Lange Zeit nahm man an, dass das Gehirn “immunprivilegiert”, also von der Immunfunktion des Organismus ausgenommen, sei. Seit jedoch der Marburger Physiologe Professor Dr. Hugo Besedovsky in den 1980er Jahren nachgewiesen hatte, dass Botenstoffe des Immunsystems über das neuroendokrine System auch das Gehirn beeinflussen, entwickelte sich die Forschung auf dem Gebiet der neuro-immun-endokrinen Interaktionen zu einem attraktiven Forschungsgegenstand. Nun wird am 29. und 30. April 2005 an der Philipps-
Die bakterielle Flora, die sich an der Oberfläche von Käsesorten mit Schmierereifung (Livarot, Munster, Epoisses…) entwickelt, ist ein komplexes Ökosystem. Anhand effizienter Forschungsmethoden haben Forscher des Französischen Instituts für Agrarforschung (INRA) den Meeresbakterien ähnliche Bakterien in der Rinde dieser Käsesorten nachgewiesen.
Als sie die Verschiedenartigkeit der Oberflächenflora eines Käses mit Schmierereifung untersuchten, haben die Forscher unerwartete Arten
Mit der Geburt ist die Entwicklung des Gehirns keineswegs abgeschlossen. Zwar kommen Tier und Mensch mit allen Nervenzellen (Neuronen) zur Welt, aber nur mit einem Bruchteil ihrer Hirnmasse. Der größte Teil des Gehirns bildet sich offenbar nach der Geburt aus.
Neugeborene reagieren auf ihre Umwelt, sie lernen, sie erinnern sich und verstärken damit die vor der Geburt begonnene Verschaltung von Neuronen, das heißt die Ausbildung von Synapsen. Wodurch dieser Prozess auf molekularer
Tyrosinasen spielen bei der Bräunung der Haut, der Skelettbildung von Gliederfüßern und der Immunantwort von Wirbellosen eine zentrale Rolle
Das Farbpigment Melanin ist beim Menschen für die Bräunung der Haut verantwortlich. Es kommt in der Haut natürlich vor. Unter dem Einfluss von Sonnenlicht oder UV-Bestrahlung wird es jedoch von sogenannten Tyrosinasen vermehrt produziert. Wie es genau zur Bildung dieser Stoffe kommt, untersucht ein Forschungsprojekt am Institut für Molekulare Bi
Die abnehmende Nutzung des bekannten wichtigen Duftstoffallergens Isoeugenol für Kosmetikprodukte wird voraussichtlich nicht zu einer dauerhaften Reduzierung der Verbreitung von Allergien führen. Im Rahmen eines von der Europäischen Kommission finanzierten Projekts wurde diese Eventualität und die Möglichkeit der chemischen Substitution von allergenen Duftstoffen mit Isoeugenol-Derivaten untersucht.
Isoeugenol ist eine aromatische Flüssigkeit, die normalerweise aus Nelkenöl hergeste
Die Verbreitung von Virusinfektionen unter europäischen Hoftieren gibt Anlass zu stetiger Sorge. Das Multiplex-PCR-Projekt wurde ins Leben gerufen, um neuartige Diagnoseverfahren auf Nukleinsäure-Basis zu entwickeln, die es ermöglichen, in einer einzigen Probe eine Reihe von krankheitserregenden Viren zu ermitteln. Ziel war dabei die Verkürzung der Wartezeiten und die Verminderung der damit verbundenen Kosten.
Im Rahmen des Projekts sollte ein schnelles Multiplex-PCR-Verfahren zur
Eine durch oxidativen Stress verursachte DNA-Schädigung wurde wiederholt mit menschlichen Krebserkrankungen in Verbindung gebracht. Deshalb ist es äußerst wichtig, präzise und effektive Diagnosehilfen zu entwickeln, die den Grad der Schädigung kennzeichnen können, welche durch oxidativen Stress in der menschlichen DNA hervorgerufen wurde.
Die Bildung von Etheno-DNA-Addukten wird, ähnlich wie Schäden an der Oberfläche der DNA-Moleküle, zum Teil oxidativem Stress zugeschrieben. Es wer
Entwicklungen in der Biotechnologie ermöglichen es den Forschern, “natürliche” Methoden zur Produktion von qualitativ hochwertigen Proteinen mit hohem Mehrwert in vielfältigen Anwendungsformen zu nutzen. Im Rahmen des Projekts BACELL FACTORY konzentrierte man sich auf die Optimierung von zellbasierten Systemen zur Proteinproduktion.
