Die DNA, der Träger der Erbinformation, setzt sich bei allen Lebewesen aus den gleichen vier Molekülbausteinen zusammen, den Nukleotiden. In der Abfolge dieser Nukleotide ist die genetische Information gespeichert, welche die Zellen für die Synthese der Proteine benötigen: 20 Aminosäuren stehen als Proteinbausteine zur Verfügung, und jeweils drei Nukleotide in der DNA legt fest, welche Aminosäuren in das Protein eingebaut werden.
Wie genau der Code aussieht, durch den sich eine Nukleotidabfolge in eine Folge von Aminosäuren umsetzen lässt, darüber gab es vor dem Jahr 1961 zahllose Theorien. Sind häufige Aminosäuren durch nur ein Nukleotid codiert? Oder doch durch mehrere? Am 27. Mai 1961 setzte ein biochemisches Experiment von Matthaei und Nirenberg diesen Spekulationen ein Ende und zeigte, dass jeweils drei Nukleotide ein Codon bilden, das für eine Aminosäure steht. Innerhalb weniger Jahre danach waren alle Codons den entsprechenden Aminosäuren zugeordnet und der genetische Code vollständig entschlüsselt.
Wie die synthetische Biologie den genetischen Code ändern kann und was das für die Gentechnik bedeutet – auch das berichtet Marc-Denis Weitze von der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften. Die PDF-Datei des Beitrags gibt es bei der Redaktion der „Nachrichten aus der Chemie“ unter nachrichten@gdch.de.
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