Kongress klärt über die Menstruationserkrankung auf
Das LKH Villach veranstaltet von 28. September bis 1. Oktober 2004 im Kongresshaus Villach eine internationale Konferenz, in der sämtliche Aspekte der Menstruation und der Endometriose behandelt werden. Bei Vorträgen, Videovorführungen, Workshops und einem Patientenforum werden Diagnostik und Therapie behandelt. Ärzte aus ganz Europa können sich genauso wie Patientinnen über konservative oder operative Therapie, Homöopathie oder psychologische Betreuung informieren.
Jede zehnte Frau leidet an Endometriose. Bei dieser äußerst schmerzhaften Menstruationserkrankung sammelt sich Gebärmutterschleim außerhalb des Uterus an. Während der Menstruation kommt es außerhalb der Gebärmutter zu Blutungen. Diese führen zu heftigen Perioden-, Bauch- und Rückenschmerzen. Auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Unfruchtbarkeit können Folgen der Endometriose sein. Das erkrankte Gewebe kann operativ entfernt werden, die Patientinnen wären somit schmerzfrei, aber Endometriose wird oft nicht erkannt.
Das größte Problem ist das mangelnde Wissen über diese Krankheit. Symptome wie Übelkeit, Schmerzen beim Stuhlgang oder bei Blasenentleerung werden oft nicht als Hinweise auf Endometriose erkannt. Enorme Fortschritte in der Forschung haben dazu geführt, dass Patientinnen nach einer Operation völlig schmerzfrei leben können.



