Wissenschafter der University of Sydney haben einen Bluttest für Retortenbabys entwickelt. Die Rhesus-Krankheit wird durch das Immunsytem der Mutter verursacht, das auf das Blut des Kindes reagiert. Bei rund 17 Prozent der schwangeren Frauen besteht das Risiko einer Rhesus-Krankheit. Das Problem kann entstehen, wenn das Blut der Mutter Rhesus negativ und das Blut des Vaters Rhesus positiv ist. Ist das Kind ebenfalls Rhesus positiv und sein Blut vermischt sich mit dem der Mutter, kann es zur Bildung von Antikörpern kommen. Das eingesetzte Verfahren, die so genannte Präimplantationsdiagnostik (PGD), wird bereits eingesetzt, um etwaige Erbkrankheiten wie Mukoviszidose beim Embryo festzustellen. Die Ergebnisse der aktuellen Studie wurden im Journal of the American Medical Association veröffentlicht.
Laut BBC spielt eine entscheidende Rolle, dass sich die Rhesus-Krankheit bei jeder weiteren Schwangerschaft mit verschiedenen Rhesusfaktoren verschlechtern kann. Im Jahr 2003 wurde eine Untersuchung bei einem Retortenbaby durchgeführt. Das Team um Sean Seeho setzte die Präimplantationsdiagnostik ein, um einen Rhesus negativen Embryo auszuwählen. Laut den Wissenschaftern handelte es sich bei der folgenden Schwangerschaft um die erste, die mit Hilfe von PGD problemlos blieb. Nach Ansicht von Seeho ist PGD für jene Paare eine sinnvolle Alternative, die bereits Schwierigkeiten hatten und bei denen der Mann über eine Mischung aus Rhesus positiv und negativ verfügt.