Eines der meist verbreiteten bakteriellen Systeme zur Proteinproduktion ist die Spezies Bazillus subtilis. Die Theorie hinter der Nutzung von Bakterien
Neurobiologen der Universität Jena untersuchen Einfluss von Schwerelosigkeit auf Entwicklung von Nervensystemen. Ihre Experimente sind Teil der aktuellen “Eneide” Mission der Europäischen Raumfahrtbehörde.
Am vergangenen Sonntag (17.4.) hat eine Sojus-Rakete an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Die dreiköpfige Besatzung der European Space Agency (ESA), die am vergangenen Freitag von Baikonur gestartet ist, hat ein straffes Experimentierprogramm zu bewältigen. Unter den
Einfacher Aufbau, gigantische Oberflächen: Metal Organic Frameworks (MOF), aus einfachen Grundbausteinen aufgebaute poröse Festkörper, eröffnen neue Möglichkeiten für Brennstoffzellen-getriebene Fahrzeuge. Warum MOF einfach sensationell sind, erklärt der Chemie-Professor Stefan Kaskel in der aktuellen Ausgabe der “Nachrichten aus der Chemie”.
Metal Organic Frameworks, MOF, sind poröse Festkörper, die aus vielen, immer gleichen Grundbausteinen bestehen. Die einfache Herstellung und vor al
Zwei LMU-Publikationen aus der Strukturforschung
Die Erbinformation DNA muss von bestimmten Proteinen, so genannten Transkriptionsfaktoren, abgelesen werden, damit ihre Gene in die entsprechenden Genprodukte umgesetzt werden. Im Zellkern höherer Organismen liegt die DNA aber dicht gepackt und mit verschiedenen Proteinen assoziiert vor. Es war lange fraglich, wie die Transkriptionsfaktoren unter diesen Umständen an das Erbmolekül binden können. Vermutet wurde, dass ein Multi-pr
Stickstoffverbindungen sind der Dünger, der die Wachstumsgeschwindigkeit der Pflanzen mit kontrolliert, und dadurch die Grundlage für alle Lebensformen auf der Erde darstellt. Das Meer verliert aber ständig an Stickstoff, weil besondere Bakterien es abbauen und als Stickstoffgas in die Atmosphäre freisetzen. Mit ausgefeilten Analysetechniken konnten Bremer Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie zusammen mit ihren niederländischen Kollegen von der Universität Nijmegen
Die Substanz, die Süßstofffirmen auf die Barrikaden treibt, ist 300mal süßer als Zucker. Sie hat keine Kalorien, soll die Entstehung von Zahnbelag verhindern und bei regelmäßigem Verzehr den Blutdruck senken. Der Wunderstoff heißt Steviosid und steht auch in Deutschland kurz vor der Zulassung als Nahrungsergänzungsmittel. Steviosid kommt in hohen Konzentrationen in den Blättern der lateinamerikanischen Stevia-Pflanze vor. Wissenschaftler der Universität Bonn haben nun festgestellt, dass das Süßs
Ein positives Gutachten der Christian-Doppler-Forschungsgesellschaft (CDG) ermöglicht es der Donau-Universität Krems, ihr “Christian Doppler Labor für spezifische Adsorptionstechnologien in der Medizin” bis Ende 2005 weiterzuführen. Professor Dr. Hans Lehrach, Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin, und Dr. Horst Domdey, Vorstand der Bio-M AG und Geschäftsführer des Innovations- und Gründerzentrums für Biotechnologie (IZB) in Martinsried, bescheinigten dem Labor na
Bei jeder dritten Brustkrebs-Patientin beobachten Mediziner in den Tumoren eine vermehrte Bildung der so genannten AP2-Proteine. Bislang ist umstritten, welche Rolle diese Familie von fünf sehr ähnlichen Zelleiweißen bei der Krebsentstehung spielt. Manche Studien sprechen paradoxerweise sogar dafür, dass AP2 die Bildung von Tumoren unterdrückt. Wissenschaftler der Universität Bonn haben nun herausgefunden, dass zumindest ein “Familienmitglied”, das AP2-Gamma, tatsächlich eine Doppelrolle zu sp
Abzielen auf Protein ATM viel versprechend
Ein Protein, das hilft DNA-Schäden bei menschlichen Zellen zu reparieren, könnte einen neuen Ansatz zur Bekämpfung von HIV-Infektionen liefern. Zu diesem Ergebnis ist ein Forschungsprojekt von Kudos Pharmaceuticals Limited gekommen. Entscheidend ist, dass dieser Ansatz eine Möglichkeit zur Bekämpfung der immer mehr zunehmenden mehrfach resistenten HIV-Stämme bieten könnte. Die aktuelle Studie weist nach, dass im Prinzip das Blockieren