Den Viren den Kampf ansagen – neue Methoden gegen Infektionen
Infektionen mit dem Rota- und Corona-Virus sind die zwei häufigsten Ursachen von Darmerkrankungen bei Mensch und Tier. Im Rahmen des europäischen Plantibody-Therapieprojektes soll eine Verbesserung der Mittel im Kampf gegen diese weit verbreiteten Virusinfektionen erreicht werden.
Das Forschungsteam um Dr. Burrone vom Internationalen Zentrum für Gentechnik und Biotechnologie in Italien hat neue Immuntherapien zum Kampf gegen menschliche und tierische Virusinfektionen entwickelt. Diese neuen, auf Antikörpern basierenden Mittel werden als Kleine Immunproteine (Small ImmunoProteins = SIPs) bezeichnet.
Der Ausgangspunkt für diese Forschung war die Generierung virusneutralisierender monoklonaler Antikörper. Auf diese Antikörper aufbauend wurden SIPs gegen Mitglieder der Corona- und Rotavirenfamilie entwickelt. Die SIPs sind rekombinante Proteine, die Segmente monoklonaler Antikörper und einer dimerisierten Region in sich vereinen, was die Ankopplung der einkettigen Moleküle zur Bildung eines zweiwertigen Moleküls ermöglicht.
Die Forscher konnten SIPs gegen die bei Menschen und Schweinen auftretenden Arten der untersuchten Viren entwickeln. Der Einsatz von Immunfluoreszenz und Enzym-Immunoassays bestätigte die Fähigkeit der SIPs, ihre Zielviren zu erkennen. Die SIPs sind eine Alternative zur Erzeugung von monoklonalen Antikörpern. Ein Vergleich zeigt, dass SIPs in großem Umfang produziert werden können, ohne dass allzu komplexe biotechnologische Methoden und rekombinante biologische Verfahren notwendig sind.
Obwohl noch weitere Tests zur Bestätigung dieser Methode durchgeführt werden müssen, geben die ersten Daten Anlass zur Hoffnung und weisen auf eine wichtige Entwicklung in der Antivirenforschung hin.




