Husten und Schnupfen spielen entscheidende Rolle
Verkehrsabgase sind nicht dafür verantwortlich, dass das Asthma mancher Patienten im Winter schlimmer wird. Laut einer Studie des National Jewish Medical and Research Center sind dafür Husten und Schnupfen verantwortlich. Eine Studie mit Schulkindern in Denver ergab, dass Atemwegsinfekte die Wahrscheinlichkeit einer Verschlechterung der Asthmaerkrankung verdoppelten. Luftverschmutzung kann aber trotzdem im Sommer eine entsprechende Erkrankung auslösen. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Journal of Allergy and Clinical Immunology veröffentlicht.
Der leitende Wissenschafter Erwin Gelfand erklärte, dass bekannt war, dass Infektionen der oberen Atemwege bei Asthma Schwierigkeiten verursachen können. Die aktuellen Ergebnisse hinsichtlich des Zusammenhanges mit der Luftverschmutzung waren aber trotzdem überraschend. “Die genaue Beobachtung der Kinder ermöglichte uns, jene Faktoren herauszufiltern, die sonst fälschlich auf einen entscheidenden Einfluss der Luftverschmutzung hingewiesen hätten.” Sein Team beobachtete 147 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren für die Dauer von drei auf einander folgenden Wintern in Denver als die Luftverschmutzung am stärksten war. Aufgezeichnet wurde die Häufigkeit der Asthmasymptome und Einweisungen ins Krankenhaus, Messungen der Lungenfunktion, Einsatz von Medikamenten und die Anzahl der Infektionen der oberen Atemwege.
Bei der Analyse der Werte von sechs luftverunreinigenden Faktoren wie Feinstaubpartikel, Ozon und Kohlenmonoxyd konnte laut BBC kein Zusammenhang mit der Schwere der Asthmaerkrankung nachgewiesen werden. Höhere Kohlenmonoxydwerte standen in einem unwesentlichen Zusammenhang mit einem erhöhten Medikamentenverbrauch. Die täglichen Symptome standen in einem ähnlich geringen Zusammenhang mit erhöhten Ozonwerten. Verdoppelte ein Atemwegsinfekt die Wahrscheinlichkeit einer Verschlimmerung der Erkrankung, stieg die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Asthmasymptomen um mehr als das Vierfache.



