Biowissenschaften Chemie

Stammzellen zur Behandlung von Mukoviszidose

Neue Lungenzellen gebildet

Stammzellen können zur Behandlung von Mukoviszidose zum Einsatz kommen. Ein Team des Great Ormond Street Hospital berichtet von zwei Jungen mit dieser Diagnose, bei denen Lungentransplantationen vorgenommen wurden. Die Spenderorgane stammten von Mädchen. Trotzdem enthielten einige der neuen Lungenzellen der Jungen männliche Y-Chromosome. Das legt laut BBC nahe, dass sie selbst produziert wurden. Die in der Fachzeitschrift Thorax veröffentlichte Studie könnte so einen Beitrag zur Klärung der Frage liefern, ob Stammzellen sich in Lungenzellen verwandeln können und ob sie als Behandlungsansatz sinnvoll sind.

Laut den Autoren der aktuellen Studie zeigen diese Ergebnisse, dass die Stammzellen der Patienten über das Blut in die Lungen gelangt sein müssen und sich in neue Lungenzellen verwandelt haben. Das Team um Adam Jaffe untersuchte Proben von Lungengewebe, das den Jungen mehr als ein Jahr nach der Transplantation entnommen wurde. Laut Jaffe ist damit ein möglicher Weg zur Erforschung eines Ansatzes zur Heilung von Mukoviszidose eröffnet. Die Idealvorstellung sei, diese Stammzellen von Patienten mit Mukoviszidose zu gewinnen, eine normale Kopie der defekten Gene in die Zellen einzufügen und diese Zellen dem Körper des Patienten wieder zuzuführen. Damit könnte der durch die Erkrankung verursachte Schaden verhindert werden.

Das gleiche Verfahren wurde bereits bei Kindern mit einer anderen genetisch bedingten Erkrankung erfolgreich eingesetzt. In einem nächsten Schritt wollen die Wissenschafter erforschen, woher die Stammzellen kommen. Jaffe nimmt an, dass sie aus dem Knochenmark stammen. Zusätzlich sei zu klären, was das Wachstum dieser Zellen fördert.



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