Neue Siemens-Technologie ermöglicht dreidimensionale Darstellung der Herzkranzgefäße in noch höherer Präzision
Eine bislang unerreichte Genauigkeit bei der dreidimensionalen Darstellung der Herzkranzgefäße in der Kardangiographie ist mit der neuen Software Interventional Cardiac 3D (IC3D) von Siemens Medical Solutions möglich. So können zum Beispiel Lage, Größe und genaue Winkelung von Verengungen oder Verkalkungen der Koronararterien vom Arzt schneller beurteilt werden. Im Ergebnis bedeutet das eine sicherere Diagnose, eine exaktere Therapieplanung und eine schnellere Behandlungszeit, da Größe und Art von Stents dem Engpass im Gefäß genauer angepasst werden können, als dies in zweidimensionaler Darstellung der Fall war.
Die IC3D-Technologie ist eine Software, mit der die Koronararterien dreidimensional dargestellt werden können. Dazu sind nur zwei Aufnahmen aus unterschiedlichen Winkeln nötig. Die Aufnahmen werden direkt umgerechnet und können am Monitor im Untersuchungsraum oder Kontrollraum begutachtet werden. Die Darstellung erfolgt virtuell, sodass der Engpass (Stenose) gedreht und von allen Seiten betrachtet werden kann. Bei einer zweidimensionalen Abbildung kann es zu Fehleinschätzungen der Längenverhältnisse von Gefäßen und Stenosen kommen, weil Gefäße, die dem Verlauf des Aufnahmewinkels folgen, verkürzt erscheinen. Erst die dritte Dimension vermittelt die richtigen Längen. Die neue Technik ist derzeit auf allen kardiologischen Axiom-Artis- Systemen verfügbar.
„Die IC3D-Technologie hat die digitale Bildgebung in der interventionellen Kardiologie revolutioniert. Mit diesen Bildern können wir nicht nur die Gefäße dreidimensional sehen, sondern vor allem deren Art und Lage besser beurteilen und so den Patienten auf schonendere Weise behandeln. Weitere Interventionen, zum Beispiel wenn der Stent zu kurz war und ein zweiter eingesetzt werden muss, können verhindert werden“, sagte Dr. Neal Kleiman, Direktor des Herzkatheterlabors des Methodist DeBakey Heart Center in Houston, Texas, USA.
Mit IC3D können dem Patienten beispielsweise längere und zusätzliche Interventionen erspart werden. Das System zeichnet sich durch eine schnelle Rekonstruktionszeit und einfache Bedienbarkeit aus: „Wir nehmen in unserem Herzkatheterlabor ungefähr 3000 Eingriffe im Jahr vor und nutzen die IC3D-Technologie in 70 bis 80 Prozent aller Fälle“, sagte Kleiman. Gerade für den Patienten bietet IC3D den Vorteil, dass die Darstellung des betroffenen Herzkranzgefäßes vor und nach dem Eingriff sehr anschaulich ist. Er kann das Krankenhaus mit der Gewissheit verlassen, die Intervention erfolgreich hinter sich gebracht zu haben.
Siemens Medical Solutions (Med) ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum über bildgebende Systeme für Diagnose und Therapie, die Elektromedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Mithilfe dieser Lösungen ermöglicht Med seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen und führen zu mehr Effizienz in der Gesundheitsversorgung. Med beschäftigt weltweit rund 31 000 Mitarbeiter und ist in 120 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2003 (30. September) erzielte Med einen Umsatz von 7,4 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 7,8 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,1 Mrd. €.



