Framingham-Gleichung nicht mehr aktuell
Wissenschaftler der University of Bristol haben nachgewiesen, dass eine verbreitete Formel zur Berechnung des Herzrisikos bei Männern das tatsächlich vorhandene überschätzt. Sie untersuchten die Ergebnisse der Framingham Risikogleichung bei 6.643 gesunden Männern. Die Gleichung sagte voraus, dass 4,1 Prozent innerhalb von zehn Jahren an einer Herzerkrankung sterben würden. In Wirklichkeit starben nur 2,8 Prozent. Das bedeutet laut BBC eine Überschätzung von 47 Prozent. Die Ergebnisse der Studie wurden im British Medical Journal veröffentlicht.
Die Genauigkeit der Formel nahm weiter ab, wenn sie auf das allgemeine Risiko eines Herzanfalls angewendet wurde. Sie sagte voraus, dass 16 Prozent der Männer innerhalb von zehn Jahren einen Herzanfall erleiden würden. 10,2 Prozent waren tatsächlich betroffen. Die Überschätzung betrug in diesem Fall sogar 57 Prozent. Die Hauptschwierigkeit besteht laut den Wissenschaftlern darin, dass der Test auf Zahlen basiert, die nicht mehr zeitgemäß sind, da die Anzahl der koronaren Herzerkrankungen allgemein sinkt. Die verwandten statistischen Daten beruhen auf einer Untersuchung von Herzerkrankungen zwischen 1968 und 1975. Nicht voll berücksichtigt werden zusätzlich Faktoren wie regionale Unterschiede, Unterschiede zwischen ethnischen Gruppen und sozioökonomischen Klassen.



