Medizin Gesundheit

Schnell handeln bei Schlaganfall: RUB-Fortbildung "Stroke 2004"

Die ersten Stunden entscheiden

200.000 Menschen trifft in Deutschland jedes Jahr der Schlag: Ob und wie sie den Schlaganfall überleben, hängt wesentlich von der Versorgung in den ersten Stunden danach ab. Über die neusten Methoden der Diagnostik und Therapie und das “Modell Langendreer” tauschen sich Mediziner bei der Fortbildung “Stroke 2004” am 22. September 2004 (18 Uhr, Hörsaal Knappschaftskrankenhaus Langendreer, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum) aus.

Bleibende Schäden vermeiden

Damit der Schlaganfall keine oder möglichst wenig bleibende Schäden wie z. B. Lähmungen, Seh- oder Sprachstörungen hinterlässt, stehen die Neurologen und Radiologen 24 Stunden am Tag bereit: Um das Ausmaß und den Ort der Schäden schnell ausfindig zu machen, setzen sie die sog. Perfusions-Computertomographie ein. Am Institut für Radiologie und Nuklearmedizin können die Ärzte Blutgerinnsel in den Hirnarterien mit einem Katheter aufsuchen und auflösen. Operative Entlastungseingriffe werden in der Neurochirurgie durchgeführt. Die Medizinische Klinik ist ein wichtiger Partner, falls der Herz an der Entstehung des Schlaganfalls beteiligt ist. Zum “Modell Langendreer” gehören neben der Intensiv- und der Normalstation auch die Physiotherapie, die den Patienten schnell wieder mobil macht, die Sprachheiltherapie und die Neuropsychologie. Außerdem ist die Klinik in das Qualitätssicherungsprojekt Nordwest-Deutschland eingebunden.

Weitere Informationen

PD Dr. Michael Haupts, Kommissarischer Leiter der Neurologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum im Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer, In der Schornau 21-23, 44892 Bochum, Tel. 0234/299-3701, E-Mail: neurologie@kk-bochum.de

Programm

Kleine Gefäße – große Wirkung – PD Dr. M. Haupts, Bochum
Aktuelle Zahlen zum Schlaganfall in Nordwest-Deutschland – PD Dr. K. Berger, Münster
Schlaganfall-Akutversorgung. Modell Langendreer – Dr. S. Skodda, Dr. M. König, Bochum
Konzepte zur Schlaganfallversorgung – PD Dr. U. Sliwka, Remscheid
Ambulant-stationäre Schlaganfallversorgung vor und nach Intubation (Fallbericht) – Dr. A. Niederhofer, Dr. T. Kowalski, Bochum



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