der Arzt kann erkennen, ob tatsächlich ein Lymphödem vorliegt. In neun von zehn Fällen sind Frauen von dieser chronischen Krankheit betroffen.
Lymphödeme können mit Komplexer Physikalischer Entstauungstherapie (KPE) behandelt werden. Lymphdrainagen entstauen die durch Lymphflüssigkeit angeschwollenen Extremitäten. Direkt danach werden Kompressionsbandagen und flachgestrickte Kompressionsstrümpfe (z. B. mediven® 550) angelegt, damit sich nicht wieder Flüssigkeit im Gewebe ansammelt. Ohne die Bandagen oder Strümpfe bleibt die Lymphdrainage wirkungslos. Gymnastik oder Nordic Walking regt die Lymphgefäße in ihrer Arbeit an, fördert gleichzeitig die Beweglichkeit und den Muskelaufbau.
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