Mit Hilfe einer Zelltransplantation hat ein Kalifornier, der seit 40 Jahren nichts mehr gesehen hat, wieder das Augenlicht erlangen können. Der Mann war nach einem Unfall im Alter von drei Jahren erblindet. Bei der Operation wurden ihm Hornhaut-Stammzellen eingesetzt, berichtet BBC-Online. Der Mann hatte nach eigenen Angaben zufolge keine “Seh-Erinnerung” mehr an seine frühe Kindheit.
Wissenschaftler haben Mike May seit der Operation vor zwei Jahren permanent untersucht, um festzustellen wie sich sein Sehvermögen aufgebaut hat. Unmittelbar nach der Operation war der Patient nur in der Lage einfache Formen und Bewegungen zu erkennen, zwei Jahre danach ist er in der Lage Formen, Farben und Bewegungen fast normal zu sehen. Schwere Beeinträchtungen gibt es allerdings in der dreidimensionalen Wahrnehmung, erklären die Experten im Wissenschaftsmagazin Nature Neuroscience. Eine klare Identifikation von Objekten konnte der Patient nur bei etwa 75 Prozent der Dinge durchführen.
Interessanterweise bedeutete das wiedererlangte Sehvermögen für den Patienten große Probleme. Ständig fürchtet sich May vor eventuellen Zusammenstößen mit beweglichen oder unbeweglichen Objekten. Die visuelle Darstellung muss nach Ansicht der Wissenschaftler erst erlernt werden.



