Biowissenschaften Chemie

Neue Bakterienarten in Pilzen identifiziert

Im Rahmen des von der EU finanzierten Projekts GENOMYCA werden die molekularen Mechanismen beleuchtet, die an der symbiotischen Beziehung zwischen Pflanzenwurzeln und arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM) beteiligt sind. Die Beziehungen haben sich als gegenseitig nutzbringend erwiesen. Außerdem haben neue Daten auf das Vorhandensein einer vorher nicht identifizierten Bakterienart hingewiesen, die möglicherweise eine Rolle spielt.

Es wurde gezeigt, dass AM-Pilze neue Arten stabförmiger Bakterien aufnehmen können. Die Eigenschaften dieser Bakterien müssen noch vollständig erläutert werden. Im Rahmen des GENOMYCA-Projekts konzentrierte man sich darauf, die Ausbreitung dieser Bakterien und ihre Widerstandsfähigkeit in AM-Wirten zu überwachen.

Italienische Forscher nutzten hierfür transformierte Karottenwurzeln und Sporen des AM-Pilzes Gigaspora margarita unter experimentellen, sterilen Bedingungen, um das Risiko einer Verschmutzung auszuschließen. Die Ergebnisse zeigten, dass während der Reproduktion von AM-Pilzen über Generationen hinweg nur eine einzige Art Bakterienpopulation identifiziert wurde. Dies deutet darauf hin, dass sich die Bakterien Seite an Seite mit ihrem Pilzwirt vermehren.

Diese Bakterien werden als beständige intrazelluläre Komponenten ihres AM-Wirtes gesehen und könnten demnach eine Rolle bei der Funktion dieser Pilzart spielen. Die Tatsache, dass die Beziehung zwischen diesen Bakterien und dem Pilz wahrscheinlich bestimmte Eigenschaften zur Folge hat, ebnet neue Wege für die Forschung. Daher könnten potenzielle Partner aus dem Bereich der Agrarbiotechnologie an weiteren Erforschungen sowie der Auswertung dieser experimentellen Ergebnisse interessiert sein.



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