Ein Jahr nach der Entdeckung von Acrylamid sind zwar Erfolge zu verzeichnen, aber viele Fragen nach wie vor ungeklärt.
Zu diesem Ergebnis kommen Experten des Bundesinstitutes für Risikoforschung (BfR) in Berlin im Rahmen einer ersten Bilanz. Vor allem bei den Nachweisverfahren für den Problemstoff wurden nach Ansicht der Fachleute entscheidende Fortschritte erzielt. Zudem konnten die wichtigsten Entstehungsmechanismen aufgedeckt werden. Weniger erfolgreich verliefen dagegen die Bemühungen, die Acrylamid-Gehalte in Lebensmitteln zu senken.
Trotz einiger positiver Ansätze halten die Experten ihre Forderung nach einer weiteren Senkung der Gehalte in den betroffenen Lebensmitteln aufrecht. Besonders die Tatsache, dass der Mensch möglicherweise seit vielen Jahren große Mengen der krebserregenden Substanz aufgenommen hat, mache eine rasche Lösung notwendig. Zudem sei auch fraglich, inwieweit die bisher veröffentlichten Informationen zur Acrylamid-Problematik die Bürger tatsächlich erreicht haben. Deshalb seien sowohl im industriellen als auch im privaten Bereich nach wie vor erhebliche Anstrengungen erforderlich, um das Risiko für den Verbraucher zu minimieren.



